Das Xiphos würde ich gerne nehmen:)
Beiträge von Sven
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Regionale Besonderheiten nicht mit einbezogen.
Bild 2 ist der schmale Chiton der die Leitform der Archaischen Zeit darstellt.
Bild 3 ist dann die Leitform der Klassischen Zeit. Zusammen mit dem Chiton der eine Schulter freilässt.
Zur Zeit Alexander des Großen trifft man dann wieder die Version Bild 2 an. Allerdings scheint er jetzt breiter zu sein und damit in die Richtung von Bild 1 zu gehen.
Von religiösen Gewändern, und Chitons älterer Männer oder Würdenträgern abgesehen ist der Chiton für Gewöhnlich so kurz, dass er nicht über die Knie reicht.
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Ansonsten sind mir für diese Zeit der Schmale&Kurze Chiton mit Armlöchern an den Seiten
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. und der Breite Chiton mit Armlöchern an der oberen Kante bekannt
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Beim Verlinken tue ich mich immer schwer, also darf ich euch mit meinem künstlerischen Talenten beglücken.
Die Striche sollen Näht darstellen die Breite ging über die Ellenbogen und die Länge über die Knie hinaus.
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Im Internet bin ich auf eine Zeichnung gestoßen, die einen ziemlich breiten Chiton zeigt, bei dem sich trotzdem die Ärmellöcher an den Seite befinden.
Weiß jemand, ob das die so oft in Fachbüchern erwähnte verschmelzung des Dorischen und Ionischen Stils ist?
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Unabhängig von der hinein gesteckten Arbeit, die ich wirklich super finde stelle ich mir eine Frage- inwieweit sind gewölbte Schilde für die Karolingerzeit nachweisbar?
In der Antike als "scutum" bei den römischen Legionären einseitig gewölbt sicher, in der Spätantike gerade Schilde, Merowinger ebenso gerade, Karolinger urplötzlich pilzförmig gewölbte Schilde, danach wieder gerade Schilde. Gewölbt dann erst wieder mit den aus dem Normannenschild (der ebenfalls gerade war, siehe Teppich von Bayeux, auf dem ein Schild als Tisch zweckentfremdet wird) entstandenen Infanterie- und Reiterschild im HMA mit Wölbung in der Längsachse.
Gehe ich irgendwie nicht mit. Mit fehlt dazu die Logik. Einen runden, komplett gewölbten Schild anzufertigen dauert lange, erfordert hohes technisches Wissen, von den Fähigkeiten nicht zu reden.
Für ein Wegwerfprodukt? Da zweifle ich etwas.
Ich kenne keine kontinuierlich gebogene Schildfessel die auf einen gewölbten Schild schließen ließe. Eine verbogene Fessel ist kein Nachweis, das kann durch Bodendruck entstanden sein.
Dann bleibt die nächste Frage nach der Nutzbarkeit. Einen flachen Rundschild lege ich auf dem Arm ab und nutze ihn offensiv. Wie mache ich das wenn mich mein eigener Schild behindert, in der Bewegungsfreiheit einschränkt?
Hast du jemals einen gewölbten Schild in der Hand gehabt? Vermutlich nicht. Ich jedenfall war begeister von der Handhabung obwoh ich Flache gewöhnt bin

Eigentlich fehlt der Nachweis für einen flachen Schild in der Karolingerzeit. Außerdem möchte ich mal an die Griechischen Schilde erinnern. Da haben ja selbst die Ekdromoi sehr aufwendige Varianten - für ein "Wegwerfprudukt".
Die Ovalen Römischen Schilde des 3ten Jhd aus Dura Europos waren ebenfalls gewölbt.
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Ich halte These Nr. 1 für sehr klug. Gräber enthalten nämlich nicht einfach die volle Bewaffnung von Kriegern oder den gesamten Besitz des Verstorbenen. Die Grabbeigaben wurden vielmehr aus heute weitgehend unbekannten Gründen zusammengestellt. Ein praktischer Grund für das häufige Fehlen des Schildes, könnte vielleicht auch seine schlichte Größe sein. Mitunter passten Schild und Speer einfach nicht in den Sarg oder die Grabkammer, während Schwert, Sax etc. leichter unterzubringen sind. Höher stehende Personen hatten offensichtlich auch größere Grabkammern, in die mehr Sperrgut reinpasste. Man sollte jedenfalls nicht einfach von der Häufigkeit einer Waffe als Grabbeigabe auf die Häufigkeit ihres Einsatz auf dem Schlachtfeld schließen.
Also in Sarstedt gibt es ein Waffengrab mit Süd-Nord Ausrichtung das nur 1,60 x 65 cm und nicht tiefer als 70cm war. Da würden Lanze und Schild tatsächlich nicht hineinpassen. Das wäre ein Indiz dafür, dass nur ganz besondere Persönlichkeite ein großes Grab bekommen und die entsprechende Ausrüstung mitbekommen haben.
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Weiteres Material ist heute eingetroffen. Nägel, Rohhaut, Schildbuckel und Leinenzwirn. Am Wochenende wird die Vorder- und Rückseite mit Leinen bezogen.
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Unabhängig von der hinein gesteckten Arbeit, die ich wirklich super finde stelle ich mir eine Frage- inwieweit sind gewölbte Schilde für die Karolingerzeit nachweisbar?
In der Antike als "scutum" bei den römischen Legionären einseitig gewölbt sicher, in der Spätantike gerade Schilde, Merowinger ebenso gerade, Karolinger urplötzlich pilzförmig gewölbte Schilde, danach wieder gerade Schilde. Gewölbt dann erst wieder mit den aus dem Normannenschild (der ebenfalls gerade war, siehe Teppich von Bayeux, auf dem ein Schild als Tisch zweckentfremdet wird) entstandenen Infanterie- und Reiterschild im HMA mit Wölbung in der Längsachse.
Gehe ich irgendwie nicht mit. Mit fehlt dazu die Logik. Einen runden, komplett gewölbten Schild anzufertigen dauert lange, erfordert hohes technisches Wissen, von den Fähigkeiten nicht zu reden.
Für ein Wegwerfprodukt? Da zweifle ich etwas.
Ich kenne keine kontinuierlich gebogene Schildfessel die auf einen gewölbten Schild schließen ließe. Eine verbogene Fessel ist kein Nachweis, das kann durch Bodendruck entstanden sein.
Dann bleibt die nächste Frage nach der Nutzbarkeit. Einen flachen Rundschild lege ich auf dem Arm ab und nutze ihn offensiv. Wie mache ich das wenn mich mein eigener Schild behindert, in der Bewegungsfreiheit einschränkt?
Nun die Psalter Abbildungen lassen auf gewölbte Schilde schließen und auch die Buckelform.
Aus der Praxis: Wir haben jetzt auch einen gewölbten Schild und obwohl ich Flache gewohnt bin war ich total begeistert. Er schmiegt sich gerade zu an den Körper und ich bin damit tatsächlich schneller. Dazu kommt, dass er bei diesen langen Buckeln ein besser Gleichgewicht auf der Angel hat. Nachteil würde im Schildwall liegen, aber der Einsatz ist ja auch umstritten.
Bei mir wird es vermutlich leider auch ein Flacher aber glücklich bin ich seit ich den Gewölbten getragen habe damit nicht mehr...
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Vom Museum in Cuxhaven habe ich die Antwort erhalten. Das Schwert von Sahlenburg hat leider kein Metallortband, das Foto täuscht.
Aktueller Stand: komplett organische Scheiden mit Leder und/oder (Birken)Bast bezogen oder gewickelt.
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Der war ja auch vergangen und nur noch als Schatten im Erdreich zu erkennen. Ich meine irgendwo mal ein Bild von der Ausgrabung gesehen zu haben. Wenn es mir wieder unterkommt, schicke ich es.
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Das mit der Polsterung ist auch interessant!
Also ich habe mir jetzt diverse Streifen und zusätzlich 1kg Birkenrinde bestellt. Da werde ich mit experimentieren und euch auf dem Laufenden halten.
Danke für die Unterstützung!
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Ziemlich feines Leinengewebe ist aus einem Grab in Putensen belegt. Irgendwo müsste es eine PDF mit entsprechender Abbildung geben.
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In etwas soll das Ganze so ähnlich werden:
Externer Link:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/QK2ZNZAYH…RBO6A3GCSP3AWXO
Quelle: "Deutsche-digitale-Bibliothek.de"
Birkenbast wird häufiger i.V.m. Schwertscheiden beschrieben. Ob es einen wirklichen Nutzen hat oder nur eine modische Geschichte war weiß ich noch nicht.
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Danke für die schnelle Antwort


Die Streifen von der ersten Seite hatte ich auch schon ins Auge gefasst. Man weiß ja leider auch nicht genau was die Archäologen mit Birkenbast meinen und die Überreste sind schwer zu erkennen.
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Hallo ihr Lieben,
für meine Schwertscheide muss ich Birkenbast verarbeiten. Hat da jemand Erfahrung mit und / oder einen Tipp für Bezugsquellen?
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Diese Passage hatte ich gar nicht auf der Rechnung. Paul Stefan übersetzte die Stelle bei Tacitus so:
"Frauen tragen sich nicht anders als Männer; nur gehen sie gewöhnlich in Linnengewänder gehüllt, die mit roten Säumen verziert sind.Ihre Kleidung läuft oben nicht in Ärmel aus"
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Im Stoffbereich zum Thema färben von Leinen kam das Thema zur Bekleidung bei den Germanen auf.
Hier das Zitat
Farbiges Leinen wird in den Schriftquellen zum Thema "Germanen" u.a. vergleichsweise oft erwähnt: Tacitus, Paulus Diaconus, Notker Balbulus
In allen drei Fällen geht es um die Beschreibung einer Art Nationaltracht. Nach Tacitus besteht die Kleidung der germanischen Frauen aus "purpurfarbig" verziertem Leinen. Paulus Diaconus berichtet, Langobarden und Angelsachsen trügen mit bunten Streifen verzierte Leinenkleidung. Die roten Leinenhosen der Franken erwähnt Notker. Die Frage, ob es in den Textquellen um gefärbte Leinenfasern geht oder doch um ungefärbtes Leinen mit eingewebt, angenähten oder aufgestickten Woll- oder Seidenfäden, ist nicht genau zu beantworten.
Bunte Leinenkleidung war jedenfalls ein gängiges Barbarenklischee, das heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Sie ist ein Gegenmodell zur weißen Kleidung konservativer Römer oder zur braunen Kutte der Mönche.
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Farbiges Leinen wird in den Schriftquellen zum Thema "Germanen" u.a. vergleichsweise oft erwähnt: Tacitus, Paulus Diaconus, Notker Balbulus
Das ist so interessant, dass würde ich gerne nochmal im Germanen Bereich anbringen.
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Hier findest Du eine schöne Übersicht über Webarten im Blog von unserer lieben Silvia :
https://www.zeitensprung-handweberei.de/2018/07/24/kle…lalter-newbies/Und hier geht es nochmal speziell um den Diamantköper:
https://www.zeitensprung-handweberei.de/2021/11/21/dia…r-unterschiede/Oh das kannte ich jetzt gar nicht... danke und sorry an Silvia!