Verwendung von Alaun oder Vitriolen in der Bronzezeit?

  • ich suche nach Nachweisen, ab wann die Menschheit eigentlich typische Sekundärmineralien wie Alaun oder Vitriole, wie sie in der Erzgewinnung anfallen, nutzte. Für Kupfervitriol komme ich nur bis ins 4. Jh v.u. Z zurück, für Alaun habe ich bislang nur sehr spekulative Quellen, die eine Nutzung ganz beeindruckend im 2. Jahrtausend v.u.Z vorschlagen, gefunden. Da sich ja viele von uns mit dem Beizen von historischen Stoffen beschäftigen, wäre meine Hoffnung, dass die Schwarmintelligenz vielleicht eine Spur bringt. Getreu dem immer wieder gern strapazierten Motto "die waren ja damals auch nicht doof" kann ich mir kaum vorstellen, dass die Menschen, als sie nachweislich mit dem Bergbau angefangen hatten, keinen Blick hatten für die seltsam schmeckenden Abwässer ihrer Lagerstätten, oder die bunten Kristalle die dort nach dem Regen überall von selbst aufwuchsen.
    Der Artikel "Yellow for the Miners? A Bulk Find of Reseda luteola L. from a Bronze Age Copper Mining Site" [iansa.eu/] erwähnt zum Beispiel Funde von Resada-Samen aus der Zeit 3179 v.u.Z., und spekuliert man hätte nicht ohne eine Beize mit Reseda gefärbt. Doch diesen Hoffnungsschimmer nehmen die Autoren in der nächsten Zeile wieder fort, denn die gefundene Menge von Resadasamen sei zu gering, um mit Sicherheit von einem Hort zu sprechen, der mit Färberei zu tun habe. Immerhin für die Zeit ca 1050–780 v.u.Z. haben sie einen Fund vorzuweisen, der die Verbindung zur Textilfärberei nahelegt. Schön, das ist bereits spekulativ. Nun auch noch weiterzuspekulieren, dass man dann ja sicherlich auch eine Beize zur Hand hatte, ist für meinen Geschmack etwas weit aus dem Fenster gelehnt.

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