Kleine Wochenend-Bastelei: Tabula Ansata aus Leder in Durchbruchtechnik zur Applikation auf einer (noch in Planung begriffenen) Umhängetasche.
Mehrere ähnliche Exemplare aus Leder stammen aus Vindonissa, eines davon sogar noch auf der Lederhülle eines Schildes aufgenäht.
Allen Exemplaren ist gemein, dass sie einen Namen sowie eine Legion zeigen. Dadurch lässt sich ziemlich eindeutig belegen, dass sie als Besitzmarken zur Kennzeichnung des Eigentums der Legionär verwendet wurden.
Derartige Besitzmarken sind grundsätzlich gut belegt und bestehen in der Regel aus dünnem Bronzeblech, aber auch aus Blei, Holz, Bein.
Aus Leder kennen wir nur sehr wenige Exemplare, der überwiegende Teil stammt aus Vindonissa.
Es wird vermutet, dass die Buchstaben mit einer Art Stechbeitel oder einem Messer in das Leder geschnitten wurden. Da ich so einen feinen Stechbeitel nicht habe, habe ich kurzerhand ein 3mm Rundeisen vorne scharf zugeschliffen und in einen Holzgriff gesteckt.
Die einzelnen Buchstaben habe ich aus den Vorlagen übernommen, und für meine fiktive Legion und meinen Darstellungsnamen verwendet.
Die Herstellung selbst war eigentlich nur knapp zwei Stunden Fleißarbeit. Ich überlege noch, ob ich hinter das Leder ein Leder in einer kontrastierenden Farbe setzen soll, damit die Buchstaben besser zur Geltung kommen.
Bildquellen:
- Mein Exemplar: eigene Bilder
- Originalfunde: August Gansser-Burckhardt, Das Leder und seine Verarbeitung im römischen Legionslager Vindonissa