Puppen quer durch die Epochen

  • Puppen finden sich im archäologischen Fundgut quer durch die Epochen.

    Bei den Römer gibt es Funde von Puppen in Gräbern, mal aus Bein aber auch aus Ton, bei den Kopten gibt es Puppenkleidchen und auch in den Gräbern der Moscevaja Balka gibt es Puppenkleidung, sogar mit Unterhose. In Norddeutschland gibt es Überreste von Holzpuppen. Es gibt Funde von Puppengeschirr aus Ton. In Danzig ist sogar etwas erhalten das wie eine gefilzte Spielkatze aussieht. Das es Puppen aus Stoff gegeben hat liegt also nahe. Wer schon einmal eine Puppe oder Stofftier genäht hat die zum Lieblingsspielzeug eines Kindes wurde, weiß wie abgeliebt solche Stücke irgendwann sind und das es schwer ist das solche Stücke überliefert sind. (da ist irgendwann nicht mehr viel dran)


    Hier eine Reko einer römischen Puppe

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    (Quelle und Herstellung : Bikkel en Been, Monica und Tom Tielens, zur Zeit offline)

    eine römische Puppe aus Ton (Reko)

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    (Quelle eigenes Bild)


    Literatur : die Gräber der Moscevaja Balka, frühmittelalterliche Funde an der Nordkaukasischen Seidenstraße, Anna A. Ierusalimskaja


    und das wunderschöne Buch über Spielsachen im Norden :

    Lübecker Kolloquium zur Stadtarchäologie im Hanseraum 7, Kindheit und Jugend, Ausbildung und Freizeit von Manfred Gläser


    eine Puppe die ich einmal vor langer Zeit für die Tochter eines Freundes genäht habe, es soll eine kleine Friesin sein :

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    (Quelle : eigenes Bild)

    Zauberin magst Du Deine auch zeigen bitte ?

    Silvia - ohne Ypsilon :winking_face:

  • Schön, dass es dieses Thema gibt.

    Die Puppe, die ich naehe ist nach einem modernen Schnittmuster und hat irre viele Teile. Sogar Ohren die am richtigen Ort sitzen und nicht abstehen sollen. Am schwierigsten ist es allerdings die Haare so fest zu nähen, dass sie nicht gleich bei der kleinsten Belastung wieder ausfallen. Ich mache der Puppe darum meistens Zöpfe.

    Die Kleidung besteht aus einem Unterkleid aus Leinen und einer einfachen Cotte aus passendem Wollstoff, als schlichter Gürtel dient ein Lederband. Dazu ein dreieckiges Kopftuch aus Leinen. Das Unterkleid lässt sich wegen dem grossen Kopf nicht ausziehen, aber es ist beweglich. Die Cotte hat am Ausschnitt einen kleinen Schlitz der mit einer Minifibel geschlossen ist und kann dem entsprechend auch ausgezogen werden.
    Die Stoffe sind Reste von unseren eigenen Gewändern.

    Das Resultat sieht dann so aus:
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    Eigenes Bild

    Ich habe vor Jahren, noch im alten Forum, mal eine beim wichteln verschenkt. Das Maedchen ist total happy gewesen und die Puppe durfte im Sommer dann mit zum lagern.

    Seltsame Wortwahl und ungewöhnliche Schreibfehler: Danke Autokorrektur-KI, aber du bist dumm!

    Der Schweizer Mittelalterkalender: http://www.mirimor.ch (Quelle=Link) und der Schweizer Larpkalender: http://www.larpkaldender.ch (Quelle=Link)

  • Puppenfunde zur Zeit der Römer sind als Spielzeug mit Vorsicht zu betrachten.

    Die Römer verwendeten diese zum Teil als Devotionalien.

    Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

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