Detailfragen zur römischen Arcuballista

  • Von der römischen Arcuballista gibt es auf einem Relief eine ziemlich deutliche Darstellung:

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    Zu zwei konstruktiven Details hätte ich Fragen.

    1. Der Auslösemechanismus sieht wie eine Nuss aus, und wird auch in der Regel so gedeutet und rekonstruiert. Sind Eurer Meinungen nach noch andere Interpretationen denkbar?
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    2. Am vorderen Ende befindet sich eine breite, rechteckige Öffnung bzw. Aussparung. Welchem Zweck könnte sie dienen? Für die Spitze der Pfeile oder Bolzen fände ich unlogisch, denn die könnte man vorne auch einfach übersehen lassen.
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    Ideen, oder Parallelen aus anderen Regionen oder Epochen?

    (Bildquelle: https://webmuseo.com/ws/musee-croza%E2%80%A6ion/record/3147)

  • Zu 1 Kenne eigentlich auch nur die mit der Nuss. Eine Alternative wäre der Auslösmechanismus einer Scorbio, Baliste oder Gastraphetes.

    Evtl. wäre noch die Möglichkeit des Auslösemechanismus der chinesischen Armbrust. Da dreht die Nuss nicht durch sondern wird nur um 90 Grad gedreht.

    Da wird die Nuss aber nicht mit einer Abzugsstange ausgelöst sondern mit einem kleinen Hebel ähnlich einer Pistole.

    Zu 2 Kommt auch ab und an bei einer Armbrust ab dem 13. Jhd. Dient zur Verlängerung der Rinne wo der Bolzen aufliegt, damit dieser durch das Gewicht der Spitze nicht nach vorne wegkippt sondern auf der Armbrust stabil bis zum Auslösen aufliegt. Somit eigentlich nicht unlogisch sondern praktisch.

    Schont die Finger. :winking_face:

    Gegen Ende des Spätmittelalter wird dann der Bolzen an der Nuss mit einem Niederhalter gehalten.

    Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

  • Ulf - theoretisch wäre natürlich auch eine Art Schlitten wie beim Scorpio denkbar. Frage wäre dann nur, ob das bei der geringen Größe der Arcuballista Sinn macht. Und der würde dann vermutlich auch anders aussehen als das Relief.

    Es gibt da aber auch nichts, was wie eine Nuss aussieht, aber wenn völlig anderer Mechanismus ist, oder?

    Vorne die Aussparung als Auflage für die Pfeilspitzen... Für den runden Griff hinten wird vermutet, dass er eine Einhand-Bedienung beim Reiten möglich machen soll. Könnte es dann sein, dass vorne in der Aussparung die Pfeilspitze leicht seitlich fixiert war, so dass der Pfeil beim Reiten nicht raus fallen konnte?

    Gab/gibt es sowas grundsätzlich?

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