Salben und Cremes im Frühmittelalter - gibt es da ein 'Grundrezept'?

  • In den letzten Tagen habe ich mich durch ein paar frühmittelalterliche Rezepte von Salben und Cremes gelesen.

    Was ich dabei ein bisschen vermisst habe ist eine Art Grundrezept oder Trägermasse, in welche die Kräuter und Wirkstoffe eingearbeitet werden.

    Teilweise wird Öl verwendet (was aber in flüssiger Form keine Salbe ergeben kann), oder Butter, oder Schmalz, oder oder oder.

    Werden da einfach nur Zutaten oder Schritte weg gelassen, weil allgemein bekannt? So wie exakte Mengenangaben oder Zeiten bei der Zubereitung?

    Oder das Abseihen durch ein Tuch, das Erkaltenlassen der Masse, etc?

    Oder war das wirklich ganz schlicht "Koche Kraut XY in Butter, trage das dann auf die Haut auf und fertig."?

  • Aus Erfahrung. Du wirst kaum Rezepte bis hin in die Neuzeit finden, welche exakte Mengenangaben bzw. eine genaue Anleitung haben.

    Es ist hierbei gleichgültig ob dies nun für Farbrezepte, Leimrezepte oder Kochrezepte sind.

    Meist sind die Rezepte inhaltlich etwa: Man nehme von ......... etwas. Mische es mit ............ Stelle es für einige Tage und und und.

    Entweder war es bereits vermutet allgemein bekannt oder die Rezepte waren eher eine Gedankenstütze für den Anwender und nur für spezielle Personen gedacht.

    Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

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