Nun stellt sich die Frage nach den Schilden der Fußtruppen. Dazu kommen erstmal 3 Möglichkeiten in Betracht:
1: Schilde bzw Schildbuckel wurden nicht mit in die Gräber gegeben und evtl. weitergereicht.
2: Schilde bestanden ausschließlich aus organischen Materialien
3: Das Fußvolk führte keine Schilde
Zu 1. Die Zuckerhutbuckel sind technisch sehr aufwendig zu produzieren und standen sicher nicht jedem Krieger sondern tatsächlich nur der Elite zur Verfügung. Einfache Kuppeln wie sie fast in jeder Epoche zu finden sind stellen in der Herstellung keinen großen Aufwand dar. Diese Kuppelbuckel finden sich zB auch im Utrechter Psalter aus dem frühen 9. Jhd. Die Frage wäre, warum diese archäologisch nicht greifbar sind.
Zu 2. Sowohl im Utrechter Psalter als auch in späterer Ottonischer Kunst finden sich Schilde ohne Buckel. Diese waren scheinbar gewölbt konnten aber kreisförmig oder oval sein. Die buckellosen Schilde der Ottonik könnten auf eine frühere Herstellungstradition zurückgehen.