Ich bin gerade bei der Lektüre von Wolfgang Hein: Die Mathematik im Mittelalter, Darmstadt 2010 auf ein bemerkenswertes Spiel gestoßen, das im 11. Jahrhundert im Umfeld der Würzburger Domschule erfunden wurde. Arithmetik war damals die Basis der Quadriviumsfächer, und mit dem Zahlenkampfspiel sollte die Zahlentheorie des Boethius auf spielerische Weise vertieft werden. Das Spiel verbreitete sich rasch an den Domschulen in ganz Europa und blieb bis ins 16. Jahrhundert populär.
Die Spielregeln sind leicht zugänglich, z. B. bei Wikipedia.
Für alle, die noch ein historisch fundiertes Brettspiel suchen, das einen faszinierenden Einblick in die mathematischen Konzepte jener Zeit gibt, ist das Zahlenkampfspiel Rithmomachia bestimmt eine lohnende Wahl.