Hilfe, das Kind kämpft!

  • @mod. Wenn es hier nicht passt, verschiebt den Beitrag gern😊


    Zu Hülf!

    Mein Großer (17) hat vor nem knappen Jahr mit historischem Fechten angefangen. So weit, so ok, denn da gibt's moderne Fechtausstattung und alles ist klar...

    Nun hat er mir mitgeteilt, dass er sich mittelfristig (in den nächsten 1-2 Jahren) auch unter den kämpfenden Teil des Hobbys mischen will...

    Und hier kommt ihr ins Spiel:

    Ich hab mit ihm soweit schon relativ viel zusammengesucht und aufgelistet, was er für eine relative gute Darstellung eines "man-at-arms/Waffenknechts" zwischen 1225 und 1275 aus dem westdeutschen Raum braucht, ABER ich hab absolut Plan von Materialstärken für Helme, Gambesons, Kettenhemden, etc., sprich von der notwedigen Beschaffenheit der Kampfausstattung.

    Es geht mir vor allem darum, dass das Kerlchen mit ausreichend Schutz in den Kampf zieht. Und da bin ich dann auch flexibel, wenn's um Authentizität geht. Wenn der Fund 1,2 mm hat, würde ich trotzdem auf n ähnliches Stück mit ner "sicheren" Materialstärke gehen.😬

    Es wird nie geplant zum Vollkontakt kommen, aber better safe than sorry.

    Die Infos, die ich bislang ergooglen konnte waren ziemlich widersprüchlich. Mal sind 1,5 mm genug für nen Helm, dann wieder mindestens 2..

    Deswegen wüsste ich gern, ob ihr verlässliche Quellen oder Erfahrungswerte habt? Vielleicht auch Tipps, wenn's um Qualitätsmerkmale bei den kampfrelevanten Gegenständen geht?

    Vielen Dank schonmal😊

  • Welches Regelwerk will der denn kämpfen? Wenn man im Regelwerk ohne Kopftreffer kämpft, sind die ekligsten Treffer i.d.R. die Hände, Schienbeine (+ Knie) und Unterarme (+ Ellenbogen). Da empfiehlt es sich häufig moderne Schützer unter der Kleidung zu tragen. Die Option ist auch für den Torso, Schritt etc. die einfachste Lösung, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte. Vielleicht kann er da einen Teil seiner HEMA Ausrüstung zweitverwenden. Ansonsten würde ich neben HEMA Händlern, auch Mal im allgemeinen Kampfsport- und Motorradhandel schauen. Teilweise findet man da sehr praktische Schützer.

    Soll ein Helm einem Vollkontakt Angriff gerecht werden, würde ich schon auf min 2 cm gehen. Mein 1.6 mm Helm hat schon ne Delle abbekommen (k.A. woher). Es kommt aber meines Wissens nicht nur auf die Materialstärke an, sondern auch auf die richtige Verarbeitung (welcher Stahl, geschweißt etc.) und die Polsterung.

  • Nach welchem Regelwerk genau er kämpft, weiß ich nicht. Kopftreffer sind nach dem, was ich von ihm gesehen hab, nicht präferiert, aber durchaus drin. Ein moderner Tiefschutz ist aber meines Wissens eh immer Pflicht.

    Das Problem ist wieder das klassische Spannungsfeld. Einerseits möchte der Junior so korrekt wie möglich sein, andererseits bestehe ich, trotz mangelndem Detailwissen, auf Sicherheit.

    Ein bisschen kommt er mir da schon entgegen, so hat er einige Nachweise zu Diechlingen statt Kettenbeinlingen zusammengetragen und statt Eisenhut will er er auf nen Topfhelm mit Maske umsteigen.

    Ich hab halt 0 Plan, ob ich für ihn bspw. bei Helmen was von der Stange nehmen kann oder ob ich nach dem Schmied schauen muss und wenn, wo bekomm ich so einen her😅

    Die Leute aus seiner Gruppe sind da weniger hilfreich, weil die sich auf Märkten schlicht ihre HEMA-Sachen drunterziehen und loslegen. Das ist halt nicht sein Anspruch.😬

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