Horngeschirr durch die Epochen

  • Moin.....So dann fange ich hier mal an....

    Frühmittelalter

    Löffel aus Horn sind in den friesischen Wurten - Siedlungen aus Elisenhof und Hessens bekannt. Entsprechende Quellen zum nachlesen :

    Petra Westphalen, Die Kleinfunde aus der frühgeschichtlichen Wurt Elisenhof, Offa Buch Band 80, Wachholtz Verlag.

    Annette Siegmüller, Die Ausgrabungen auf der frühmittelalterlichen Wurt Hessens in Wilhelmshaven, Verlag Marie Leidorf

  • Wikingerzeitliche Trinkhörner, belegt u.a. in Birka, Haithabu, etc. Jedoch stets als Prunkhörner mit Randverzierungen aus Silber oder Buntmetall.

    Haben natürlich nichts zu tun mit dem modernen Gürtelgehänge-Unsinn der Gromis.

  • Hallo Hendrick,

    ja es sind mutmaßlich Prunkhörner,

    bis auf wenige Hörner aus z.B.: Birka wo noch Hornmaterial vorhanden ist, finden sich meist die Schmuckvollen Beschläge der Mundränder, mittig angebrachter "Medalions" mir fällt keine anderer Begriff dazu ein für ein nahezu in der Mitte befestigtes Schmuckteil oder auch die Hornenden Verzierungen Hornspitzenaufsätze.

    Ich finde in der Masse der mir auf Papier vorliegenden Publikationen, leider ebenfalls nicht die Ausarbeitung eines verstorbenen Bekannten, der einst bis zu 37 Hörner belegbar von der Antike bis zur Wikngerzeit aufgelistet hatte - so waren auch die aus Birka mit aufgenommen.

    Über alle Epochen in denen Trinhörner aus Horn mutmaßlich zum Einsatz kamen sind das verschwindend geringe Zahlen.

    Dann gibt es noch die Hörner aus Glas aus der Römischen Zeit, habe dies auch hier - aber ebenfalls sind es sehr wenige.

    Das nun die Gromi´s dafür behaupten das wäre damals üblich gewesen mit dem "Gürtelgehänge-Unsin" bekommen wir zu Lebzeiten wohl nicht mehr bei den Märktläufern heraus.

    Praktisch sind diese Hörner für unterwewgs wenn man den daraus trinken mag, aber wir können keinen Beleg für diese huetige allgegenwärtigkeit der Nutzung. für jene vergangenen Zeiten belegen.

    Die Keltischen Hörner aus dem Grab von Hochdorf waren mutmaßlich ebenfalls Prunkhörner - die Nachbildungen der Hörner im Museum-Hochdorf sind auch sehr protzig und vermutlich nicht für alle Tage gedacxht... wenn man mutmaßen möchte wurden diese ggf. bei Empängen mit Trinkbarem gereicht - vielleicht war es auch nur eine Zierde an der Wand.

    Dies kann uns keiner mehr erzählen, wir sind auf die Aussagen der Archäologen angewiesen die die Funde bergen.

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