Sprachen im Mittelalter

  • Es gibt eine Thematik, die mich auch sehr interessiert:

    Das ist die Sprache im Mittelalter: Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch und auch Sprachen im mittelalterlichen Italien, Spanien und Frankreich.
    Dazu suche ich auch Übersetzer (keine Wörterbücher, die gibbets massig), im Stil von "kuugel-translate". Immerhin, haben die mittlerweile auch seltenere Sprachen. Aber sowas wie altsächsisch, lombardisch oder so (auch altfranzösisch) wäre toll.
    Einige Seiten in "jutube" finde ich durchaus interessant, aber ich weiss nie, ob diese per KI erstellt wurden.

    (Achso, ich will keine Werbung hier machen, deswegen schreibe ich einiges bewusst falsch)

    So nebenbei: das wäre eine andere Rubrik: Mittelalter in Spanien, Italien und Spanien wäre toll.

  • ... ja, wobei all diese genannten Sprachen weit weniger normiert waren, als wir uns das vorstellen. Und da will ich gar nicht auf die Unterscheidung von Mittelhochdeutsch zu Mittelniederdeutsch hinaus, sondern bleiben wir ruhig im "reinen Mittelhochdeutschen": auch da sprach jeder seinen Heimatdialekt. Wenn man Handschriften der klassischen germanistischen Literatur vergleicht, dann ist keine Parzival-, Tristan- oder Willehalm-Überlieferung wie die andere.
    Was der Germanistikstudent als "Mittelhochdeutsch" erlernt, ist ebenso eine künstlich seit dem 19. Jahrhundert normierte Sprache, ebenso wie die Textausgaben die in den Druck kommen. Das ist im Französischen, Italienischen oder Spanischen nicht anders.

    Was die Übersetzungsprogramme betrifft: ich halte die LLMs da für besser als reine Online-Übersetzungsprogramme.
    Hier ein Beispielsatz: "Ein Ritter zu Pferde pflückte eine weiße Blume"

    gemini: "Ein riter ze rosse brach ein wîziu bluome"
    claude.ai: "Ein rîter ze ors brach ein wîze bluome"
    ChatGPT: "Ein rîter ze ros pfluc ein wîz bluome"

    Dabei sind die Wortformen ros, rosse oder ors alle statthaft, aber welche Zeitstellung und Region sie repräsentieren, da bin ich überfragt. Bei "wiz bluome" hat ChatGPT einen Doppelfehler gemacht: Adjektiv und Substantiv müssen in Kasus Numerus und genus übereinstimmen.
    Geemini hat wiz richtig ins femininum gesetzt, aber „ein wîziu bluome“ wäre Nominativ Singular, nicht Akkusativ.
    Der Punkt geht in diesem kleinen Test an Claude.

  • Was die Übersetzungsprogramme betrifft: ich halte die LLMs da für besser als reine Online-Übersetzungsprogramme.
    Hier ein Beispielsatz: "Ein Ritter zu Pferde pflückte eine weiße Blume"

    gemini: "Ein riter ze rosse brach ein wîziu bluome"
    claude.ai: "Ein rîter ze ors brach ein wîze bluome"
    ChatGPT: "Ein rîter ze ros pfluc ein wîz bluome"

    Übersetzt ins heutige Schweizerdeutsch: "Ein Ritter hoch zˋRoss hät er wiissi Blume pflückt." oder "Ein Riiter/Ryter hoch zu Ross hät er wiissi Blueme pflückt." Der Unterschied dabei ist, dass der "Ritter" halt einfach ein Ritter ist, der "Riiter/Ryter" ein normaler Reiter. Ein Buchstabe ändern und man hat eine völlig andere Bedeutung. Dass das dann auch noch je nach Gegend völlig unterschiedlich ausgesprochen wird ist ein Thema für sich.

    Das was ich geschrieben habe ist ungefähr "Züridüütsch", also aus dem Kanton Zürich. Ein Berner schreibt das anders, der Basler wieder anders und der Bündner nochmals anders...

    Klar hat jede Sprache ihre Regeln, aber nicht jede gesprochene Sprache wird auch geschrieben. Irgendwer hat mal versucht eine gemeinsame Grammatik fürs Schweizerdeutsch als Sprache zu machen. Erfolglos wegen den vielen Dialekten. Habt ihr gewusst, dass "Schweizer Hochdeutsch" nicht gleich ist wie "Deutschland Hochdeutsch"?

    Seltsame Wortwahl und ungewöhnliche Schreibfehler: Danke Autokorrektur-KI, aber du bist dumm!

    Der Schweizer Mittelalterkalender: http://www.mirimor.ch (Quelle=Link) und der Schweizer Larpkalender: http://www.larpkaldender.ch (Quelle=Link)

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