Kleines römisches Federmesser

  • Kleines römisches Federmesser

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    Im Fundgut der römischen Messer finden sich auch immer wieder kleine Exemplare mit Fischblasenförmigen Verzierungen am Griff, die als Federmesser gedeutet werden. Gelegentlich wurde auch eine Verwendung als Rasiermesser vorgeschlagen, allerdings spricht die stets scharfe Spitze der Klinge sowie das vorkommen auch in Frauengräbern gegen diese Theorie.

    Die handliche Größe macht so ein Messerchen ideal zur Resteverwertung. Ein Stück Flacheisen und ein Rest Bronzeblech - mehr braucht es eigentlich nicht.

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    Aus dem Flacheisen habe ich zunächst die Klingenform geschnitten und das Bronzeblech grob in Form gebracht. Für die Verzierung im Blech habe ich ein Loch hinein gebohrt, das untere Ende eingesägt, und danach in Form gefeilt und gebogen.

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    Ein häufiges Merkmal der römischen Federmesser ist ein Ring am Ende des Griffs. Bei den Originalen waren Griffschalen und Ring in einem Stück gegossen Meinen Ring habe ich separat geformt und an den Griff angelötet.

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    Befestigt werden Klinge und Griff mit Nieten, meist drei Stück. Habe ich auch so gemacht, und als farbigen Akzent Nieten aus Messing verwendet. Zum Abschluss habe ich die Klinge geschärft und den Griff poliert.

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    Kleiner Test mit einer Schreibfeder aus Rohr - funktioniert einwandfrei 😊

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    Zeitaufwand: rund 3 Stunden

  • Oh wie cool, das steht bei mir irgendwann auch noch auf der Agenda.

    Ich plane aber die Billigvariante nur mit Fischblasenblenblech und mit Knochengriff. Aus dem Gräberfeld von Biblis gibt es beides, in Männer-als auch Frauengräbern.

    Bei den Oberrheinsueben scheinen die Messer trotz gleichzeitigem Vorkommen in Frauengräbern in männlich eingeordneten Gräbern als Rasiermesserbeigabe zu fungieren, wobei schafsfußförmige Klingen in jeglicher Variante in diesem Kontext auffallend häufig auftreten. Die Funktion als Federmesser schließt ja die Nutzung als Rasiermesser, gerade durch Fremde und durch kulturelle Aneignung nicht aus.

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