Druckstock zum Stoff bedrucken schnitzen

  • Hallo liebes Forum,

    eines der Winterprojekte ist: Leinenstoff nach Fund/ Beleg zu bedrucken.

    Der Stoff ist erworben, das Muster aus Fundlage ausgesucht:

    Nun brauche ich jemanden, der mir das Motiv in einen Druckstempel verwandeln/ schnitzen kann :smiling_face:

    Natürlich wird sowas dauern, daher würde ich sehr gerne einen Auftrag so früh wie möglich starten. In der Zwischenzeit kann ich säumen und zur Farbe forschen :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Habt Ihr Tipps, an wen ich mich wenden kann?

    Mit Dragal/ Christian hab ich schon gesprochen, da stehe ich auf der Liste, aber auch seeehr weit hinten. Er hat mir gesagt, ich soll mich ruhig mal umhören...

    Für Hinweise, die zum Aufspüren eines solchen Handwerker führen:smiling_face_with_sunglasses: , bin ich sehr dankbar

    Einen schönen Rest von zweiten Advent 🕯️🕯️

    Dorneburger Haushalt - semper studens :upside_down_face: (stets bemüht)

  • und was ist mit selbermachen?
    Das Schnitzen des Druckmusters halte ich nicht für so arg schwierig, zumal, wenn man erstmal mit einfacheren Mustern anfängt. Du malst oder druckst das Muster spiegelverkehrt auf die plan geschliffen Oberfläche des Druckstocks und schneidest dann alles weg, was nicht mitdrucken soll. Im Gegensatz zu einem Relief, wo du den Hintergrund schön ästhetisch glattschnitzen würdest, ist es für einen Druckstock völlig egal, wie zerkratzt, durchbohrt oder zerfetzt der nicht druckende Teil aussieht. Da darf also mal gepfuscht werden, ohne Konsequenzen.

    Spannend wird es bei der Holzauswahl. Hölzer mit ausgeprägten Härteunterschieden zwischen Früh- und Spätholz (Nadelholz) sind nicht gut geeignet, da sich die Jahresringe dann im Druck abbilden könnten. Daher suchte man früher gleichmäßiges feinporigs Holz. Es muss nicht gleich die Luxus-Klasse wie Buchsbaum oder Wacholder sein (nur, wenn auch die gedruckten Motive schon in den Meister-Status kommen...). Birne ist ein guter Kompromiss, auch Holzapfelholz.
    (Link auf zunfterbe.de: 36 einheimische Holzarten.)

    Ich habe gehört man habe auch die weichen Hölzer Pappel und Linde für Druckstöcke genommen, sie sind leicht schnitzbar, aber nutzen sich natürlich schneller ab, wenn man anfängt in industriellem Ausmaß zu drucken. Doch für ein Hobby oder einmaliges Experiment könnte es geeignet sein. Ich habe es aber nicht probiert und spreche daher im Konjunktiv. Erfahrungsberichte sind mir sehr willkommen.

    Wenn nicht die Durchführung des Druckvorgangs selbst zur Darstellung gehört, sondern es nur um das reine Ergebnis geht, kommen natürlich auch noch moderne Materialien in Betracht. Korkplatten, Linoleum, Kunststoffe...

  • Vielen lieben Dank Fabian Peise für Deine tolle und ausführliche Grundlagen- Info, aber ich weiß tatsächlich, wozu ich Talent habe und wozu nicht. Ich kann gut nähen, werkeln, repariere mein Motorrad und renoviere meine Wohnung selbst etc PP. Ich hab schon Kurse zur dreidimensionalen Werkstoff Gestaltung genommen (Holz , Speckstein ) aus Neugierde, und ich kann sagen: DAS kann ich nicht. Du solltest allein meine geschnitzten Löffel sehen 🙈🙈🙈 Deine Tipps sind super lieb gemeint, aber leider nicht zielführend. Ich bin mit sowas null begabt, sonst hätte ich meine Frage dementsprechend formuliert: richtiges Holz etc :smiling_face: nicht jeder kann alles. Und es soll ja auch gut aussehen am Ende. Aber danke Dir dennoch, vielleicht sind Deine Infos ja für jemand anderen nützlich, der/die hier aus Interesse rein schaut. Ich jedoch bedarf eines Holzwurms :smiling_face_with_sunglasses:

    Dorneburger Haushalt - semper studens :upside_down_face: (stets bemüht)

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