Posts by Silvia

    die Frage nach dem erneuerten Saum habe ich mir auch schon oft gestellt. Es ist ja die erste Stelle die zwangsläufig verschließt bei einem bodenlangen Kleid. So weit mir bekannt ist, gibt es keinen Fund eines ausgebesserten mittelalterlichen Kleidersaums. Aber gut vorstellbar ist es schon.

    Bei meinem ersten Wollkleid habe ich ein Stück angesetzt, es war zu kurz und weil ich es gerne trage habe ich nachgebessert. Dummerweise war mir die Farbe wichtiger als das Stoffgewicht und so habe ich eine deutlich schwerere Qualität gewählt als den vorhandenen Kleiderstoff. Der Saum ist schwerer und ich finde das beeinflusst den Fall des Kleides negativ. Würde ich so nicht noch mal machen.


    Zauberin Du könntest hier im Marktplatz fragen, ob Dir jemand aushelfen kann. Wenn Du etwas ansetzt solltest Du bei gewebtem Wollstoff bleiben Du ärgerst Dich sonst später schwarz. Oder wenn hier Niemand etwas hat bei einem der FB Handelsplätze ein Gesuch starten. Ein Streifen leichter Wollstoff passt unter Umständen in einen großen Briefumschlag und kann direkt zu Dir nach Hause geschickt werden.

    Hallo Ihr Lieben,

    am vergangenen Wochenende hat die LarpCon in Kassel stattgefunden.

    LARPcon – Live-Rollenspiel verbindet – Herz "trifft" Herz

    (Quelle =link)

    Warum ich das jetzt jetzt im Nachhinein poste : nach der VA hatte ich ein nettes Gespräch mit dem Veranstalter und ein paar Dinge fand ich ausgesprochen positiv.

    der auffälligste : das Ordnungsamt war nicht da ! Nachdem bei der Herbstmesse ja gefühlt an beiden Tagen ohne Pause patrouilliert wurde, war diesmal Niemand zu sehen. Es gab auch diesmal wieder die strengen Auflagen zu den Waffen, das schien aber weniger zu stören da die meisten ja eh Attrappen führen. Für die Herbstmesse ist man im Gespräch ob man die Auflagen auf ein erträgliches Maß reduzieren kann.

    Sehr angenehm fand ich, das die Musik nicht zu laut war und komplett dudelsackfrei. So ein Dudelsack in geschlossenen Räumen ist über Stunden doch eine arge Belastung. Keine Walking Acts, die ich pers. oft störend finde. Die Gänge schön breit, so das sich das Gedränge in Grenzen hielt.

    Gut finde ich auch das Tierverbot der VA, denn die Tiere tun mir immer unendlich leid.

    Die Veranstaltung war hervorragend organisiert, alles hat reibungslos geklappt, es wäre immer jemand ansprechbar gewesen, wenn es Probleme gegeben hätte. Die Toiletten waren ausreichend vorhanden, sie waren immer sauber und gut zu erreichen. Feste Toiletten in den Messehallen, keine Dixies oder Klowagen wie in Minden.

    Parkplätze waren wohl genügend vorhanden und die Messe ist gleich an der Autobahnausfahrt. Kein Stundenlanges suchen und rum irren.

    Es gab wohl einige Aktionen, aber da kann ich nichts zu sagen. Kostümwettbewerb, Live Musik, Workshops zB von Christin Barthelmie zum Perlen machen und Anderes. Es waren unter den Ausstellern sowie unter den Besuchern etliche bekannte Gesichter.

    Viele tolle Kostüme liefen da rum, die man direkt erkennen konnte wie Figuren aus Herr der Ringe oder der Sesamstraße. Sehr kreativ teilweise, ich mag es wenn Kostüme gut gemacht sind, egal ob im LH oder Larp.

    Warenangebot : von Tuch und Stoff und den Stoffdealer, die Süßkrämerei ... bis zum Gummifisch sehr gemischt und alles da. Die Händlerliste ist im obigen link einsehbar.

    Da ist noch Platz nach oben, diese und auch die Reenactormesse können noch wachsen. Es war die zweite LarpCon.

    Für einige Leute ist es sicherlich ein Aussteigen auf Zeit. Eine Alternative zum Auswandern. Eine Besinnung auf Ursprüngliches. Sich mit alten Techniken beschäftigen, kann erden, ganz egal ob man es nur in der Theorie macht oder sich tatsächlich alte Techniken aneignend. Es schafft Respekt für die Menschen vergangener Zeiten die kleines und großes erfunden haben und es schmälert den Respekt vor Menschen die sich heute für die Allergrößten halten und dabei nicht mal das aufziehende Gewitter als solches erkennen können.

    Schaut man zurück und beschäftigt sich nicht nur mit der Geschichte sondern dem Alltag vergangener Zeiten kann es tröstlich sein zu sehen das die Menschen es bis hier hin geschafft haben. Mir hat das ein gutes Stück weit durch die COVID Pandemie geholfen, wir haben einen hohen medizinischen Standard im Gegensatz zu den Menschen die im Mittelalter die Pest überlebt haben. Deshalb war mir klar, mit Vernunft ist das zu schaffen.

    Ist man über das einfache Verkleiden für ein Wochenende hinaus, hat man sich vieles angeeignet und vieles gelernt, das ist etwas Gutes! Das ist eben mehr als ein Hobby bei dem man nur konsumiert. (Beispiel Sportereignissen bei wohnen ohne selbst in der Lage zu sein den Sport betreiben zu können und zu schreien "nun lauf doch Du faule S...")

    Sich einige Tage erden, nach Hause kommen und schätzen was man hat : Badezimmer, Kühlschrank, Elektrizität - was soll schlecht daran sein ?

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    (Quelle : eigenes Bild)

    bei einem (modernem) Projekt habe ich das Motiv auf Seidenpapier übertragen, indem ich das halbdurchsichtige Seidenpapier auf einen Computerausdruck gelegt und nachgemalt habe, dann habe ich das Seidenpapier auf meinen Jeansstoff festgesteckt und durch Papier und Stoff gestickt. Das Seidenpapier war anschließend so perforiert das man es einfach abziehen konnte. Ging ganz gut und ich musste nichts kaufen - wie das so ist wenn man Sonntags Bock darauf hat etwas zu machen.

    Hab ich doch geschrieben, das Ergebnis war das man sie als gefährlich eingeschätzt hat weil es gebrannt hat, das mit dem Forum ist mehr als 15 Jahre her, und das Forum nicht mehr online. Mehr habe ich mir nicht gemerkt.

    Man muss damit rechnen das hilfsbereite Mitstreiter dann doch schnell mit dem Wassereimer kommen, wenns brennt. Ich würde das Risiko klein halten.

    Herzlich Willkommen !

    Schön das Du Dich angemeldet hast - das mit dem weben bekommen wir hin, aber bevor Du das gute handgesponnene Garn verarbeitest, solltest Du überlegen welche Zeit Du im Mittelalter machen möchtest, das ist ja immerhin eine Zeitspanne von etwa 1000 Jahren mit unterschiedlichen Moden.

    Wir haben hier einen Anfängerleitfaden, einen Weberei Bereich und Bereiche wo man die Mantelformen und andere Kleidungsstücke diskutieren kann. :smiling_face:

    Es ist nicht genau das was Du suchst, aber im Buch über die Runneburg sind sehr viele Mörtel und Klebstoffe aufgezählt, da könntest Du Glück haben. Gekauft hatte ich dieses Buch wegen der Runneburg-Tasche, der ist in diesem Buch genau eine Doppelseite gewidmet und davon ist die Hälfte mit Bildern ausgefüllt, :face_with_rolling_eyes: aber an welcher Wand welche Krönung im Putz ist und und womit geklebt wurde, steht drin. Das Buch habe ich nicht mehr, der Titel war "die Runneburg"?


    Viel Glück, für die Analyse von Klebern und Kit reicht meist die Kohle nicht.

    Das ist lustig gerade parallel habe ich die Konservendose erwähnt.

    Ja ich stelle vieles selbst her. Wir haben einen Nutzgarten indem ich Gemüse, Obst und Kräuter anbaue. Ich trockne Kräuter, koche Marmeladen in in Twist-off Gläser ein, ebenso Gemüse meist als Mischung, wie Ratatouille, oder Paprikawürfel in Tomaten, Zucchiniwürfel in Tomate, Basis für Gemüsesuppen in Püree Form, alles fast ungewürzt, als Basis zum weiter verarbeiten halt. An Wein machen haben wir uns vor vielen Jahren auch mal versucht aber nach 2 Ernten schnell wieder verworfen, war nicht unsere Stärke. Im Sommer kaufen wir wenig Obst und Gemüse und selbst jetzt im Winter ist in fast jedem Essen etwas aus dem Garten dabei. Kartoffeln kaufen wir allerdings beim Erzeuger am Ortsausgang.

    Historisch mache ich nichts in der Küche.

    Heute lässt sich Metall überhaupt nicht mehr aus unserem Alltag weg denken. Kaum eine Hose würde da sitzen wo sie ist hätte sie keinen Knopf oder Reißverschluss, viele Gebrauchsgegenstände sind aus Metall, Konservendosen machen Lebensmittel haltbar und Transportmittel sind überwiegend aus Metall. Es ist so selbstverständlich das es sich nicht mehr weg denken lässt.

    Gerade sinniere ich so darüber welche Macht einst wohl die Dänen hatten schaut man sich ihre uralte Kultur an, die durch den guten Küstenboden besser erhalten ist als anderswo im heutigen Europa, zumindest was Textil angeht. ( mein Tunnelblick) Metall scheint der heiße Scheiß gewesen zu sein, auch wenn die ersten Bronze-Schwerter eher wie Schlagwaffen wirken und nicht wie Schneidwaffen. Ob es wohl mehr als repräsentative Waffen und Schmuckbestandteile in der Bronzezeit gab ? Werkzeuge ? Oder kam das erst mit der Eisenzeit für Jedermann/frau auf ?

    Wie war das mit anderen Kontinenten ? Bei den First Nations auf dem amerikanischen Kontinent oder bei den Ureinwohnern Australiens ? Hatte man Metall, brauchte man Metall ? Denke ich an Steinschleudern und Bogenschießen benötigt es kein Metall, Schneidwerkzeuge lassen sich aus Stein herstellen und auch für den Hausbau benötigt es kein Metall, vor allem nicht wenn es transportable Häuser von nomadischen Völkern handelt.

    Das Wissen um die Gewinnung und Verarbeitung ist speziell und nicht mal eben so, es ist zeitaufwendig und macht damit eine gewisse Sesshaftigkeit nötig, zumindest für einige Zeit.

    OT : einen link kann man setzen, wenn der Inhalt zweifelhaft ist, ist der Betreiber der verlinkten Seite zuständig. Im Zweifelsfall kann man den link nicht abrufen oder landet vor einer Paywall. Wenn ich falsch liege bitte ich um Aufklärung damit wir so etwas in Zukunft nicht jedes mal diskutieren müssen. Danke schön.

    Beinlinge sind ja oben und unten offen. Anders wie eine geschlossene Hose bekommt man nicht so schnell Hochwasser. Wenn die Tunika lang genug ist fällt das eigentlich gar nicht auf, wenn man oben raus wächst. Man könnte die Beinlinge weiter schneidern und weniger auf Figur als bei einem Erwachsenem. Mit kleinen Gürtelchen unterhalb des Knies kann man die Dinger sichern., so das sie da bleiben wo sei sein sollen. (Puhh wann waren diese Gürtelchen zeitlich angesetzt - weiß das Jemand auswendig ?)

    Es gibt zB am Bordesholmer Altar* im Schleswiger Dom eine Holzfigur (SpäMi) die ziemlich schlecht sitzende Beinkleider trägt. Das ist zwar ein erwachsener Söldner und sicherlich spielt da die Bildsprache mit rein aber man erkennt gut den Faltenwurf wie die Beinkleider um die Beine rum schlackern und sich am Bein verdrehen.

    * Kreuzigungsszene die Figur gehört zu den Peinigern Christi und hat Halbglatze wenn mich mein Gedächtnis gerade nicht trügt.

    Puppen finden sich im archäologischen Fundgut quer durch die Epochen.

    Bei den Römer gibt es Funde von Puppen in Gräbern, mal aus Bein aber auch aus Ton, bei den Kopten gibt es Puppenkleidchen und auch in den Gräbern der Moscevaja Balka gibt es Puppenkleidung, sogar mit Unterhose. In Norddeutschland gibt es Überreste von Holzpuppen. Es gibt Funde von Puppengeschirr aus Ton. In Danzig ist sogar etwas erhalten das wie eine gefilzte Spielkatze aussieht. Das es Puppen aus Stoff gegeben hat liegt also nahe. Wer schon einmal eine Puppe oder Stofftier genäht hat die zum Lieblingsspielzeug eines Kindes wurde, weiß wie abgeliebt solche Stücke irgendwann sind und das es schwer ist das solche Stücke überliefert sind. (da ist irgendwann nicht mehr viel dran)


    Hier eine Reko einer römischen Puppe

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    (Quelle und Herstellung : Bikkel en Been, Monica und Tom Tielens, zur Zeit offline)

    eine römische Puppe aus Ton (Reko)

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    (Quelle eigenes Bild)


    Literatur : die Gräber der Moscevaja Balka, frühmittelalterliche Funde an der Nordkaukasischen Seidenstraße, Anna A. Ierusalimskaja


    und das wunderschöne Buch über Spielsachen im Norden :

    Lübecker Kolloquium zur Stadtarchäologie im Hanseraum 7, Kindheit und Jugend, Ausbildung und Freizeit von Manfred Gläser


    eine Puppe die ich einmal vor langer Zeit für die Tochter eines Freundes genäht habe, es soll eine kleine Friesin sein :

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    (Quelle : eigenes Bild)

    Zauberin magst Du Deine auch zeigen bitte ?