Becher, Schöpfer oder beides in einem?

  • Ich habe mir letztes Wochenende an einer Larp-Veranstaltung dieses Gefäss erspielt:

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    Durchmesser ist ca. 6 cm, mit Henkel/Stiel 12 cm. Vermutlich Olivenholz. Man kann den Zeigefinger ins Loch stecken und der Stiel liegt dann bequem in der Handfläche. Es kann sowohl als Schöpfer, als auch als Becher verwendet werden.

    Die Frau hat gemeint, dass man damit Wasser aus einer Quelle schöpfen und dann gleich daraus trinken könne. Unsere Charaktere sind beide viel unterwegs und da ist das praktisch.

    Jetzt meine Frage: Hat es so etwas irgendwann einmal gegeben oder ist das eine moderne Erfindung?

    Seltsame Wortwahl und ungewöhnliche Schreibfehler: Danke Autokorrektur-KI, aber du bist dumm!

    Der Schweizer Mittelalterkalender: http://www.mirimor.ch (Quelle=Link) und der Schweizer Larpkalender: http://www.larpkaldender.ch (Quelle=Link)

  • Das ist eine Kuksa. Guksi (nordsamisch), finnisch Kuksa, schwedisch Kåsa – so nennt man ein schöpfkellenähnliches Trink- oder Serviergefäß mit Handgriff, das vor allem aus dem samischen Handwerk (Duodji) stammt.

    Die Kuksa hat eine lange Tradition und ist seit Jahrhunderten Teil der samischen Kultur. Ursprünglich wurde sie aus einer Maserknolle der Birke geschnitzt – ein besonders robustes und langlebiges Holz. Jede Kuksa wurde von Hand gefertigt und war oft ein persönlicher Begleiter für unterwegs – ideal für Wasser, Kaffee oder Rentiermilch.

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    Urheberrechtshinweis für Bild

    Foto Anne-Lise Reinsfelt, Norsk Folkemuseum - Norsk Folkemuseum: image no. NF.1896-0790, via digitaltmuseum.no. CC BY-SA 3.0

    Die ältesten bekannten Formen stammen aus dem 17. Jahrhundert, vermutlich ist sie aber schon deutlich länger im Gebrauch. Heute ist die Kuksa nicht nur in Lappland beliebt, sondern auch bei Outdoor-Fans in ganz Skandinavien – geschätzt für ihre Einfachheit, Natürlichkeit und Funktionalität.

    Ich hatte mal gelesen, dass es in der Verwendung ähnliche Gefäße in den Alpen gibt, die sogenannten Berghaferl, aber da weiß ich leider wenig über die Geschichte.

    Dieser Youtuber hat ein schönes Video zur Herstellung gemacht:

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    Ich habe das erste Mal bei meinem Lieblings Outdoor-Autor, Raymond "Ray" Mears, eine Kuksa gesehen.

    Achtung: Meinung Bauchgefühl: In vielen Dokus, die Ray Mears über Skandinavien gemacht hat, geht er auf die traditionellen Techniken ein. Er ist also kein Bear Grylls, sondern ihm liegt viel daran, das Thema Outdoor und Survival aus der Sicht der Indigenen zu lernen und zu bewahren. Vieles was man bei den Dokus sah, auch die Handwerks Techniken der Sámi, waren Deckungsgleich mit Dingen, die wir aus dem hist. Hobby kennen. Vieles ist auch geeignet, Löcher zu schließen, die wir haben. Zeltböden, z.B.. Aus der Warte erscheint es mir nachvollziehbar, dass so ein Ausrüstungsstück vor allem bei nomadischen Kulturen auch im MA üblich war. Im LARP hat es auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung, im mitteleuropäischen Raum wäre ich skeptisch, auch weil unsere Birken hier ganz anders wachsen als in Nordeuropa. Wer schonmal versucht hat, hier Birkenrinde für Körbe zu ernten, weiß das :smiling_face:

    Reenactmentwebseite (multiperiod): https://www.jordheim.info/
    Outdoor & Waldhandwerk (pausiert): https://huginfell.de/
    𝒩𝓊𝓇 𝓋ℯ𝓇𝒶𝓃𝓉𝓌ℴ𝓇𝓉𝓁𝒾𝒸𝒽, 𝒻𝓊̈𝓇 𝒹𝒶𝓈 𝓌𝒶𝓈 𝒾𝒸𝒽 𝓈𝒶ℊℯ, 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 𝓌𝒶𝓈 𝒟𝓊 𝓋ℯ𝓇𝓈𝓉ℯ𝒽𝓈𝓉!

  • Ich habe auch nochmal etwas nach geforscht und habe das hier gefunden: https://www.kuksa.shop/de/blog/was-ist-kuksa/ (Quelle=Link)

    Deckt sich mit dem von Grimmbold und ist noch durch eine Pflegeanleitung und eine Anleitung zum selber machen. Auch welche Hölzer genutzt werden. Es können sogar Rohlinge zum fertig machen bestellt werden. Dazu viele Informationen wie die Samen sie genutzt haben, und es immer noch tun, und zum Volk der Samen allgemein.

    Seltsame Wortwahl und ungewöhnliche Schreibfehler: Danke Autokorrektur-KI, aber du bist dumm!

    Der Schweizer Mittelalterkalender: http://www.mirimor.ch (Quelle=Link) und der Schweizer Larpkalender: http://www.larpkaldender.ch (Quelle=Link)

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