Posts by KnechtBuntspecht

    Ich muss zugeben, da bekomme ich etwas Schmetterlinge im Bauch!

    Wirklich traumhaft schönes Stück und in der Art und Weise wie es gearbeitet wurde, für mich wieder mal ein Zeichen dafür, dass es sich hierbei nicht bloß um Waffen des einfachen Volkes gehandelt hat.

    Die mir bekannten Langen Messer die bei mir in der Ecke (Westfalen / Grenze Niederlande) gefunden wurden, hatten tatsächlich alle gerade Klingen.

    Kleine geschmiedete Wehr von Hermann von Ziegenbock + Holzkernscheide von Mirko Mecke.

    In Form und Ausmaß handelt es sich bei diesem Messer eigentlich um ein Dolchmesser, welches ausschließlich als Waffe/Jagdwaffe gedient hätte.

    Klingenbreite: knapp 22 mm

    Klingenrücken: fast 7mm.

    Klingenlänge: 26,5 cm

    Grifflänge bis zum Klingenblatt : 13 cm

    Bis zum Nagel: 11,5 cm

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    Bilder sind von mir

    Ich glaube , dass viele Menschen möglichst nicht im "Heute" leben wollen.

    Einigen wollen in der (eigenen) Vergangenheit leben.

    Die meisten aber, leben im "Irgendwann".

    Und solange vertrösten sie sich die Zeit damit, sich der Illusion hinzugeben, ihr Leben könne ohne irgendein dazutun, so aussehen, wie das inszenierte ihrer Influencer.


    Ob das Hobby Realitätsflucht ist.

    Ich denke nicht.

    Es ist aber die Flucht in ein anderes Ambiente.

    Es ist eher die Flucht vor den eigenen Verpflichtungen.

    Schöne Waffe

    Ist die Klinge so massiv, wie sie aussieht?

    Wirkt insgesamt sehr wuchtig.

    Die Klinge wirkt auf dem Foto ziemlich lang, ist sie jedoch nicht. Die Abmessungen und das Gewicht hab ich ja im obrigen Beitrag genannt. Die Spatha wiegt 900g, was sehr leicht ist, wie ich finde.

    Ich hab noch das ein oder andere Stück aus dem 7. Jhd., 9. Jhd. und 10. Jhd. mit ähnlichen Abmessungen im Bestand und die sind deutlich schwerer.

    "Massiv" meinte ich tatsächlich eher bezüglich der Klingenstärke.

    Zumindest auf dem Foto wirkt der Winkel den die Schneiden haben, sehr groß, was auf eine vergleichsweise dicke Klinge schließen lässt.

    Kann aber auch einfach nur die Perspektive sein.

    Ein jedes Werkzeug und auch Waffen haben eine Entwicklung. Sicherlich gibt es sehr vieles davon das nirgends im Fundgut auftaucht oder umgedreht es taucht vielleicht auf und wird fehlgedeutet. Aber etwas eigenes entwerfen ? Ich finde das nicht gut. Nun weiß ich nicht was Du machst und ob Du damit vor Publikum gehst dann gehen die Leute mit falschen Bildern nach Hause. Es werden schon so viele Sachen schlecht gemacht weil die Dinge von anderen Vorbildern die es auch schon nicht gut gemacht haben kopiert werden und meist läuft das dann unter "die waren ja auch nicht blöd damals".

    Geht es in diesem Hobby nicht darum der Vergangenheit nachzuspüren ? Das klappt nur wenn man nahe an dem bleibt das es gegeben hat.

    Genau davon rede ich ja.

    Es geht mir hier nicht um Fantasy.

    Es geht mir um die Anwendung zeitgenössischer Stilmittel, aber nach eigener Vorstellung, welche aber in der Konsequenz zeitgenössischer Logik entspricht.

    Am Ende muss es plausibel sein.

    Im Augenblick ist das ja meinerseits auch nur ein Gedankenspiel.

    Bisher habe ich mich immer an Quellen/Funde gehalten.

    Zur Einordnung : ich gehe damit nicht vor Publikum. Ich lagere nichtmal, sondern bin stets als Tagesgast vor Ort

    Hallo zusammen,

    Ich entdecke bei meinen Recherchen immer wieder Gegenstände - meist Waffen- die man so nirgendwo auf Abbildungen findet.

    Oftmals sind Dinge dabei, die ich nirgends zuvor gesehen habe.

    Offenbar haben hier Handwerker oder Kunde oder ggfs. beide ihre künstlerische Freiheit einfließen lassen.

    Bisher habe ich mich bei Ausrüstungsgegenständen immer an Funde oder Abbildungen gehalten.

    Aber was wäre, wenn man sich Gegenstände nach eigenem Geschmack anfertigt oder anfertigen lässt ?

    Solange man die grundsätzliche Formsprache seiner Darstellungszeit und die beabsichtigte Funktion nicht ausser Acht lässt, dürfte das doch vielfach genau das gewesen sein, was die Menschen damals auch getan haben.


    Wie seht ihr das ? Habt ihr vllt sogar Ausrüstung in der Darstellung die eurer eigenen Feder entsprungen ist ?

    Pssst - ein Facebook-Vögelchen hat mir geflüstert dass unser lieber Thomas W. am morgigen Donnerstag, den 13.11., beim lieben Eike zur Eröffnung der Wachstuben-Wintersaison wieder mal aus dem Waffenkammer-Nähkästchen plaudern wird...

    Also ich schau mal rein bei Youtube, und Ihr? :winking_face:

    Da hab ich mich vermutlich missverständlich ausgedrückt. 👋😅 Ich bin morgen nicht zu Gast, aber laut internen Quellen soll es morgen wieder losgehen.

    Ich hab mich als Gast für ein/zwei Sendungen der kommen Staffel angeboten und sammle Themenvorschläge.

    Zivile Bewaffnung im städtischen Alltag

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    Hier mal eine sehr gute Karte über das Verbreitungsgebiet von Bauernwehren /Langen Messern.

    Da ich im Augenblick keinen passenden Thread dazu habe und die Karte alleine keinen Thread wert ist, poste ich das der Vollständigkeit/Zugänglichkeit wegen hier.

    Quelle: Petr Žákovský
    Tesáky a problematika jednosečných zbraní
    středověku a raného novověku S. 34