Posts by Gudmunt Helmrad

    Ich arbeite gerade an folgenden Projekten:


    - 2 Kisten angelehnt an Funde aus Oberflacht

    - 1 römischer Armreif, selbst hergestellt auf der Tilleda (schleift man ewig dran)

    - 1 Stecktisch

    - 1 Steckhocker mit 2 Ausführungen an Beinen

    - 1 Kochstelle (aus 4 Brettern und einer Rundstange)

    - 1 Hängeregal für die Kochstelle

    - 1 Hängeregal fürs Zelt

    - Steckbett überarbeiten

    - Grabfunde Klepsau rekonstruieren.

    Interessant zumal die Enden der beiden Bögen ähnlich sind. Nach einiger Recherche würde ich da der Fachwelt anschließen dass es sich bei den aufgesetzten Enden wohl um einen Schutz des Holzes vor der Sehne handelt und nicht wie manchmal angenommen um einen Aufsatz der den Bogen als Gehstock in der Bergregion ersetzt.


    "Der Grund liegt wohl im weichen Splintholz der Eibe und im schlechten Klebeverhalten von Hautleim. Sogenannte Overlays halten da nämlich schlecht mit, so das es besser ist, die Enden mit Horn/Knochen/Geweih zu schützen.. Sonst "sägt " die Sehne das Splintholz durch und der Bogen bricht.


    Üblicherweise sind die Tips an Bögen finger dick und da ist dann kein Platz mehr für Kerben, also macht man was dran, die Sehne zu halten. Unten kommt ein Bogenbauerknoten, oben eben was, was Kerben aushält. Ne Verdickung des Holzes -Haithabu, Alamanne/Flitzebagen, Overlays Burgunderbogen, Hohenaschau, oder eben ganz Nydam, Mary-Rose, ELB.


    Das ganze dient eben dazu, das Ende vor Beschädigung zu schützen. Pfeile zieht man üblicherweise aus der Erde, die gucken immer mit den Federn raus"


    Bildquelle: Austrianbowhunting.at

    Rekonstruktion eines Nydambogens aus Eibe. Rekonstruktion und Foto: David Jaumann, Institut für Archäologien, Universität Innsbruck.

    nun gäbe es einen zweiten Bogen der sich für eine Merowingerzeitliche Darstellung eines Franken eignen würde.

    Welcher Bogen soll dies sein?

    Der Bogen von Altdorf. So wie in der archäologischen Ausarbeitungen abgebildet und beschrieben.


    Das Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf UR, Pfarrkirche St. Martin. Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte 78, 1995, 83–130.
    Das Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf UR, Pfarrkirche St. Martin. Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte 78, 1995,…
    www.academia.edu

    Im speziellen würde mich interessieren, was ich anwenden kann für meine Tuniken bei denen die seitlichen Keile raus getrennt sollen und zum kürzen der Ärmel?

    Guck mal unter Saumnaht hier in meinem Blog, das ist praktisch denn dann kannst Du seitlich Schlitze lassen für die Bewegungsfreiheit, da steht auch etwas zum Werkzeug beim nähen :

    Handnaht-ist-nicht-gleich-Handnaht

    (Quelle : mein Blog auf meiner HP ZeitenSprung)

    Aber ich dachte die Tuniken müssen gerade geschnitten sein und höchstens kleinere Keile unter den Achseln wären zulässig?


    Danke für den Tipp zum Blog das hilft mir schon weiter.

    Eine sehr schöne Zusammenfassung von Handnaht-Techniken nach archäologischem Fundmaterial - schon etwas älter, aber sehr umfassend und gut bebildert:


    http://www.familia-ministerialis.de/naehte.html

    Hallo Katharina,


    vielen Dank für deine umfassende Zusammenstellung der verschiedenen Nähte. Diese Datieren aber wenn ich es richtig gelesen habe auf das 13. - 14. Jahrhundert.


    Im speziellen würde mich interessieren, was ich anwenden kann für meine Tuniken bei denen die seitlichen Keile raus getrennt sollen und zum kürzen der Ärmel?


    Meine Darstellung geht ja schon im 6. Jahrhundert los und ich bin mir nicht sicher ob es hierzu überhaupt Funde gibt. Weiß man wie die Bernutsfeld Tunika vernäht wurde?


    LG

    Gudmunt

    Dem kann ich mich nur anschließen wie ich heute festgestellt habe. Mega Support und schneller Service.


    Danke Sylvia

    Gibt es ein passendes Bild zu einem typischen germanischen Langbogen?


    Danke für deine Ausführungen aber auch an alle anderen die sich soviel Zeit genommen haben.

    Dann nehme ich das zurück, Danke für die Erklärung. Ich meine und der Begriff ist falsch, einen normalen, schlichten Bogen ca. vom Boden bis zu den Augen des schützen.

    Also auch keine Langbögen für Franken und Alemannen. Obwohl auf vielen Darstellungen welche aber aus dem Mittelalter stammen auch andere Bogenformen zu sehen sind?

    Welche Darstellungen von Alemannen und Franken sind das? Quelle?

    Hallo Ulf ich habe zwei links dazu. Beim ersten werden die Bögen gezeigt die jeder aus Oberflacht kennt wobei der rechte mich eher an einen "normalen" Bogen erinnert, sorry Aussage eines Leien. Hier ist das Mittelstück nicht so stark ausgeprägt. Nachgebaut wurde meiner Meinung nach immer der mittlere.


    Pfeil und Bogen im Mittelalter


    Der zweite Link zu dem Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf. Auf der Grafik des Bogenschützen und dem was gefunden und grafisch rekonstruiert wurde, sehe ich ebenfalls kein markantes Mittelstück, was für den/die Bögen von Oberflacht typisch ist und von dem Bogenbauer den Sylvia empfohlen hat bemängelt wird. Im geht es um die Langlebig- und Nutzbarkeit.

    Das Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf UR, Pfarrkirche St. Martin. Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte 78, 1995, 83–130.
    Das Grab eines wohlhabenden Alamannen in Altdorf UR, Pfarrkirche St. Martin. Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte 78, 1995,…
    www.academia.edu

    Also auch keine Langbögen für Franken und Alemannen. Obwohl auf vielen Darstellungen welche aber aus dem Mittelalter stammen auch andere Bogenformen zu sehen sind?


    Schätze das hier dann zeitgenössische Interpretationen abgebildet sind und gängige Bogenformen einfach übernommen wurden. Was sich mir aber nicht ganz erschließt, ist wie man komplette Bücher zu Pfeile und Bögen für die Zeit schreiben kann (Holger Riesch, Pfeil und Bogen in der Merowingerzeit),wenn es nur einen echten Typ gibt. Hinzu kommt dass drei Bögen in Oberflacht gefunden wurden, die für mich ziemlich unterschiedlich aussehen.


    Der nächste Punkt ist das ältere und einfachere nachgewiesene Bögen nicht mehr authentisch sind?


    Sorry für die Fragen aber ich bin Anfänger und muss einfach damit rumkommen.

    Hallo Silvia,

    Danke für deine Unterstützung. Prinzipiell ist mir kein Weg zu weit da ich beruflich in die ganze Republik komme und dadurch fast alles kombinieren kann. Zumindest wenn ich es früh genug weiß kann ich meine Kundentermine entsprechend planen.


    Ich habe ihn jetzt mal per Email angeschrieben und warte ab was dabei rauskommt.

    Off Topic: schreibt bitte dazu woher die Bilder sind. In diesem Fall ziemlich ersichtlich, doch "Quelle: Facebook" ist nicht zu viel verlangt?


    Danke :)

    Ok, ich hatte die zwar auf Anfrage bekommen und nicht einfach runter geladen aus fremden Foren aber sie wurden mir auf Facebook zur Verfügung gestellt. Quelle ist somit Facebook. Hätte es nachträglich im Beitrag editiert kann ihn aber nicht mehr bearbeiten.