Heute kam ich dazu ein Ausrüstungsteil für meine Merowinger Darstellung fertigzustellen.
Es handelt sich um einen Ango, der nach Vorbild des im hessischen Grünstadt zu besichtigenden Fundes von Joerg Aumann für mich geschmiedet wurde. Vielen lieben Dank dafür. 😊
Verbreitet waren diese Waffen im als "Austrasien" bezeichneten ostfänkischen Reich in einer engen Zeitspanne von 480 bis 520. Auffällig ist die Anlehnung an das römische Pilum. Im Gegensatz zu diesem hat der Ango eine scharf ausgeschliffene Spitze mit Wiederhaken.
Mein Ango ist ausbalanciert, d.h. ich kann ihn problemlos werfen. Dadurch ist er mit 250 cm recht lang. Wie das römische Vorbild verbiegt sich der lange Metallschaft nach dem Durchdringen des Zielmediums, durch die Haken lässt er sich nicht mehr ohne Weiteres entfernen.
Als Schaft verwendet ich geschältes, geschliffenes und mit Leinöl eingelassenes Fichtenholz. In Esche wäre dieser durch das höhere Gewicht kürzer ausgefallen. Der Griffmittelpunkt hätte sich in das Metall hinein verschoben.
(Eigenes Bild)