Beiträge von Centurio101

    Danke ich denke der Zwirn ist tatsächlich aus Naturfasern. Was die Stabilität angeht probiere ich es mal aus

    Vielen Dank ich werds mal ausprobieren! :smiling_face:

    Gewachst heißt in diesem Fall, dass du dein Garn ein paarmal über einen (Bienen-)Wachsblock/Kerze ziehst.
    Dadurch gleitet das Garn leichter und spleisst nicht so schnell auf.
    Hauptsache, das Garn ist stabil genug für deine Anwendung und besteht nicht aus Kunstfaser.

    Bei meinem Garrn kann ich auch nicht sagen, ob das jetzt Leinen, Hanf, whatever ist. Aber der ist aus Naturfaser (habs mit dem Feuerzeug getestet) und stabil genug. Das hat mir gereicht um den zu verwenden.

    Worauf achte ich denn wenn ich das teste? Als Wachs habe ich nur das Dr. Martens Balsam. Kann ich das auch zum wachsen von Zwirn und Gürtelleder verwenden?

    Ulf also ich habe die Anleitung die du geschickt hast jetzt einmal ausprobiert und bis jetzt hat alles super funktioniert! Nur eine Frage hätte ich gerade dazu. Muss es zwingend gewachstes Leinengarn sein? Ich habe leider nur Zwirn gerade zum vernähen des Gürtels zur Hand! Was ist denn der Vorteil von dem gewachsten Garn?

    Habt ihr eventuell Empfehlungen wo ich einen solchen herbekommen könnte? Und noch eine Frage zu dem Umfang: muss der Gürtel nicht etwas länger sein wenn ich die Scheide daran durch umwickeln mit dem Gürtel befestigen möchte?

    Die beste Empfehlung ist "Selber herstellen" Hat den Vorteil auf Maß arbeiten zu können.

    Um hier eine erneute Auflistung der Bezugsquellen von Leder zu vermeiden gibt es hier Infos:

    Thorben Peterson
    23. Februar 2025 um 09:40

    Quelle: Hier das Forum.

    Meine handwerklichen Fähigkeiten sind leider etwas begrenzt aber ich werde mich mal einlesen und dann werde ich ja sehen ob ich das hinbekomme! :grinning_squinting_face: Aber vielen Dank schonmal für den Tipp und die Verlinkung!

    Wie sieht dein Falchion aus? Welche Bindung soll es werden?

    Riemen mit 200 cm gibt es zB bei reenactors-shop.de

    Die müsstest du allerdings etwas schmaler schneiden. Die kleinste angebotene Breite hat 20 mm. Riemenschneider gibt es bei lederkram.de

    Dort gibt es ebenfalls Riemen in verschiedenen Breiten und Längen.

    Von dem Falchion habe ich leider derzeit kein Bild und es gerade auch nicht da. Mit Bindung meinst du die Art der Befestigung oder? Ich habe mal ein Bild angehangen. Stammt aus folgendem YT Video:

    Externer Inhalt youtu.be
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    Beim genannten Anbieter solltest du Abstriche machen. Warum? Sie liefern *BLING*. Also nichts was der Lebenswirklichkeit von mehr als 95% der damaligen Bevölkerung entsprach.

    Wie Ulf schreibt machst du mit einem maximal 15mm breiten Gürtel mit eiserner D-Ring Schnalle nichts falsch. Einfacher ungefärbter(!) Lederriemen, der nicht sehr viel länger als dein Bauchumfang sein muss, längs (Zugrichtung des Leders) angenähte Schnalle.

    Habt ihr eventuell Empfehlungen wo ich einen solchen herbekommen könnte? Und noch eine Frage zu dem Umfang: muss der Gürtel nicht etwas länger sein wenn ich die Scheide daran durch umwickeln mit dem Gürtel befestigen möchte?

    Hallo!

    Ich bin derzeit für meine Darstellung nach einem Gürtel am suchen, weiß aber noch nicht wo ich am besten einen her bekomme und worauf zu achten ist. Der Gürtel ist für die Darstellung eines einfachen Soldaten des späten 14. bis frühen 15. Jhd. Ich habe vor mein Falchion durch ein umwickeln und verknoten der Scheide damit zu gürten. Hat jemand vielleicht Empfehlungen wo ich einen herbekommen könnte? Ich habe mal bei Lorifactor (https://www.lorifactor.com) nachgeschaut. Die haben eine immerhin fast schon erschlagende Auswahl an Gürteln. Ich bin mir allerdings noch unsicher worauf ich für meine Darstellungszeit achten muss. Lorifactor gibt zwar ungefähre Darstellungszeiten für die Gürtel an, ich bin bei sowas allerdings immer noch etwas misstrauisch. Ich habe auch schon in einigen Bildquellen geschaut, habe da aber so gut wie keine sehr detailreiche Darstellungen von Gürteln gefunden (was wahrscheinlich aber auch meinen noch sehr begrenzten Fähigkeiten der Quellenrecherche geschuldet ist :upside_down_face:).

    Ich wäre wirklich unheimlich dankbar, falls jemand Tipps hat!

    LG Jona :smiling_face:

    Frag nach beim Hersteller nach wie/wer/wo es gemacht wird. Transparenz ist wichtig. Nur so kann man Ausbeute auf der einen Seite und schlechte Qualität auf der anderen Seite vermeiden. Manchmal ist es nur das Lohngefälle zwischen den Ländern, mal ist es Kinderarbeit (besonders Schuhe und Textil) mal ist es echter Pfusch oder sparen beim Material. Gerade bei einem Helm würde ich auf gute Verarbeitung setzten soll es nicht nur ein Schaustück sein.

    Er schmiedet das anscheinend selbst. Kommt aus Polen.

    Ich möchte natürlich nicht gleich damit in den Buhurtring springen aber Showkampf wäre durchaus etwas wo ich mich in der Zukunft einmal sehen würde.

    Buhurt würde ich damit nicht machen. Eisenhüte sind dafür (glaube ich) eh nicht zugelassen. Einen "Schaukampf", ohne harte Gangart, sollte aber schon möglich sein. Bei einem Eisenhut musst du grundlegend sowieso gut aufpassen, da ja grosse Teile des Kopfes nicht durch den Helm geschützt sind.

    Nein natürlich nicht das war nur ironisch, überspitzt gesagt. 😅


    Was den Namen des Schmiedes angeht: Daniel Szczepanski

    Hallo zusammen!

    Ich bin derzeit mit einem Schmied am schreiben für die Anfertigung eines Eisenhutes (spätes 14. frühes 15. Jhd.)

    Der Preis soll ca. 200€ betragen, was mich etwas stutzig gemacht hat, da ich für eine extra Anfertigung mit viel mehr gerechnet habe. Sollten da meine Alarmglocken schon angehen?

    Er verwendet wohl ungehärteten DC01 Stahl mit einer Dicke von 2,5mm an der Glocke und 2mm an der Krempe.

    Was haltet ihr davon? Was macht Härtung überhaupt aus? Welcher Stahl/ welches Metall wäre überhaupt ideal/ historisch? Und denkt ihr ein Helm für 200€ taugt überhaupt etwas? Das ganze wirkt mir etwas zu utopisch aber vielleicht bin ich da auch zu pessimistisch?
    Ich möchte natürlich nicht gleich damit in den Buhurtring springen aber Showkampf wäre durchaus etwas wo ich mich in der Zukunft einmal sehen würde.

    Danke schonmal im vorraus für die Hilfe!(:

    Einfach sein lassen, scharfe Gegenstände haben aus gutem Grund in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.

    Ja das hatte ich auch nicht vor! :smiling_face:

    Das „Ich vermute mal“ von mir war etwas ironisch/ überspitzt gemeint. Wenn ich sie jetzt irgendwohin hätte mitholen wollen wäre ich mit der Flex einmal über die Klinge gegangen. Aber da mir das zu schade ist lass ich sie zuhause an irgendeiner Wand hängen. :smiling_face:

    Es gibt keine einzige Rechtfertigung eine scharfe Waffe durch eine Ansammlung friedlicher Menschen schleppen zu müssen.

    Na scharf so oder so nicht. Wie oben geschrieben hätte ich sie abgestumpft aber wie ebenfalls schon geschrieben lasse ich das insgesamt. :smiling_face:

    Lass das Ding zuhause und erfreue dich an deren Anblick.

    Gibt weniger Stress an der Einlasskontrolle.

    Wäre noch zu prüfen, ob der Umbau nun eine Waffe nach dem WaffG ist. Da ja scharf und kein Werkzeug mehr ist. :thinking_face:

    Ja werde ich auch so machen. Alles andere wäre zu viel aufwand und eventuell Stress.
    Was das WaffG angeht müsste das doch eigentlich kein Problem sein. Ich habe den Hippenkopf ja nicht irgendwie verändert, außer ihn wieder zu polieren und auf einem neuen Stil zu befestigen.

    Bei den Hippen, die man oft in Ausstellungen, auf Auktionen und in der Literatur sieht, wäre ich eh vorsichtig. Meist sind das landwirtschaftliche Geräte der letzten Jahrhunderte, die mit mittelalterlichen/frühneuzeitlichen Waffen eher wenig zu tun haben. Das ist generell bei den "Bauernwaffen" so. Das Deutsche Historische Museum hat auch eine ganze Sammlung von "Bauernwaffen", die sicherlich alles sind, aber nicht mittelalterlich. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Nur mal so interessehalber. Inwiefern haben die wenig mit den mittelalterlichen wenig zu tun? Also wo liegt bei sowas der Unterschied?(:

    Moin zusammen!
    Ich habe kürzlich bei meinem Opa in der Garage einen alten Hippenkopf gefunden. Da mein Opa ihn nicht mehr gebraucht hat habe ich beschlossen in einem kleinen Wochenendprojekt ihn in eine Stangenwaffe zu verwandeln! Ich weiß, sie wird natürlich nicht komplett historisch sein aber es war ein ganz schönes Projekt und ich denke, für mein erstes mal kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. Kosten haben sich auf ca. 15€ für den Stab aus Esche belaufen und sie misst ca. 1,90m.

    Jetzt muss ich nur noch die schwere Entscheidung treffen, ob ich sie abstumpfe (das gute Stück ist noch ziemlich scharf) und irgendwo hin mitnehmen kann oder ob ich sie scharf lasse und und dann nur zuhause ein schönes Austellungsstück habe. Ich würde nämlich mal vermuten, das scharfe Stangenwaffen auf Mittelaltermärkten jetzt rechtlich etwas schwierig sind! 😅

    Pirschelbaer ok vielen dank schonmal! Ich werde vielleicht dann um auf der sicheren Seite zu sein doch eher zu diesem Helm greifen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    (Quelle: https://www.lorifactor.com/p871,ah-03r-ke…-for-order.html)

    Also grundsätzlich ist diese Helmform eher unwahrscheinlich weil sie wenig sinnig ist und die Darstellungen oft überzogen sind und stilistisch?
    Wie kann ich denn in Zukunft soetwas erkennen bzw. worauf sollte ich achten bei solchen Darstellungen? Ich bin ja noch ein ziemlicher Anfänger das ist alles noch etwas verwirrend für mich 😅

    Bei diesen Bildern aus der Weltchronik von 1385 zB. hatte ich vermutet das die Quelle etwas… sagen wir mal „vertrauenswürdiger ist, da sie aus der Zeit stammt und die restlichen Rüstungen und Darstellungen, zumindest von dem was ich kenne, schon relativ realistisch gewirkt haben.

    Was wären für die Zeit zwischen dem 14. und 15. Jhd. denn gute Quellen? Gibt es da etwas ähnliches wie den Sachsenspiegel?

    Zwei Aussparungen im Sichtbereich halte ich ganz persönlich jedoch für wenig sinnvoll, da kein wirklicher Nutzen hierdurch entsteht. Das Sichtfeld wird nicht wirklich verbessert, die Trefferfläche hingegen deutlich erhöht, bei gleichzeitig struktureller Schwächung des Helms.

    Eine Frage noch hierzu. Ein solcher Eisenhut wäre aber doch auch wiederrum viel tiefer ins Gesicht gezogen als seine, ich sag mal Verwandten. Die Krempe würde ja sogesehen auf Augenhöhe enden und hätte ja ein Naseneisen. Würde so ein Eisenhut nicht grundsätzlich den Schutz erhöhen? (auch wenn er dabei Sichtfeld einbüßen würde)