Beiträge von Thomas W.

    Ja was soll ich sagen... von einem überforderten "mir ist der Hamster aus dem Laufrad gefallen" bis zu tollen Glücksgefühlen war gestern Abend alles dabei. 😅 Aber fangen wir von vorne an...

    Heute Abend startet übrigens ein neuer Kurs bei Ars Gladii! Darin wird es um das Fechten mit dem Rapier (nach den Stücken des italienischen Meisters Salvator Fabris, der von 1544 bis 1618 lebte) gehen und ich bin schon sehr gespannt darauf. Weniger "Häuhe & Schnitte" und dafür viel mehr "Pieks", etc. etc... "modernes" Zeugs halt... :grinning_squinting_face: Ich bin sehr gespannt und werde berichten!

    Rapiere.... wunderschöne Waffen und zum fechten etwas ganz anderes als das was ich bisher so gefochten habe! Ich selbst darf 4 Rapiere mein eigen nennen. Einer davon (der auf dem Foto unten) ist stumpf und daher zum Fechten gut geeignet. Solche Waffen wiegen ca. 950g bis 1300g, je nach Klingenstärke - und Länge und natürlich je nachdem wie "üppig" der Korb für den Handschutz ausgestaltet und umgesetzt ist. Der Schwerpunkt dieser Stücke liegt im hinteren Teil (also im Gefäß, da wo man es greift), was diese Art von Waffen sehr agil und beweglich macht. Jedoch benötigt es einiges an Übung, bis man die Spitze mit Gefühl möglichst punktgenau ins Gegenüber bringt... Aber das lernt man zügig. Trotz der guten Führbarkeit merkt man schnell das Gewicht... es zieht am Arm und an den Schultern...

    Warum? Weil mal diese Waffe sehr oft gerade in Brust/Kopfhöhe vor sich hält. Zum einen um den Gegner möglichst permanent mit der Spitze (dem Ort) zu bedrohen und zum anderen um gegnerische Stiche direkt versetzen/parieren zu können. Der Korb des Rapiers dient dabei nicht nur als Handschutz, sondern -je nach Positionierung) auch als Schutzschild für den eigenen Kopf/Körper.

    Was mich zu Beginn etwas gestresst hat, waren die italienischen Begriffe, die wir (richtigerweise) direkt zu den einzelnen Huten (Guardie: 1. Prima 2. Seconda 3. Terza 4. Quarta, etc...) und zum weiteren Geschehen beigebracht bekamen und uns dann auch direkt dazu bewegt haben. Sich auf die Begriffe zu konzentrieren und gleichzeitig die richtige Körperhaltung, Schrittfolge, etc. einzunehmen.... Puhh... der Hamster in meinem Kopf fiel echt einige Male aus dem Laufrad... 🥳 aber es ging dann irgenwann.

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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    Zwei Stunden Training mit +- 1kg am ausgestreckten Arm sind wirklich nicht Vergnügungssteuerpflichtig. Daher haben findige Köpfe bei Ars Gladii schon vor einiger Zeit leichte Dummys, bestehend aus dünnem Rundstahl aus dem Baumarkt und 3D-gedruckten Teilen (der Griff, aus zwei Teilen bestehend & der Stichschutz vorne) selbst gebaut. Die Dinger wiegen... nichts.. und sind zum Üben absolut Gold wert. Schön fand ich auch, dass sie alle gleich lang waren. Gerade zu Beginn absolut super... So hatten wir alle zumindest sehr ähnliche Grundvoraussetzungen.

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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    Aufgrund der nicht wirklich steifen Klinge war das Versetzen der gegnerischen Waffe natürlich etwas schwierig. Aber darum ging es zu diesem Zeitpunkt primär eigentlich auch noch gar nicht. Wichtig war, ein Gefühl dafür zu entwickeln wie der Gegner steht, wie er seine Waffe hält und wo (also an welcher Stelle des Körpers) er mich damit bedrohen könnte. Am Anfang hab ich nichts erkannt... hab aber dann schnell bemerkt das es nur sehr feine und kleine Bewegungen sind, die dafür gemacht werden müssen... Und "zack" hatte ich ein Auge dafür entwickelt und konnte mein Rapier direkt so ausrichten, dass mich die gegnerische Bedrohung nicht trifft! Zu erkennen das ich was erkenne.... das war ein erster Höhepunkt des Abends für mich. 😀

    Unten sieht man das wir wir gestern gelernt haben in der originalen Quelle. Erkennen wo der Gegner einen bedroht... und dann im zweiten Schritt einen Angriff zu starten der seine Klinge zur Seite schiebt/versetzt und im gleichen Atemzug einen Stich am Gegner zu platzieren (ohne möglichst selbst getroffen zu werden). Spannend ist, dass hier die freie linke Hand zum wegschieben der gegnerischen Klinge benutzt wird und sie dafür vor dem Körper verbleibt.... für Messerfechter ein NoGo... da war die Hand dann nämlich schnell ab... beim Rapier aber wohl nicht. Spricht für das die Originale nicht sonderlich scharf waren.

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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    So sah das dann im Partnertraining aus. Nicht wundern... die teils unnatürlich wirkende Körperhaltung muss so.... sogar teils noch extremer... Dies diente zum einen dazu den Körper möglichst weit weg von der gegnerischen Klinge zu halten und war zum anderen wohl auch etwas ästhetisches zu dieser Zeit...

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    (Bildquellen für die zwei obigen Bilder: eigene Fotos)

    Für mich völlig überraschend war, dass wir im letzten Drittel des Trainings bereits in voller Montur (und mit "echten" Rapieren) das Gelernte vertieft haben. Bereits schneller werdend... mit Klingen die steif genug zum Versetzen waren... und bei denen man auch die getroffenen Stiche deutlich spürte. Einfach Klasse und mein zweiter Höhepunkt des gestrigen Abends!

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    (Bildquelle für die beiden Fotos: Joel)

    Langes Schwert - Alte Meister. Da soll es um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Fechtschulen wie Peter von Danzig, Hans Talhoffer, Pauls Hector Mair und Joachim Mayer gehen und es soll wohl auch aus den "Zetteln" gefochten werden.

    Sehr spannend! Vor allem weil die sogenannte deutsche Schule in der "Liechtenauer-Tradition" (die verkürzt zusammengefasst Fechtmeister wie Talhoffer, Danzig & Co eher noch im "klassischen" Sinne - auch zur Selbstverteidigung, Duellführung, etc. - weiterführten) dann im 16. Jhd. durch Joachim Meyer nochmal weiterentwickelt und "in seinem Sinne" optimiert wurde.

    Er wird ja ein Stück weit als früher Sportfechter angesehen, da zu seiner Zeit die auch von ihm noch behandelten und beschriebenen Waffen im Alltag (und Ernstkampf) keine allzu grosse Rolle mehr spielten und er der Verwendung der "Fechtschwerter"(auch gerne als Fechtfedern bezeichnet) einen grossen Schub verpasste. Gerade im Umgang mit den stumpfen Fechtschwertern wurde in seiner Lehre meines Wissens nach nicht mehr gestochen (der Stich ist ja ansich eine sehr wichtige Komponente in der Liechtenauer-Tradition!) und dies auch nicht mehr ausgebildet. Zudem gibt es bei ihm Techniken, mit denen das Gegenüber bewusst mit der Klingenfläche geschlagen wird (wohl um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden)... Er hat die "Fechtschule" nach vorn gebracht, die von Stadt zu Stadt reiste und ich denke da war auch viel "Show" dahinter, um neue Kunden zu gewinnen (die sich bei einer Teilnahme nicht ernsthaft verletzten sollten). Er hat viel bewirkt... und das obwohl er schon mit 34 Jahren gestorben ist.

    Alles auch spannend, aber mich persönlich machte "Meyer" bisher eher weniger an. Bin mal gespannt, was du dann an Eindrücken zu berichten hast.

    Das Buch über Dolchfechten interessiert mich. Ist das nach Talhofer von Nimscholz/ Schoetzau?

    Genau das ist es. Unter anderem danach war unser Dolchkurs auch inspiriert.

    "Clemens Nimscholz und Ralf Schoetzau stellen in ihrem Buch den historischen Kampf mit dem Dolch ausführlich vor. Diese Kampftechnik wurde von den großen Schwertkampfmeistern des Mittelalters ebenso gelehrt wie der Umgang mit dem langen Schwert oder dem kurzen Schwert und Buckler (Schild). Sie gehörte untrennbar zum Kampfgeschehen. Die Autoren analysieren anhand von historischen Talhoffer-Schriften das mittelalterliche Dolchfechten und entwickeln daraus ein modernes Lehrkonzept. Anhand von zahlreichen Fotosequenzen werden alle Techniken detailliert dargestellt." (Quelle: Buch Dolchfechten: Der mittelalterliche Kampf mit dem Dolch nach Meister Talhoffer)

    Neulich konnte ich 16 Bücher für meine Bibliothek übernehmen, die sich mit dem Thema "historisches Fechten" befassen und verschiedene Fechtmeister & Waffentypen behandeln. Teilweise hatte ich dazu bereits einiges von anderen Autoren im Bestand, aber da es oft auch unterschiedliche Herangehensweisen und Interpretationen der einzelnen Werke und Fechtstücke gibt, kann ich sicherlich noch vieles dazu lernen. Sobald dafür wieder mehr Zeit ist werde ich mir mal anschauen, wie die Italiener die Stücke im langen Schwert beschrieben und gefochten haben. Bisher hab ich mich mit der italienischen Schule noch gar nicht beschäftigt und nur die deutsche Schule (vor allem nach Lichtenauer) studiert und gefochten.

    Die 6 Bücher, die ich von diesem Konvolut bereits im Bestand hatte, sind innerhalb von Ars Gladii zu anderen Fechtern weitergezogen.


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    (Bildquelle: eigenes Foto)

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    Anbei noch zwei wunderbare Präsentationen zu diesem Thema, die die neuesten Erkenntnisse - zusammengetragen und aufbereitet von den beiden Männern des Spadone Projects - sehr gut zusammengefasst aufzeigen. Niccolo und Julian arbeiten schon länger an einem Buch (es sollen insgesamt 2 Teile werden), das dann wohl das aktuellste und umfassendste Werk zu den europäischen Großschwerten werden wird.

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    (Quelle: YouTube)

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    Ihr Projekt heisst "the Spadone Project": https://thespadoneproject.com Schaut bei Interesse gerne mal vorbei.

    [...] und man braucht die jungendliche Spritzigkeit von einem Thomas W. [...]

    ...naja... kommt darauf an wenn man fragt... 😅

    Ich hab auch erst in meinen 40igern (also in einem Alter in dem tatsächlich etliche bereits wieder mit dem aktiven Fechten aufhören) mit dem Fechten angefangen. Rückblickend betrachtet viel zu spät, aber nun ist es so. Da mir von Beginn an klar war, dass ich kein Turnierfechter werden will, war und ist das auch kein allzu großes Problem.

    [...] dieser Teil des Hobbys ist unglaublich zeitintensiv [...]

    Dieser Punkt ist selbstverständlich auch nicht zu unterschätzen. Gerade wenn man, so wie du ja auch, Familie hat und einen eigenen Betrieb am laufen hält... ich kann es absolut nachvollziehen, dass man sich dann nicht noch ein so zusätzliches und zeitintensives Hobby zulegt. Ich kann das absolut verstehen.

    In der vergangen Woche haben wir im Training daran gearbeitet, den richtigen Moment eines Angriffs (mit dem Dolch und dem Langschwert) zu erarbeiten. Woran erkennt man beim/am Gegenüber, das ein Angriff beginnt? Wie verhält sich das bei einem selbst? Was sind die Anzeichen? Sind sie lesbar (was sie optimalerweise nicht sein sollten) und sind sie vielleicht mit Absicht falsch (zur Täuschung) gezeigt worden? Mega spannend und sehr intensiv war das...

    Es begann nach dem Aufwärmen direkt schon mit Fechtmaske und Jacke und wir haben mit dem Dolch angefangen. Später ging es direkt mit dem Schwert weiter. Die Körpersprache... Spannung, Entspannung... absoluter Fokus auf sich und sein Gegenüber... sehr intensiv. Gerade für die neuen Leute war die Doppellektion ein grosses Feuerwerk. Für mich aber auch... ich war nass bis auf die Unterhosen und sogar durch die dicke Fechtjacke drückte der Schweiß.

    Bilder hab ich leider keine weiter gemacht. Nur eins von meiner Fechttasche am Anfang vor dem Training... in der Tasche ist übrigens wirklich alles drin. Fechtmaske, Stichschutzkragen, Fechtjacke & Hose, 2 Paar Handschuhe, Schuhe, Klebeband und die Fechtsimulatoren (1 Dolch & 2 Schwerter in normaler Grösse passen rein). Dann ist aber auch Schluss und sie geht kaum noch zu.... 😆

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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    Einen kleinen Einblick in das Thema "historisches Fechten" (hier nur auf das Langschwert begrenzt) konnten Ewaldt von Amulunc und ich auf dem letzten Forentreffen gleich zwei interessierten Mitforisten ( Hendrik1975 & Thomas von der Hube) geben. Es war zwar nur ein zarter Lichtkegel einer kleinen Taschenlampe, der in die grosse dunkle Höhle des historischen Fechtens leuchtete, aber immerhin... es leuchtete! 😀

    Auch wenn ich mich selbst nicht mehr als Anfänger bezeichnen würde, merkte ich zügig, dass ich noch ganz weit weg von "allwissend" bin und ich froh darum war, das Joachim mich bei dem kleinen Input am Forentreffen mich mit seiner langjährigen Erfahrung in diesem Thema unterstütze. Auch Stefan ( das Lorb), der das dargebotene einige Zeit beobachtete, gab im richtigen Moment noch gute Tipps zu weiterführenden Aktionen während eines Angriffs oder für die Verteidigung. Grossartig! 👍️

    Rund 1.5h haben wir auf dem Burghof mit der Entstehung des Langschwertes, mit Klingenformen und deren Zweck und den ersten Schritten der Benutzung eines solchen Schwertes beschäftigt. Den Rückmeldungen nach hat es allen Spass gemacht und es gab einige "Aha-Momente" (auch bei mir übrigens). Ich selbst war zwar (was das "drumherum" anbelangte) noch nie so minimalistisch vorbereitet, wie auf diesem Treffen, fand es aber dennoch eine gelungene Aktion.

    Ob ein Funke übergesprungen ist? Gut möglich... ⚔️

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    (Fotos von Thomas von der Hube und meiner Frau gemacht)

    • Auktionskatalog Hermann Historica, Sammlung Blankwaffen aus spanischem Hochadelsbesitz (16./17. Jhd.). 10 Euro
    • Duchartre, Das große Buch der Jagdwaffen. Eine Kulturgeschichte der Jagd, der Jäger und ihrer Waffen. 15 Euro
    • Schaal, Verzierte Waffen aus dem historischen Museum Dresden. 4 Euro
    • Holste, Die bronzezeitlichen Vollgriffschwerter Bayerns. 25 Euro
    • Ottenjann, Die nordische Vollgriffschwerter der älteren und mittleren Bronzezeit. 70 Euro (Antiquariatspreis ca. 120 Euro)

    Lieber Patty,

    lass uns dazu mal bitte ins Gespräch gehen. 🍻

    Thomas W.

    Du hast im anderen Thread geschrieben, dass der Rahmen für dich passend sein müsste.

    Wie wäre denn ein für dich gelungener Rahmen?

    Ich hatte "den Rahmen" bereits versucht ein Stück weit sichtbar zu machen. Er betrifft weniger eine definierte Entfernung oder eine Location, sondern eher die Organisierbarkeit des "drum herums".

    [...] Jenachdem wie die Treffen vom Datum her lagen [...]

    [...] Wenn es sich hat einbinden lassen, dann hab ich das auch gerne mit einem Familienbesuch, oder mit einer Urlaubsreise verbunden [...]

    [...] ich "den Kopf" auch frei habe um so ein Treffen geniessen zu können [...]

    Um mal nur bei diesen drei Punkten zu bleiben, bedeutet es vereinfacht ausgedrückt, dass es einfach passen muss. Hab ich Zeit dafür (weil beispielsweise gerade Schulferien sind und ich/wir nichts anderes Vorhaben? Welchen Dienst hat meine Frau? Wer schaut nach dem Kind? Geht es allen gut, während ich weg bin? Kann ich in der Nähe evtl. noch Verwandtschaft/Freunde treffen, die ich eh mal wieder besuchen wollte? Hab ich soweit im privaten/beruflichen Umfeld alles Im Griff und organisiert, um mir eine Auszeit für mich nehmen zu können und dort dann auch den Kopf dafür frei zu haben?

    JA? Dann geht vieles. Egal wo, egal wie weit.

    Nein? Keine Zeit... oder verschiedenes lässt sich nicht zufriedenstellend organisieren... dann kann es sein, dass ich ein Treffen das 50km von mir entfernt wäre, nicht besuche.

    Da die Ausrichtung eines Forentreffens auch immer mit Arbeit verbunden ist, und Sina sich wünschte zu einem Forentreffen die Burg auch mal verlassen zu können, suchen wir weitere Orte die geeignet wären das Herbstforentreffen 2027 auszurichten.

    Ein Thema, das bereits im alten Forum (und ich glaube auch hier an diesem Ort) schon auftauchte... Der Punkt ist der, dass es jemanden benötigt, der die Initiative ergreift und verbindlich etwas organisiert und auf die Beine stellt. Und nein, ich bin es nicht. Hab dafür keine freien Kapazitäten. 😅

    Früher waren die Treffen 2x mal im Jahr im Frankenwald, organisiert durch Gerd, unterstützt durch einzelne Forenmitglieder. Es gab sogar Treffen, die über ein verlängertes Wochenende liefen und wir hatten einen Tag mehr Zeit, um zu Fachsimpeln und für Museumsbesuche. Tolle Erinnerungen sind da geblieben...

    Dann kam in der zweiten Hälfte der 2010er Jahre die traumhafte Burg Mylau, organisiert durch Sina, dazu. Dann fand ein Treffen (meist im Frühjahr) im Frankenwald statt und eins (meist im Herbst) auf Burg Mylau. Gerd schied irgendwann als Organisator aus, da sich sein Leben (und sein Lebensmittelpunkt) änderte.

    Dann kam vor ein paar Jahren (als das Thema auch schon mal auf dem Tisch war) das Mittelalterhaus Nienover als weiterer Ort hinzu. Gerade für die nördlicher beheimateten Mitglieder eine tolle Anlaufstelle, jedoch für die südlicheren Mitglieder meist eine halbe Weltreise.... auch Bärnau im Südosten war mal im Rennen... ebenfalls ein wunderschöner Ort, aber nicht für alle machbar, da es neben der für die Nordlichter weiten Anreise auch historische Kleidung/Austattung benötigt...

    Nochmal... es benötigt jemanden, der etwas in die Hand nimmt und konkret organisiert und anbietet. Einen "neutralen" Ort, wie damals die Wanderheime im Frankenwald, oder auch Burg Mylau, bei dem man (egal wo man gerade im Hobby steht) kommen kann wie man möchte und es quasi keinen Kleiderzwang gibt, ist meiner Ansicht nach immer von Vorteil. Eine Garantie auf ein zahlenmässig gut besuchtes Treffen gibt es aber leider so oder so nicht. Die Örtlichkeit muss passen, der Zeitraum muss passen, etc... alles nicht so einfach... das ist mir total bewusst.

    In meinen Augen waren die Treffen, die +- in der Mitte Deutschlands lagen, zahlenmässig immer die erfolgreichsten. Mehr als beim diesjährigen Treffen waren wir (glaube ich) nie. Alle Treffen, die entweder mehr im Norden oder mehr im Süden lagen, sind/waren zwar auch wunderschön, aber dann Treffen sich halt auch fast nur die Leute aus den jeweiligen Regionen und das ist dann halt einfach so... allen wird man es nicht Recht machen können.

    In den letzten 14 Jahren (Start der Forentreffen war 2012 im schönen Frankwald) bin ich vom äusserten Süden bis +- in die Mitte Deutschlands gefahren. +- 500km waren das.

    Jenachdem wie die Treffen vom Datum her lagen, bin ich direkt gefahren. Freitag hin, Sonntag zurück. Bin aber auch schonmal Samstagmorgen um 03.00 Uhr losgefahren (weil es Freitag dank spätem Feierabend energetisch keinen Sinn mehr gemacht hätte) und war zum Frühstück da. Wenn es sich hat einbinden lassen, dann hab ich das auch gerne mit einem Familienbesuch, oder mit einer Urlaubsreise verbunden...

    Ich war und bin (wie viele von euch auch) gerne bereit, weite Strecken und auch Kosten auf mich zu nehmen... aber es muss einfach ins Konzept passen. Ich merke das ich keine 25 mehr bin, sich das Leben/Aufgaben geändert haben, ich nur wegfahren kann wenn daheim alles so geklärt/organisiert ist das ich "den Kopf" auch frei habe um so ein Treffen geniessen zu können, etc... will sagen, wenn der Rahmen passt, fahre ich auch weiter als 500km zu einem Treffen... aber eben... der Rahmen muss passen und der ist aufgrund des Alters, gegründeter Familie, beruflicher Verantwortung, etc. eher enger als weiter geworden.

    Nun finde ich auch die Zeit, hier etwas schreiben. Das Treffen war wieder toll und das ihr meine Frau so super in der Runde aufgenommen habt (und ihr das Wochenende wirklich gut gefallen hat), hat mich richtig glücklich gemacht.

    Das Sina und "ihre Burg" zur Verfügung stellt, ist ein grosses Geschenk und für mich schon ein kleines "nachhause kommen"! Klingt vielleicht komisch, ist aber so. So ein Wochenende ist leider immer viel zu schnell vorbei... Ich möchte mich auf jedenfalls auch noch bei allen für die feinen Leckereien und die guten Gespräche bedanken! Ich freue mich schon auf ein nächstes Mal!

    Thomas W. Das Frühstück im Milin kostet 9,90€/pP Aufpreis. Ist aber ja eigentlich egal, da wir ja zusammen auf der Burg frühstücken wollen, ist das noch aktuell?

    Wir würden dann am Samstag mit allen auf der Burg frühstücken. Sonntag müssen wir zeitig wieder los, da wir am Mittag ein Familienessen haben, wo ich dafür noch vorher die Großeltern in Dresden einsammeln darf. Da würden wir morgens im Hotel frühstücken. Ich hab da aber noch nichts gebucht. Das versuche ich morgen vor Ort abzuklären.

    Wir werden irgendwann am Nachmittag eintreffen. So zwichen 15.00 und 16.00 Uhr, denke ich.

    Was das Essen am Samstagabend anbelangt, könnte man am Samstag auch noch etwas zum grillen vor Ort einkaufen. Oder wir bestellen etwas, wie Ralf das vorgeschlagen hat. Aber noch hoffe ich das alle die bisher nicht abgesagt haben auch erscheinen und sich an die besprochenen bzw. abgemachten Dinge halten. Alles andere wäre sehr schade.

    Freue mich jedenfalls auf euch! 🍻

    Das Abendessen für Freitag wird ziemlich lecker! Da sind ja bisher nur Köstlichkeiten dabei.😍 Ich bin schon auf das Essen für den Samstagabend gespannt. War da schon etwas fest geplant? Ich hab in Erinnerung das historisch gekocht wird. Aber was es gutes geben soll... das hab ich mir nicht gemerkt.

    Das Wetter scheint leider nicht mitzuspielen... herbstlich kalt und nass (laut meinem Schweizer Wetterbericht). Ich hoffe der irrt sich. 🙈😅