Beiträge von Christa

    Jup genau so. :smiling_face:

    Bleichen auf Gras wird richtig weiß.

    Aus dem Grund verwende ich fast nur noch gebleichtes Leinen für meine Darstellungen.

    Ausser Gras, Sonne und Wasser brauchts nichts dazu.

    Meiner Meinung nach müsste ungebleichtes Leinen fast die Ausnahme sein.

    Darüber könnte man diskutieren. Leinen auf Gras bleichen dauert ziemlich lang, braucht einiges an "Pflege" (es muss ja ständig feucht gehalten werden), außerdem gutes Wetter, viel Platz, grüne Wiesen (also die korrekte Jahreszeit) und genug Wasser direkt in der Nähe. Und wenn man das Ganze dann auch noch mehr oder weniger professionell machen möchte, kommt da einiges an Voraussetzungen, Aufwand und Zeit zusammen, auch wenn die Tätigkeit an sich nicht kompliziert ist.
    Ich denke, dass vor allem altes Leinen einfach durch häufiges Waschen heller war. Aber reinweiß halte ich immernoch für eine Sache der höheren Stände.

    Danke für den Tipp mit den Säckchen. Erscheint mir sinnvoller als viele kleine Keramiktöpfe. Dann werde ich mir mal eine passende Kiste mit vielen Fächern bauen.

    Gerne. Wenn du das Holz mit Leinöl einlässt, darauf achten, dass es VIEL Zeit hat um auszudampfen. Sonst schmecken alle deine Gewürze nach Leinöl. Beim Verschluss der Leinensäckchen verwende ich persönlich übrigens kein Zugband. Kann man zwar machen und ist auch sehr beliebt aber für mich hat es sich besser bewährt, das Band (ich verwende sehr schmale, gewebte Bänder), in der Mitte des Bandes an das Säckchen zu nähen. Auf diese Weise hat man weniger Löcher im Behältnis und das Band kann nicht verloren gehen.

    Für den Transport und die Lagerung direkt beim Kochen Leinensäckchen aus festem, dichtem Leinen. Zum Verschließen nicht einfach nur Zugband sondern eine Schnurr fest mehrmals um den Hals des Beutels gewickelt. Für die langfristigere Lagerung eine Holzkiste mit Abteilungen, in die die Leinensäckchen gelegt werden können, damit sie nicht zusammen stoßen und die Aromen sich zu sehr vermischen. Der Deckel sollte dann natürlich ebenfalls relativ dicht schließen. Gewürze werden niemals vorher gemalen sondern immer vorort gemörsert.

    Ich glaube nicht das die "Lampe ohne Henkel" wirklich ne lampe ist ..... es gibt ähnliche "lampen" aus späteren jarhunderten die eher kleine Rennöfen sind um kleister oä zu erwärmen.

    Wobei sich bei dem Referenzbild aus dem 12. aber schon die Frage stellt, warum ein Soldat, der dabei ist, Jesus fest zu nehmen einen Rennofen für Kleister mit haben sollte?

    Ich habe gestern mal ein bisschen gegraben und konnte nichts dazu finden. Evtl. ein Übersetzungsfehler? (Was auch erklären würde, warum das Rezept offensichtlich aus dem Buch entfernt wurde - ich gehe davon aus, dass es in der ursprünglichen Ausgabe noch vorhanden ist, sonst hätte man sich ja nicht drauf bezogen.)

    mal so ein Gedanke von mir....

    Was wenn es gar keine süsse birne war sondern eine kochbirne?

    Pastorenbirne Ost zwar erst aus dem 17. Jhd sowas aber Ich hab mal mit einem Birnen Kenner gesprochen, der sagte die käme der Sorte aus dem 13..jhd mit am nähesten.

    So diese mehligen kochbirnen könnte ich mir für das Rezept jetzt sehr gut vorstellen oder eine etwas säuerliche Sorte :thinking_face:

    MA Obst war lange nicht so süß wie heutiges. Wenn ich ein Rezept mit Birnen habe, versuche ich üblicherweise Mostbirnen zu bekommen - klein, hart, sauer und astringent. Aber viel Aroma. An alte Sorte kommt man nicht so leicht ran aber Mostbirnen sind in unserer Gegend gut zu bekommen, wenn es die Saison ist.

    Ab wann gibt es eigentlich Scheren ? Gibt es Scheren aus Bronze ?

    Es gibt auf jeden Fall eine bei den York-Funden - das ist die frühest belegbare, die ICH kenne. Ich bin mir aber sicher, dass da zumindest auch die Römer schon mitzureden hatten ...

    Also wenn dich die Entwicklung einzelner Wörter interessiert, würde ich zu einem guten Etymologie-Wörterbuch raten. Bei Eigennamen dagegen entweder ein Namenslexikon (für Menschen) oder die jeweiligen Archive (für Städte, Landschaftsmarken, etc.)

    Mach dir mit einem Hilfsfaden und sehr groben Stichen (ähnlich wie beim Heften) erst einmal ein paar Orientierungslinien - wo sind die Ränder für dein Muster? Wo ist die Mitte? Etc - was immer eben in diesem Muster wichtig ist. Du kannst dir damit auch ein Raster machen - das macht es einfacher, Fehler früh zu sehen und auch um die Arbeit einzuteilen.

    Danach ... ich persönlich beginne am Liebsten am unteren Rand und arbeite mich dann nach oben. Ich würde dir auch nicht raten, bei einem ersten Stück in der Mitte zu beginnen - das macht es schwieriger, der Vorlage zu folgen.

    Wenn es einen dezidierten Rand- oder Konturstich gibt, würde ich damit beginnen.

    Und noch ein Hinweis: dein Leinen scheint eher locker eingespannt zu sein - hier musst du, gerade am Anfang, darauf achten, dass du nicht zu fest stickst, damit es sich nicht verzieht.

    Ich rate dir auch unbedingt zu einem guten Verein in deiner Zeitstellung.

    Ohh Christa, da mag die IG Wolf eine großartige Ausnahme sein. Die Vereine die mir so begegnet sind, sind oft solche Fähnchenritters die sich gerne einheitlich kleiden, gegenseitig Reenactorism erklären und pflegen und zum Zusammenhalt kleine Erkennungsfähnchen am Gürtel tragen.

    Naja, daher GUTER Verein :grinning_squinting_face:
    Wobei ich sagen muss: gerade bei den historisch korrekten ist man meistens heilfroh, wenn jemand dazu kommt, der ernsthaft was machen will. Gibt ja nicht SO viele davon. Da helfen eigentlich alle, die ich kenne ...
    Vor Allem, weil der/diejenige bereit ist, erstmal mit einer einfachen Darstellung zu beginnen oder sich sogar direkt dafür zu entscheiden. Es gibt viel zu wenig wirklich gute, einfache Darstellungen. Das war ja auch einer der Gründe für mich, direkt in der Küche zu bleiben :grinning_squinting_face:

    Ich rate dir auch unbedingt zu einem guten Verein in deiner Zeitstellung.

    Dort sagt man dir auch, was du unbedingt brauchst und wo du es bekommst und du hast Zugang zu gutem Recherchematerial

    Die Erfahrung zeigt außerdem: grade alte Hasen haben oft Zeug doppelt oder zu viel oder Dinge, die man abgelegt hat (sei es, weil man nicht mehr rein passt oder weil man darstellerisch was anderes machen will). Diese Sachen kriegst du dann ganz sicher entweder für wenig Geld oder sogar ganz umsonst und kannst sie dann für dich ändern.

    In Vereinen wird auch oft für alle gefärbt oder auch Material eingekauft - dann wird es oft günstiger. Altgediente Vereine haben sehr oft auch gute Kontakte zu Handwerkern und bekommen das eine oder andere auch mal zu einem Freundschaftspreis.

    Wer schon einmal den Krönungsmantel bzw. dessen Stickereien gesehen hat, würde den Baum in der Kreuzabnahmeszene übrigens sofort als Palme wieder erkennen. Also was durch und durch Germanisches :grinning_squinting_face:

    Es gibt keinerlei HInweise auf die Verwendung von Natron in der MA Küche.

    Solltest du ein Brotrezept mit Natron aus der Antike haben, wäre das für die MA Küche zwar nicht relevant, aber natürlich für die historische Kulinarik insgesamt interessant.