Das Vorbereiten der Rohwolle vor dem spinnen

  • Heute morgen sah das Wetter Super aus - vielleicht hätte ich den Wetterbericht gucken sollen, nun denn.

    Ich bin dabei Rohwolle zu waschen. Das mache ich sehr selten und es fehlt mir an Routine. Im Garten liegt Ouessant-Wolle in Seifenwasser zum einweichen und es regnet munter darauf. Gut das ich die Gefäße nicht randvoll Wasser gemacht habe. Nun habe ich die Hoffnung das es morgen trocken ist und ich fertig spülen und dann trocknen kann. Zum trocknen wollte ich die Flocken aufs Wäschereck im Garten legen. Später wollte ich die Flocken - falls sie nicht zu filzig sind mit Handkarden aufbereiten bevor ich das dann zu (moderner) Stickwolle verarbeite.

    Vor dem waschen habe ich die Flocken auf ein Wäschereck das auf Zeitungspapier liegt ausgebreitet und mit Stöckchen sanft geschlagen. Dabei fallen Schmutzpartikelchen raus und es klingt ein wenig wie Regen auf einem Zeltdach. Geduldige Menschen hören dann wie immer weniger da raus fällt. Ungeduldige (hust) prockeln später die Partikelchen beim weiter verarbeiten raus.

    Dann habe ich die Flocken drei mal gewaschen, mit einem wenig antibakterieller Flüssigseife, bis das Wasser nicht mehr karamelbraun war, um es dann noch mal einzuweichen und dann kam der Regen. Dann weicht es halt bis morgen.

    Im Vorjahr hatte ich schon einmal etwas von einem der Schafe bekommen und die Faser war wunderbar weich und das Garn wurde schön. Ist Ouessant immer so schön weich ? In dem Fall ist es ein weißes Weibchen. Ich habe in diesem Jahr auch vom schwarzen Böckchen welche bekommen, aber die scheint mir arg filzig.

    Hat Jemand Erfahrung mit der Rasse ?

    Wie macht Ihr das ? Vor allem beim trocknen, tagelang nasses Urschaf in der Wohnung finde ich wenig verlockend.

    Silvia - ohne Ypsilon :winking_face:

  • Myriam hat vor kurzem von verschiedenen alten Schafsrassen Wolle weiterverarbeitet, auch gewaschen, das liegt halt zum Trocknen draußen. auf dem Balkon auf dem Wäscheständer.

  • Rohwolle gewaschen habe ich bis jetzt noch nicht selber. Ist nicht grad ideal wenn man in einer Mietwohnung mit einem Balkon wohnt der schnell voll gestellt ist und den für alle zugänglichen Trockenraum kann ich nicht mit nassen Wollflocken belagern. :winking_face:

    Von Hand gewaschene Rohwolle habe ich mal geschenkt bekommen und danach von Hand gekämmt und zu Garn verarbeitet. Ist eine ziemlich staubige Angelegenheit gewesen da es immer noch Schmutzreste in den Wollflocken hatte die beim kämmen dann raus gekommen sind. Ein Teil davon hab ich erst beim spinnen, einiges sogar erst beim zwirnen raus bekommen.

    Die Kinder haben an unserem Marktstand ebenfalls ihre Erfahrungen mit den Handkarden gemacht und fest gestellt, dass es mehr Arbeit braucht und zeitintensiver ist als man denkt.

    Grundsätzlich ist es einfach so, dass es bei allen Arbeitsschritten immer mehrere Durchläufe braucht wenn es schön weich werden und beim spinnen keine "Knoten" haben soll. Dazu kommt, dass jeder "Waschgang" mehr Lanolin, also Wollfett, heraus wäscht und die Wolle so rauher wird.

    Damit die Wollflocken nicht verfilzen nur von Hand auspressen und danach wenn nötig wieder etwas auseinander ziehen damit es besser trocknet. Vermutlich weisst du das aber ja sowieso schon.

    Seltsame Wortwahl und ungewöhnliche Schreibfehler: Danke Autokorrektur-KI, aber du bist dumm!

    Der Schweizer Mittelalterkalender: http://www.mirimor.ch (Quelle=Link) und der Schweizer Larpkalender: http://www.larpkaldender.ch (Quelle=Link)

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