Ein informatives Video, danke für die Darstellung, liebe Silvia, zu dem ich gerne noch ergänzen möchte:
Die weichsten und feinsten Brennnesselfasern ernte ich im Winter. Dann sind sie sehr leicht zu verarbeiten und weich wie Engelshaar.
Die Fasern nach der Behandlung mit Seife und Ähnlichem immer gut ausspülen, sonst läuft der Abbau-Prozeß weiter.
Brennnesseln immer trocknen lassen, dann wieder einweichen/einsprühen, damit der Faden/die Schnur fest beibt und sich nicht wieder lockert.
Es gibt zwei Arten von Stoffen, die man bekommt, wenn man im Stoffgeschäft nach Nesselfaser fragt:
Der eine Stoff nennt sich Nessel-Stoff und wird aus Chinagras, auch Ramie (boehmeria nivea) gefertigt.
Der zweite Stoff nennt sich Allo, das ist ein Stoff aus der Himalaya Nessel (giardinia diversifolia).
Beide Pflanzen gehören zwar zur Familie der Brennnesselgewächse, sind aber deutlich unterschiedlich zur heimischen Brennnessel (urtica dioica).
Rosen und Gänsefingerkraut gehören beide zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae), nur sieht man ja deutlich die Unterschiede.