Der heutige Versuch dreht sich um die Brenndauer einer handgerollten Bienenwachskerze mit einem aus Flachs gedrillten Docht. Diese ist nach einem Vorbild einer im Gräberfeld Oberflacht gefundenen Kerze aus dem 6. Jhdt., jedoch ohne die Harzbestandteile im Wachs gefertigt.
Abmessungen der Kerze: 130x18 mm, gerollt aus einer Lage Wachs, anschließend per Hand verdichtet.
Docht: Flachs, 2 Fäden verdrillt.
Beobachtung:
Der gedrillte Docht brennt ruhig und biegt sich wie moderne geflochtene aus der Flamme heraus, verglüht dort, muss daher nicht gekürzt werden.
Für die schlanke Kerze ist der Docht zu dick. Er erzeugt zu viel Hitze, dadurch tropfen und daraus resultierend reduzierte Brenndauer der Kerze.
Wachsverbrauch: 3 cm/ Stunde.
Prognostizierte Brenndauer: 4 Stunden.
Fazit: bei Verwendung von verdrilltem Flachs sollte die Kerze für eine längere Brenndauer mit zwei Wachsplatten gerollt werden. Für den Docht ist auf die Verwendung gleichmäßiger Fäden zu achten, holzige oder unregelmäßige Bestandteile verändern das Abbrandverhalten.
Bildquelle: eigene Bilder