Beiträge von Grimmbold

    Wäscheleine, Zelt improvisieren, Maultiere anbinden, Sicherung beim waten, alles mögliche. Die Haspel ist aus den 1860ern, hab's nicht übers Herz gebracht sie abzuwickeln.

    Die 5 Cs of Survival sind:

    Cordage - Schnur
    Cutting - Messer
    Combustion - Feuer
    Container - Behälter
    Cover - Understand

    Außerdem kann man damit Yankees Fesseln, die meine Kürbisse klauen wollten...

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    (Bildquelle: Eigenes Bild)

    The fearful struggle's ended now and peace smiles on our land,
    and though we've yielded we have proved ourselves a faithful band.
    We fought them long, we fought them well, we fought them night and day,
    And bravely struggled for our rights while wearing of the gray.

    And now that we have ceased to fight and pledged our sacred word
    that we against the Union's might no more will draw the Sword.
    We feel despite the sneers of those who never smelt the fray.
    that we've a manly, honest right to wearing of the gray.

    Our cause is lost the more we fight 'gainst o'erwhelming power,
    all wearied are our limbs and drenched with many a battle shower.
    We feign we rest for want of strength in yielding up the day,
    and lower the flag so proudly born while wearing of the gray.

    Defeat is not dishonor, our honor not bereft!
    We thank God that in our hearts this priceless boon was left.
    And though we weep just for those braves who stood in proud array
    Beneath our flag and nobly died while wearing of the gray.

    When in the ranks of war we stood and faced the deadly hail,
    our simple suits of gray composed our only coats of mail!
    And on the awful hours that marked the bloody battle day,
    in memories we'll still be seen wearing of the gray!

    Oh! should we reach that glorious place where waits a sparklin' crown
    For everyone who for the right his soldier life lay down.
    God grant to us the privilege upon that happy day,
    of claspin' hands with those who fell while wearing of the gray! - Bobby Horton

    Ja, so kann es kommen, ich habe mich nun doch zu einer zweiten Zeit entschieden. Durch Zufall kam ich unlängst zu einer Basisausstattung für einen einfachen Soldaten der Army of Northern Virginia. Der ACW ist eine meiner längst und intensivst verfolgten Zeiten, hatte ich dadurch (und durch den Vorbesitzer dieses Kits) meinen ersten echten Reenactmentkontakt, über 35 Jahre zurückliegend.

    Wie auch in anderen Zeiten habe ich mich zeitlich und regional sehr eingeschränkt, die Darstellung ist ein Freiwilliger im 15. Alabama Infanterieregiment / G Company, unter Colonel William C. Oates / Brigade von Evander M. Law "Law's Alabama Brigade" (Hoods Division, First Corps unter James Longstreet, Army of Northern Virginia, kommandiert von General Robert Edward Lee), zeitlich zum Höhepunkt des Gettysburg-Feldzugs (Gettysburg Campaign) im Sommer 1863.

    Die Darstellung bot sich an, da die 15th Alabama am Little Round Top dem 20th Main Volunteer Infantry Regiment, unter Joshua Lawrence Chamberlain, gegenüberstand, dessen Bücher und Biografie ich verschlungen hatte. Ob ich nur die Ausrüstung recherchiere und komplettiere, oder Anschluss an eine Gruppe suche, ist noch offen!

    Nach dem Krieg wird mein Alter Ego dann in Germantown, Pennsylvania, eine Dunkerin (deutsche Aussiedler) namens Theresia heiraten, sein Enkel wird nach der großen Depression Journalist werden und sich 1938 eine Kodak Retina 1 kaufen, weil er sich von seinem mageren Gehalt bei der Germantown Gazette keine Leica leisten kann … aber das ist ein anderer Arc...

    Disclaimer: Das gezeigte Zouave 1863 Rifle ist nicht WBK-pflichtig, ich erfülle alle erforderlichen Auflagen zu Erwerb, Besitz und Umgang mit dieser Waffe. Es handelt sich hierbei um einen Nachbau von Pedersoli, auf dem auch aktuell kein Bajonett aufgepflanzt werden kann! Es geht von der Waffe nicht mehr Gefahr aus, als von einer Dachlatte!

    Naja, ähnlich wie heute Geldbeutel und Mobiltelefon.

    Mal off period, würde man eine Person der 80er Jahre darstellen, wäre ein Taschenfüller z.b..ein Taschenkalender oder Notizbuch mit allen Telefon Nummern. Ich kenne keinen aus der Zeit, der das nicht hatte. Gehört Also dazu, aber da wir alle Handys haben, erfüllt es kaum praktischen Zweck, außer Vervollständigen der Darstellung.

    ...

    Denke mal das es keine klassischen must-haves gab. Jedes Ding hatte sicherlich seine Verwendung und Grund mitgenommen zu werden.

    Eventuell ein Missverständnis, mir ging es darum, wass die hist..Person immer/oft dabei hatte, was für uns in der Darstellung aber keinen Nutzen mehr erfüllt.

    Wie bei mir das "Phrase Books German - English" - ich spreche beides fließend. Aber mein Alter Ego hat es immer dabei.

    Moin, ich hatte am Wochenende mit einem Darsteller, dessen Zweitzeit die Napoleonik ist, ein interessantes Gespräch, über Taschenfüller/ Alltagskram, ohne zwingenden Nutzen. Sprich, "was man halt so dabei hat" - weil der Alter Ego auch hatte.

    Bei mir war das ein Bierdosen Öffner und ein Deutsch-Englisch Wörterbuch. Völlig Sinnbefreit, da ich kein Bier trinken, es keine Getränkedosen ohne Lasche mehr gibt - and I obviously need no help, translating English to German. Bei ihm war es ein Rosenkranz (er war Protestant) und eine Art Marschbefehl. Bei meiner Wikidarstellung hatte ich wenig solcher Taschenfüller, auch weil ich fast keine Taschen hatte. Was z.b. nur der Vollständigkeit halber dabei war, war ein Silberarmreif in der Gürteltasche, als Hacksilber. Und ein Flusskiesel als Schleifstein, aber ich habe es nie übers Herz gebracht damit zu schleifen und immer den modernen Stein genutzt.

    Viele Darsteller, habe ich den Eindruck gehabt, haben Feuerstahl und Zünder nur zum haben, aber nutzen dann doch Streichhölzer. Das fiel fiel mir auch auf, als ein Händler die Stähle mit den falschen Steinen oder Demozünder, der nicht funktionieren kann, verkaufte. Wurden die Kunden es nutzen, waren da ja Beschwerden...

    Münzen sind auch klassisches Beiwerk, wir bezahlen auf dem Event mit modernen "Goldrandthalern" oder sogar Karte.

    Mich würde interessieren, gerade bei den Darstellungen wo ich keine Ahnung habe, was sind klassische must-haves, in eurem Zeiten, die ihr aber, aus verschiedenen Gründen, gar nicht nutzt. Also gerade, aus meiner Sicht, Hoch und Spätmittelalter, Ordensdarstellung, Bürgerliche, Kaufleute, etc.

    Das LARP evtl raus lassen, dass "Bigbys Taktische Atombombe", "Elminsters nimmervoller Spezialitätensack" und "SamnGamdschies Knüppel unsäglicher Schmerzen" keine realen Nutzen haben, ist klar.

    Bei dem Bild vom Campus Galli muss man wieder die Frage stellen: "Was wollte der Autor sagen?" - siehe Quellenkritik, hat er etwas gezeichnete, was ihm so zugetragen wurde, oder etwas, was er gesehen hat? Beim mittleren auf der Leiter ist der Keil, den die Faltung bildet, geschlossen, als hätte er ein Kleidungsstück darunter. Das mutet seltsam an. Das als ob jemand etwas abgemalt hat, was er nicht selbst kannte.

    Wir erinnern uns, falls bekannt, an die Schuppenpanzer, die Tuniken mit Schuppentextur waren (aber da kann Panzerreiter kompetenter berichten).

    Was ich sehr interessant finde, ist der untere auf der Leiste, mit dem gelben Oberteil: man sieht durch seine Beine die Innenseite der Kleidung, und die wirkt, als wäre sie längst gesteppt.

    Das würde ja für ein Innenfutter, eventuell sogar für eine gesteppte Füllung. Ich erinnere mich, aus dem alten Forum, an einen Klappenrock der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Federn oder Daunen gefüllt war. Dem widersprechen würde, dass die Personen barfuß sind, was ggf auch nur für besseren Halt sorgen soll, reine Ledersohlen sind nun nicht für ihren Grip aid nassen Holz, Gras oder Lehmboden bekannt.

    Auch der Ansatz mit dem hoch gesteckten Kittel ist interessant, aber den würde ich eher ablehnen. Der Abbildung nach, waren 2 Positionen hochgesteckt, egal wie lang der Kittel ist, der Saum würde dabei so eng, wenn es so aussehen soll, wie auf dem Bild, dass die Bewegung eingeschränkt ist. Außerdem würde der Saum und der Randbesatz dann nicht so nahtlos mitgehen, wobei das auch am Zeichner liegen kann.

    Der unten an der Mauer stehende hat definitiv ein Kleidungsstück das vorne offen ist, auch er trägt etwas darunter. Ich stimme hier Adgandestrius zu, dass das alles sehr einfach aussieht, bei der Figur kann man, wenn man die romanophile Neigung der Karolinger beachtet, das Kleidungsstück unter dem Kittel auch als Pteriges oder evtl Cingulum ( Hendrik1975 nicht hauen, meine Römerkenntnisse bestehen zu 80% aus Asterix, 10% Dokus die ich vor 30 Jahren gesehen habe und 10% Wikipedia), was sehr für die Theorie, dass es nicht zeitgenössisch, sondern "historierend" ist.

    Aus dem Bauch heraus (! Wichtig!) würde ich sagen, dass wir auf dem Campus Galli Bild eine Auftragsarbeit sehen, wo einem Zeichner (oder mehreren, siehe Arbeitsteilung, einer zeichnet Kittel, der nächste addiert Waffen und Rüstungstextur, wo nötig) gesagt wurde "Los, zeichne eine gefällige Szene, wo an einem Bauwerk aus Stein geschafft wird, einige Arbeiter sitzen auf der Mauer, andere stehen auf der Leiter, jeder hat ein wichtiges Werkzeug in der Hand". Also hat der/die Künstler geschaut, was es da an Vorlagen gibt. Vielleicht hat er sogar eine Abbildung römischer Legionäre bei Schanzarbeiten gefunden.

    Eigentlich fast wie heute, wenn wir einen Prompt für KI erstellen, wir wissen genau, was wir wollen, aber das Ergebnis basiert immer auf einer Melange alten Wissens...

    Willkommen auf dem Jahrmarkt der Verdammten... Moment, das ist ja gar nicht Monkey 🐒 Island!

    Hallo SlavicRike , schön dass du her gefunden hast, du wirst hier viel Spaß, Wissen und nette Leute finden. Es gibt da auch ein paar Schattenseiten, wir haben hier so eine Spaßbremse der alles in Logikwölkchen zerlegt und daraus 5 Bildschirmseiten lange Posts macht, ich will da keine Namen nennen, aber du wirst den Chaoten schon erkennen :winking_face_with_tongue:.

    Ohne Jokus, du wird das Forum mögen, hab ne schöne Zeit hier und schön dass Du da bist!

    Hallo, noch ein Versuch, diesmal stelle ich mich hoffentlich nicht zu doof an.

    Würde diese 3 Tischplatten aus Planken gerne gratis abgeben, 2 davon sind aus gehobelten Planken, eine aus ungehobelten (*hihi*) Planken.

    Ob 1, zwei oder 3 genommen werden spielt keine Rolle, wenn noch wer Spaß damit hat, freut es mich.

    Wenn ich mir diese neuen Funde aus der Judäischen Wüste so ansehe – Purpur, der keiner ist, Krapp und Waid im Mantel der Könige – dann habe ich das Gefühl, wir Menschen haben uns seit der Steinzeit nicht einen Deut geändert. Wahrscheinlich hat schon irgendein Urmensch seinem Nachbarn ein „Premium-Sauriersteak“ angedreht, das in Wahrheit eine etwas zähe Antilope war. Und der Nachbar stand da, kaute, nickte höflich… Und dachte sich seinen Teil.

    Diese Linie zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Von Ulvbereths-Schwertern, die nicht Ulvbereths waren, über mittelalterliche Reliquien, von denen jede zweite angeblich ein Fingernagel eines Apostels war (wenn das alles stimmt, hatten die Jungs Hände wie Scheunentore), bis hin zu ehrgeizigen Weinpanschern, die aus saurer Brühe Château irgendwas machten.

    Irgendwie muss ich dabei an den antiken Meister der Kunst der „Produktfälschung“, denken: Ea-Nasir. Der Mann, der im alten Ur eine Art Best-of der schlechten Bewertungen sammelte. Seine Kunden ließen ihm regelrechte Keilschrift-Rants da, die sich sehr modern lesen: schlechte Ware, verspätete Lieferung, unhöflicher Service. Wenn er heute noch leben würde, er wäre wahrscheinlich der Grund, warum auf eBay der „Käuferschutz“ eingeführt wurde.

    Jetzt ist die Frage, stehen diese pseudo-purpurnen Textilien in der Tradition Ea-Nasirs Kupfermelange und dem 300 Jahre alten Markenschmied Ulvbereths - oder ist es, wie von Silvia vermutet einfach Improvisation? Sass da ein antiker Bürger in seinem frisch erworbenen „königlichen Purpur“, proud as hell – und ahnte nicht, dass er im Grunde eine antike Version von „Markenoptik ohne Markenpreis“ trägt - oder hatte er genau das bestellt? Ein bisschen Krapp, ein bisschen Waid, geschickt gemischt und zack, der Nachbar denkt: „Der muss wichtig sein.“ Und schon ist der Zweck erfüllt und er hat ein paar Sesterzen, Dinare oder Schekel gespart.

    Das Faszinierende: Es ist nicht einmal bösartig. Es ist… menschlich. Dieses Spiel zwischen Schein und Sein, zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Menschen wollten dazu gehören. Händler wollten verdienen. Und irgendwo dazwischen steckte ein Textilfärber, der vermutlich dachte: „Ach komm, sieht doch keiner.“

    Ich musste schmunzeln, als ich den Fund las, weil er so zeitlos ist. Denn während ich durch die Jahrtausende blättere, sehe ich immer dieselben Muster – die Gutgläubigen, die Raffinierten, die Listigen, die Enttäuschten. Und in der Mitte: Ea-Nasir, der uns zeigt, dass selbst ohne Internet schlechte Rezensionen eine längere Halbwertszeit hatten als seine Kupferbarren. Und am Ende stehen wir als Hobbyisten da, und überlegen, ob wir, um authentisch zu sein, nicht auch eine Fälschung brauchen :smiling_face:

    Vielleicht ist das am Ende der beruhigende Teil: Wir tragen alle denselben Faden in uns. Mal Purpur. Mal Krapp. Mal Waid. Und manchmal… naja… Ea-Nasir.

    Ich weiss, es ist fast Häresie, aber das wäre aber auch ein unglaublich epischer Zollstock für Tabletop Spiele wie Relicblade, Warhammer Fantasy Battles, Mordheim oder WH40k KillTeam!

    Super schöne Arbeit, ich liebe es solche Sachen zu sehen, vor allem im Vergleich zum Vorbild, und mir dann vorzustellen, damit zu arbeiten. Wie ich das erste Bild von deinem Zollstock gesehen habe, habe ich mir instinktiv vorgestellt, wie es wäre, diesen für meine Holzarbeiten einzusetzen.

    Ein Mantel ist, für jedermann, nicht nur als Kleidung schicklich. Ich muss sagen, der Mantel, auch aus leichter Wolle, war mir in vielen Zeiten, Sommer wie Winter, wichtig. Die Barriere die er über alles bildet, Rinder die Kleidung ab, schließt Lücken und verbindet Schichten. Auch die Option die Hände aus dem Wind zu bekommen, ist grandios.

    Wenn man sich dagegen einen billigen Baumwolle-Mantel holt, beraubt man sich selbst um Wärme und Komfort. Und wie oft bin ich im Sommer einfach nur auf dem Mantel im Schatten gelegen...