Beiträge von Zauberin

    Ganz ehrlich dieses ganze herumgeschwubbel über Regenschutz bei LARB.

    Kauf einfach einen transparenten Regenponcho für knapp 0,60 CHF und verwende diesen als magischer Schutzzauber gegen feuchtes Nass von oben. :grinning_squinting_face:

    Schön und gut, aber sobald ich irgendwo hängen bleiben ist das Ding futsch - und ich habe natürlich genau in diesem Moment keinen Ersatz dabei. Glaub mir, das wäre typisch für mich. Ich stopfe alles möglich in meine Tasche und der Regenponcho-Ersatz bleibt im Zelt liegen. Soviel ich weiss ist das beim Drachenfest auch nicht erlaubt. Die haben schon grosse Bedenken weil die Spitze von meinem Stab aus Knochen ist und ich damit ja versehentlich jemand verletzen könnte - und das wo ich nicht kämpfen will. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher.

    Ernsthaft: Ich gehe davon aus, dass du ebenfalls Erfahrungen mit Umgang und co hast.

    Naja, ich habe mit einem dicken Wollsurcot und einer über die Schutern und den Busen reichenden Lodencotte (guter mittlerer Loden mit Strich, gefüttert mit dünner Wolle) sowohl eisiges Wetter als auch 2 Tage Dauerregen prima überstanden. Auf so was wie Etikette ("Frau trägt keine Gugel") dabei gepfiffen, es war aber auch Freienfels als Besucherin. Das "sparsame Outfit hielt warm, war leicht zu verstauen und ermöglichte volle Bewegungsfreiheit. Geht doch nichts über qualitativ hochwertige Stoffe :smiling_face_with_heart_eyes:

    Die Cappa ist ja gewissermassen eine lange Gugel und beim LARP habe ich viele Freiheiten was Design und Stil angeht. In einer Fantasy-Welt erst recht. Der Plan steht ja eigentlich auch und wir das Kleidungsstück aussehen soll auch. Es geht nur noch darum das richtige Material zu finden das dazu passt.

    Ich trage mein rotes Kleid (Profilbild), darüber eine ärmellose Surcotte aus Leinen (Schutzkleidung für die Arbeit unterwegs) und eine Gugelhaube aus den gleichen Stoffen dazu. Wenn es kühl gewesen ist eine braune Cappa (doppellagig, mitteldicke Wolle) die eigentlich meiner Stadtfrau gehört, wenn es kalt ist eine längere Cappa die aber schon ziemlich alt ist und letztes Jahr mit Reststücken gefüttert wurde.
    Am Gürtel trage ich aber noch ein paar Sachen auf die ich jederzeit zugriff haben möchte weil sie für meine Magierin wichtig sind. Dazu kommt meine Pilgertasche wegen dem Inhalt nicht nass werden sollte.

    LARP ist eben halt Action wo ich plötzlich irgendwo gefragt bin und dann auch dann an den entsprechenden Ort muss. Das Wetter ist da keine Ausrede. Ich habe schon bei einsetzendem Regen während einem Ritual auf dem nassen Waldboden gesessen und mir dabei gewünscht einen langen Umgang oder etwas ähnliches zu haben wo ich drauf sitzen kann. Ein anderes Mal wurde ich mit improvisierter Gewandung wo einige Teile aus dem Fundus vom Veranstalter waren als NSC bei Regen in den Kampf geschickt - und dabei einen super Umhang bekommen.
    Und nächstes Jahr will ich ans Drachenfest das für sein unberechenbares Wetter berühmt-berüchtigt ist. Eine Gross-Con wo Larper aus halb Europa dabei sind. Da sollte doch ein anständiger Wetterschutz der zu einer reisenden Magierin passt dabei sein. Meinst du nicht auch?

    Nehmen wir folgendes Szenario an:
    - Sommer
    - nasskaltes Wetter
    - starker Wind
    - kleines Zelt
    Ich muss mein Zelt verlassen um jemanden am anderen Ende von Lager zu besuchen (Einladung).

    Die Lager am Drachenfest sind riesig. Da sind so um die 400 Personen, und entsprechend viele Zelte, so etwas der Durchschnitt. Dazu kommt, dass es acht verschiedene Lager gibt und Besuche in einem anderen Lager, oder der "Stadt" nicht ungewöhnlich sind. Das sollte möglich sein ohne gleich durchnässt zu werden.

    Will ich richtig warm stecken und Bewegungsfreiheit ist nachrangig, einen aus zwei Lagen Walkloden gefertigten Halbkreismantel. Das Ding ist allerdings so schwer, dass der wirklich nur zum Einsatz kommt wenn es absolut ekliges Wetter ist und ich raus MUSS.

    Zwei Lagen Walkloden könnte ich oben rum mit dem Umhang und der Cappa darüber erreichen. Von der Tallie abwärts wäre es dann noch eine Lage.Sollte für den Sommer eigentlich reichen und auch beim Walkloden kommt es darauf an wie dick er ist.

    Bei der Nähmaschine ist nicht die Nadel oder der Druck den es braucht um durch die Lagen zu stechen das Problem, sondern ob ich das auch unters Füsschen kriege. Da ist halt nur beschränkt Platz vorhanden...

    Grundsätzlich habe ich drei Teile:
    - Umhang (untere Schicht)
    - Cappa (obere Schicht)
    - Kapuze
    Das soll zu einem Kleidungsstück verbunden werden. Am einfachsten wäre es am Halsausschnitt.
    Der Umhang wird vorne auf Brusthöhe geschlossen sein, weiter unten für ganz schlimmes Wetter zusätzlich Knöpfe bekommen um falls nötig ebenfalls geschlossen zu werden. Alternative wäre ein Verschluss mit HIlfe von einem Knopf oder so an einer Schulter und damit einseitig. Ist das mit dieser Kombination sinnvoll?
    Bei der Cappa bin ich noch nicht sicher ob ich sie geschlossen mache oder einen Verschluss mit schönen Knöpfen .

    Es soll aktuell für Starkregen und/oder Sturm taugen.
    Loden macht Sinn, aber wie dick hat sich da bewährt? Würdet ihr abgesehen von der Kapuze noch ein anderes Teil abfüttern?

    Darf ich fragen wie du auf 4 bzw 6 Lagen kommst? Meine Wintercappa besteht aus richtig dickem Stoff, hat eine Kapuze, ist durchgängig gefüttert und hat am Halsausschnitt ebenfalls nur zwei Lagen? Kapuze und Mantel sind einzel und auf Stoß miteinander vernäht. Am Oberstoff der Kapuze ließ ich ca 4 cm Überstand, damit keine Wasserfalle entsteht.

    Ich nähe mit der Maschine, lege die Nahtzugabe aufeinander und eben nicht Stoss an Stoss.
    Kapuze nähen, Futter für die Kapuze nähen ineinander legen und an der Kante vorne zusammen nähen, auf rechts wenden = 2 Lagen
    Oberstoff und Futter der Cappa jeweils vorne zusammen nähen = 2x 1 Lage
    Mit der Kapuze Futter auf Futter und Oberstoff auf Oberstoff aufeinander legen und nähen = 4 Lagen
    Das alles mit mittel dicker Wolle.

    Wenn ich das jetzt auf den geplanten Wetterschutz für meine Magierin übertrage kommt noch der Umhang und damit 1 bis 2 Lagen zusätzlich dazu.

    Die Kapuze werde ich sowieso abfüttern weil sie ja auch schön aussehen muss wenn ich sie unten habe. Die Cappa über dem Umhang werde ich vorne mit einem Verschluss machen und darum wohl auch abfüttern damit es schön aussieht wenn die mal offen ist.

    Darum die Frage für welches Teil wie dickes Material. Es soll aktuell mal einen Wetterschutz für den Sommer werden. Ich will im Sommer ans Drachenfest und das dauert 4 Tage - und ist berüchtigt für das Wetter. Dieses Jahr Hitze mit Temperaturen so gegen 40°C, letztes Jahr Sturm und Dauerregen, einmal kühle Temperaturen mit Regen...
    Da reicht meine normale Cappa einfach nicht mehr.

    Schnittmuster habe ich zwar noch keines gemacht und damit auch noch keine Details. Trotzdem stellt sich die Frage nach dem Material.

    Die Sommer-Cappa habe ich mit mitteldicker Wolle zweitägig gemacht, die Wintercappa aussen mit dicker Wolle und mit dünner Wolle gefüttert. Am Halsausschnitt gibt das dann 4 Lagen Stoff. Die Nähmaschine kommt an ihre Grenzen und meinen Handnähten traue ich irgendwie einfach nicht.
    Bei der geplanten Konstrunktion wo Umhang, Cappa und Kapuze am Halsausschnitt zusammen genäht werden gibt das dann 6 Lagen Stoff. Das bekomme ich nicht mehr unter die Nähmaschine und von Hand wird es wohl auch mühsam.

    Ich habe bis jetzt gute Erfahrungen mit zwei Lagen Wolle gemacht. Welche Teile lohnt es sich zum abfüttern und für welche reicht eine Lage Stoff?

    Der Zufall hat es gewollt, dass ich im LARP eine reiche und ziemlich eingebildete Nonne spielen durfte. Ihren Reichtum hat sie in Form der Kopfbedeckung gezeigt - einem Hennin.

    Damit ihr ihn nachbauen könnt habe ich hier eine kleine Anleitung für euch:

    Das Material:
    - Baumwollsamt in dunkelgruen
    - weisses Leinen
    - Baumwollfilz 4 mm dick
    - Schabrackeneinlage für zusätzliche Stabilität (auf dem Bild bereits aufgebügelt)

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    Die Filzmatte zu einem Kegel zusammen nähen und das gleiche mit dem Leinenteil machen.
    Das Leinenteil als Futter von innen in den Filzkegel stecken und die anbtehende Nahtzugabe daran fest nähen. Das Innenteil ist jetzt schön stabil.
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    Weil ich sehr feine Haare habe kann ich den ursprünglichen Kamm der als Befestigung in den Haaren dient nicht brauchen. Als Alternative habe ich innen Klettverschluss angenaeht. Ein etwa 8 cm langes Stück vorne an der Stirn und jeweils zwei etwa 2 cm Länge Stücke an der Schläfe.
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    Die ominöse Schlaufe vorne in der Mitte annähernd und von aussen mit dem Baumwollsamt ueberziehen
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    Zum Schluss das breite Band vorne mittig etwa annähen. In meinem Fall etwa bis zu den Ohren damit es später bei Wind nicht zu sehr flattert.
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    Die Befestigung vom Stirnband auf der Innenseite. Es hält garantiert auch bei starkem Wind.
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    Alle Bilder sind von mir.

    Hier ist noch die Anleitung wie es historisch korrekt gemacht wird https://lena.torps.net/medeltid/henin…ch_and_wear.htm (Quelle=Link)
    Das Bild das mir als Vorlage gedient hat https://3.bp.blogspot.com/-Et28QaKc-nI/U…00/abb063_l.jpg(Quelle=Link)

    Ich bin am Wochenende an einer Con gewesen wo ich als NSC eine Priesterin vom "bösen Gott" (vergleichbar mit Satan) spielen musste.
    Kurz vor meinem Einsatz hat es angefangen zu regnen und ich habe um einen Wetterschutz gebeten. Bekommen habe ich einen langen Umhang, der bis zum Boden gereicht hat und eigentlich zu lang gewesen ist, mit einer grossen Kapuze.
    Das interessante daran: statt den üblichen Bändern oder einer Fibel als Verschluss hat es auf Brusthoehe ein fest eingenaahtes etwa 10 cm breites und ungefähr gleich langes Band gehabt. Genug Bewegungsfreiheit um die Arme zu bewegen ohne zu vertuschen, gleichzeitig immer bedeckte Schultern und die Möglichkeit mit einer Hand vorne so zusammen zu halten um nicht nass zu werden. Als der Regen aufgehoert hat konnte ich den Umgang mit einer Hand mitten im Kampfgetuemmel über den Kopf ziehen und fallen lassen.

    Der Zufall wollte es, dass ich genau das getestet habe was die Grundlage für meinen zukünftigen Wetterschutz werden könnte.

    Hallo alle zusammen.

    Wann genau hat man eigentlich mit Häkeln angefangen?
    Stricken wurde ja erst später erfunden und Nadelbinden ist im Mittelalter schon länger aktuell. Häkeln ist irgendwie so ein Zwischending. Mit den verschiedenen Maschen erinnert es an Nadelbinden. Ist es eine Weiterentwicklung davon? Und wenn ja, wann hat diese Entwicklung ungefähr statt gefunden?
    Laut Wikipedia wird aufgrund von Graeberfunden angenommen, dass es häkeln schon seit dem 5. Jahrhundert gibt. Eine Annahme ist noch kein Beleg...

    Beim Verschluss muss ich mir grundsätzlich überlegen wie ich das mache. Mit den Armschlitzen könnte es sich sogar lohnen den Umhang bis knapp zur Tallie mit einem Verschluss zu machen. Vielleicht Knöpfe oder so. Und das Cape dann mit einem durchgehenden richtig schönen Verschluss machen.

    Meine aktuelle Sommer-Cappa geht mir vorne bis knapp zur Hüfte und ist hinten länger. Die Winter-Cappa vorne knapp bis zu den Knien, hinten etwa Wadenlaenge. Das Cape hätte also etwa die Grösse der Sommer-Cappa und auch die gleiche Form. Der Dreiviertelkreis als Form hat sich bewährt.

    Wie der Titel schon sagt: meine Magierin braucht einen Wetterschutz.

    Ich überlege schon länger wie ich das machen soll, aber langsam gehen mir die Ideen aus. Die Cappa ist super, hat aber einen Nachtei weil: mein Magierstab gleichzeitig mein Wanderstab ist und mein Arm sollte trocken bleiben beim gehen.

    Das Kleidungsstück sollte folgendes erfüllen:
    - Zugriff zu meiner Pilger Tasche
    - einfaches erreicheichen, und allfäliges öffnen, von Gegenständen am Gürtel
    - trocken und warm halten
    - nicht zu umständlich zum an- und ausziehen
    - die Tasche sollte darunter tragbar sein

    Ich habe da schon diverse Varianten durch gedacht, aber irgendwie komme ich einfach nicht weiter. Ich liebe die Cappa, aber meine Magierin sollte etwas eigenes haben das zu ihr passt. Hat jemand von euch eine Idee?

    Aktuell sieht es so aus:
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    (Quelle: eigenes Bild)
    Die Befestigung an den Stangen ist nicht so gegangen wie geplant. Da muss ich mir nochmals etwas überlegen.

    Die Stangen mit den Eulen drauf im Vordergrund gehören zum Druiden der mein Nachbar gewesen ist. Der hat auf jeder Stange einen Vogel platziert.

    Ach ja, der Anfang.: "Wie wurde damals eigentlich der Stoff hergestellt?" - Ich habe mich mit der Handspindel beschäftigt und fest gestellt dass das irgendwie süchtig macht "Was haben Kinder eigentlich getragen und mit was haben sie gespielt?" - im Laufe der Jahre die ganze Familie eingekleidet und versucht heraus zu finden wie das mit den Spielzeugen denn gewesen ist. Tochter ist mittlerweile 18 und tendiert mehr in Richtung Fantasy, Junior ist 15 und will beim Mittelalter bleiben - und ich kümmere mich einmal mehr um die Gewänder.

    Ein kleiner Tipp: Fang einfach an. Alles andere kommt von selbst.
    Bei mir ist aus einer einfachen Stadtfrau eine Bürgerin mit eigenem Handwerkerstand aus dem Jahr 1300 geworden. Da bin ich an einem Markt unterwegs und erklaere den Leute die Herstellung von Wollgarn mit der Handspindel. Die Handspindel macht irgendwie süchtig...

    Weil die Bürgerin gut ist und ich irgendwann trotzdem etwas mehr Herausforderung wollte hat es zusätzlich etwas komplett anderes gegeben: ein Magierin fürs LARP. Jetzt mache ich einfach beides nebeneinander. Da gibt es mehr Gemeinsamkeiten als man denkt.

    Willkommen

    Wir alle haben mal so oder so ähnlich angefangen. Ich habe auch den städtischen Mittelstand, den es genau genommen noch gar nicht gegeben hat. Allerdings um das Jahr 1300 und damit gut ein Jahrhundert vor Kaiser Maximilian.

    Kopfbedeckungen gibt es viele, aber ich möchte hier einmal eine etwas speziellere genauer anschauen: den Hennin.

    In vielen Bilderbüchern wird er als Kopfbedeckung von Prinzssinen gezeigt wo an der Spitze ein Schleier befestigt ist. Nur gibt es verschiedene Varianten von Hennin.
    Ich habe vor Jahren einmal einen für eine Freundin gemacht. Sie hat damals eine Freifrau, also niederer Adel, im 15. Jahrhundert dargestellt.

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    (Quelle eigenes Bild)

    Die Idee, ein Zuordnungs-Spiel zu machen mit modernen Gegenständen und ihren mittelalterlichen Pendants finde ich eigentlich recht nett - eine moderne und eine mittelalterliche Schere zB,, ein Kienspan vs. Taschenlampe, ein Feuerschläger gegen ein modernes Feuerzeug...

    Oh das ist genial!!!

    Mit Bildern oder Gegenständen? Was würdest du besser finden.

    Oder ich hab das Mittelalter auf den Tisch und die Kinder/Erwachsenen können die Karten mit den modernen Sachen dann den Gegenständen zuordnen?

    Ich würde einen Mix aus Bildern von heutigen Gegenständen und dem was es im Mittelalter gegeben hat als Gegenstand machen. So können die Leute die Sachen auch richtig anschauen und nicht nur auf einem Bild.