Mythos: Im Mittelalter gab es keine bunte Kleidung

  • Ich habe mir aus den Resten des Stoffs für zwei Paar Hosen einen Kittel genäht der halb Magenta, halb Moosgrün ist, nur um die "Graubraunen" zu ärgern.

    Ich war dann etwas verblüfft als ich auf Pinterest ein Foto aus einer Kirche in Stralsund gesehen habe, auf welchem an den Säulenkonsolen "bewaffnete Bürger Stralsunds" aus der Zeit um 1370 abgebildet sind und einer, etwas verblichen, genau die gleiche Kombination anhat 🤣

  • Zieht das wirklich wer infrage? Ich kenne das eher als "Färben war den Reichen vorbehalten!"

    Reenactmentwebseite (multiperiod): https://www.jordheim.info/
    Outdoor & Waldhandwerk (pausiert): https://huginfell.de/
    𝒩𝓊𝓇 𝓋ℯ𝓇𝒶𝓃𝓉𝓌ℴ𝓇𝓉𝓁𝒾𝒸𝒽, 𝒻𝓊̈𝓇 𝒹𝒶𝓈 𝓌𝒶𝓈 𝒾𝒸𝒽 𝓈𝒶ℊℯ, 𝓃𝒾𝒸𝒽𝓉 𝓌𝒶𝓈 𝒟𝓊 𝓋ℯ𝓇𝓈𝓉ℯ𝒽𝓈𝓉!

  • Dieses tolle und ergiebige Thema finde ich ehrlich gesagt viel zu kurz abgehandelt, nicht böse sein.

    Ein kurzer Abschnitt über eine Auswahl der Färbepflanzen und ihrer jeweiligen Farben wäre toll. Vielleicht noch grob erwähnt, was davon in welchen Regionen natürlich vorkam, was (teuer) von weit weg importiert werden musste, und welche Farben deswegen günstig und weit verbreitet waren, und welche eher elitär und selten.

    Eine Farbtafel wäre noch toll, wo die Bandbreite der Pflanzenfarben dem Laien gezeigt wird, damit der sich überhaupt mal eine Vorstellung davon machen kann, was überhaupt alles möglich war.

    Vielleicht noch Textquellen mit Vorschriften und Regelungen, wer welche Farbe wann und warum benutzen durfte.

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