Plausibilität - reine Formsache ?

  • Hallo zusammen,

    Ich entdecke bei meinen Recherchen immer wieder Gegenstände - meist Waffen- die man so nirgendwo auf Abbildungen findet.

    Oftmals sind Dinge dabei, die ich nirgends zuvor gesehen habe.

    Offenbar haben hier Handwerker oder Kunde oder ggfs. beide ihre künstlerische Freiheit einfließen lassen.

    Bisher habe ich mich bei Ausrüstungsgegenständen immer an Funde oder Abbildungen gehalten.

    Aber was wäre, wenn man sich Gegenstände nach eigenem Geschmack anfertigt oder anfertigen lässt ?

    Solange man die grundsätzliche Formsprache seiner Darstellungszeit und die beabsichtigte Funktion nicht ausser Acht lässt, dürfte das doch vielfach genau das gewesen sein, was die Menschen damals auch getan haben.


    Wie seht ihr das ? Habt ihr vllt sogar Ausrüstung in der Darstellung die eurer eigenen Feder entsprungen ist ?

  • Ich verfahre danach, dass ich erst dann zu alternativen greife, wenn es keine Lösung mit Quelle finde.

    Reenactmentwebseite (multiperiod): https://www.jordheim.info/
    Outdoor & Waldhandwerk (pausiert): https://huginfell.de/
    𝒩𝓊𝓇 𝓋ℯ𝓇𝒶𝓃𝓉𝓌ℴ𝓇𝓉𝓁𝒾𝒸𝒽, 𝒻𝓊̈𝓇 𝒹𝒶𝓈 𝓌𝒶𝓈 𝒾𝒸𝒽 𝓈𝒶ℊℯ, 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 𝓌𝒶𝓈 𝒟𝓊 𝓋ℯ𝓇𝓈𝓉ℯ𝒽𝓈𝓉!

  • Ich beschäftige mich zwar noch nicht lange mit dem Thema, aber ich persönlich finde es langweilig, nur etwas nachzubauen. Aber ich lasse mich gerne von Originalen inspirieren. Im Augenblick arbeite ich an Entwürfen für ein paar Schnitzereien für Gebrauchsgegenstände aus der Wikingerzeit und hangel mich durch die verschiedenen Stile. Da bin ich mir auch noch nicht sicher, ob ich erstmal nur etwas imitieren soll, um ein Gefühl für diese Art von Schnitzerei zu bekommen, oder ob ich gleich einen Neuentwurf versuche, im Sinne wie es auch ausgesehen haben könnte. Mich beschäftigt da auch immer die Frage, wie all die Dinge ausgesehen haben könnten, die man nicht gefunden hat. Ich habe aber auch noch nie den Anspruch gehabt, authentisch sein zu müssen. Ich finde es immer viel spannender, etwas weiter zu entwickeln oder neu zu interpretieren. Letztendlich haben sich ja auch nur so, die verschiedenen aufeinanderfolgenden Stile entwickeln können. Durch neue Einflüsse von außen und die Kreativität des Schaffenden.

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