Kleine und mobile Feuerstelle

  • Hallihallöchen,

    schon wieder eine Frage von mir, sorry 🙈 Folgende Situation:

    Seitdem meine Mutter nicht mehr mit auf den Rabensteiner Mittelaltermarkt geht, gibt es bei uns das Essen von der Burg. Was vor 8 Jahren noch richtig gut war (so nen Flammkuchen z.b.) ist uns mittlerweile nach dem 2ten tag schon nicht mehr schmackhaft. Deshalb möchte ich nun die Chance ergreifen und endlich mal wieder über dem Feuer gekochtes essen.

    Problem ist: wir haben kein Platz. Unsere ganze zugeschriebene Fläche geht für die Gauklerschule drauf. Auch die große Feuerstelle, die liegt dann nämlich direkt in der Mitte der Spielfläche. Da ist die Gefahren zu groß, dass ein Jonglierball oder noch schlimmer ein kleines Kind im Feuer landet.

    Deshalb bräuchte ich eine (möglichst historische, 13. Jdh) kleine Feuerstelle, die man "schnell" nach jedem Kochen auf- und wieder abbauen könnte. Wir haben schon einen Kessel mit Dreiecksgestell, aus den Anfangszeiten meiner Eltern.

    Habt ihr Ideen wie man das umsetzen könnte? Ein Loch im Boden beim Zelt, welches man dann mit Brettern /einer Platte wieder abdeckt, dass keiner reinstolpert? Mein Opa ist handwerklich sehr begabt, mir stehen also ansich viele Optionen offen.

  • Wir hatten unlängst anlässlich einer Veranstaltung von und mit Claudia Zimmermann u.a. das Thema der eingeschlichenen Reenactorisms. Darunter auch das der Kochstellen auf Märkten.

    Einer der Teilnehmer wollte hier einen Thread zum Thema Kochstellen eröffnen. Greife ich dem mal vor. Kann natürlich gern erweitert werden. :winking_face:

    So ich das in Erinnerung habe, wurde idR auf Reisen nicht individuell gekocht. Somit sind Überlegungen hin zu historisch korrekt mglw zweitrangig. Was natürlich dein Problem nicht löst.

    Vielfach in modernen Lagern zu sehen sind Konstruktionen mit tlw aufwändigen Gestängen, Haken, Ketten uvm. über oft ebenso kunstvoll konstruierten Untergestellen oder Feuerschalen. Meiner Ansicht nach viel zu viel des Guten.

    Seit ich mich mehr mit historischem Kochen beschäftige bin ich weg von der Materialschlacht.

    Nach Versuchen mit viel zu schweren Balkenkonstruktion mit gestampftem Lehm als Platte bin ich bei einem trag- und zerlegbaren hölzerne Grundträger aus sechs zusammen gesteckten Kanthölzern mit vier eingelegten Brettern in die vier 3 cm starke Schamotteplatten in den Maßen 250x250mm hinein passen angelangt. Leicht und Platz sparend. Darüber kommt eine Schicht Sand, darauf das Kochfeuer. Gekocht wird mit einer Ausnahme in Keramiktöpfen und - grapen. Was dann wieder den Bogen zum historischen Kochen schlägt.

    Ob die Kochstelle historisch korrekt ist? Nein. Praktisch, leicht, Platz sparend, transportabel in jedem Fall und lässt sich jederzeit auch kleiner herstellen. Die Platten gibt es in jeder Größe bzw lassen sich entsprechend zusägen.

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