Hi zusammen,
heute habe ich ein Thema, das mit dem Mittelalterhobby nicht viel zu tun hat. Abgesehen davon, dass es mich auf diesen Gedanken brachte.
Im Hobby verarbeiten wir hochwertige Leinen- und Wollstoffe, im RL stecken wir oft in Baumwolle und Chemiefaser. Beides unter fragwürdigen Umständen mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt hergestellt, vin vielen Mitmenschen nur kurz getragen und dann entsorgt.
Ich habe für mich beschlossen, diesen Blödsinn nicht mehr mitzumachen.
Aus den für das Hobby gekauften Stoffen lässt sich genauso Alltagskleidung anfertigen. Das sah ich an einer jüngst gekauften Lodenjacke, die aus Mehler- Stoff gefertigt wurde. Der Hersteller der Jacke war bei der Bildauswahl nicht sehr sorgfältig. ![]()
Kennt ihr eventuell Bezugsquellen vernünftiger Schnittmuster die nicht nach "Alte Oma/ Opa", "Ökoselbstverwirklichung", "Designexperiment nach 3 Flaschen Rotwein", sondern ganz normaler Alltagskleidung aussehen?
Jacke, Mantel, Pullover (ok, die werden gestrickt), Hemd? Die Burda Muster kenne ich, davin gefällt mir mal so rein gar nichts.
Die nächste Frage ist die, nach welchen Kriterien Designer von Schnittmustern den Stoffbedarf berechnen. Weiss das jemand?
Beispiel: Ich habe noch ein Stück Walkloden von 150x190 liegen. Meiner Ansicht nach reicht das für eine Jacke locker aus. Jetzt habe ich ein mir zusagendes Schnittmuster gefunden. Der Designer gibt für den Oberstoff 380 cm bei normaler Webbreite als Bedarf an. Verstehe ich irgendwie nicht. Das muss doch einen erheblichen Verschnitt geben. Aus fast 4 Meter Stoff nähe ich im Hobby zwei knielange Kittel und behalte noch einen Rest über.