In Deinem Blog schreibst Du über eine Falttechnik beim Weben. Das höre ich zum ersten Mal und kann mir das gerade rein praktisch schwer vorstellen.
Kannst Du das eventuell kurz erläutern, wie das abläuft, und wie man dabei die Kette aufzieht?
Hendrik1975 Stelle es dir so vor: Man kann 2 komplett unabhängige Stoffflächen auf einmal weben. Bestimmte Schüsse kreuzen sich nur mit bestimmten Kettfäden. Von je 4 Kettfäden reagieren zwei mit den oberen Schüssen. Und die anderen 2 Kettfäden tun dasselbe mit einem anderen Schussfaden, der für den unteren Stoff reserviert ist.
Soweit verständlich?
Dann kommt jetzt der Trick: an einer Seitenkante wendet man so, dass der Schussfaden erst die obere Bindung abarbeitet, und dann die untere. An dieser Wendestelle hängen nun die obere und untere Lage zusammen. Und das bedeutet, dass man das fertige Gewebe später einfach aufklappen kann. Es gibt dann keine obere und untere Lage mehr, sondern nur einen gesamten Stoff, der doppelt so breit ist wie die Webbreite des Webstuhls.
Es ist eine Improvisation, keine richtige Webtechnik. Ich glaube im Deutschen gibt es gar keinen Namen dafür, aber google erklärt es Dir gern genauer unter dem Stichwort „double width weaving“ oder „weaving double width on a narrow loom“