Hallo in die Runde,
nun als Rheinländer vor ca 40 Jahren als Wikinger, ja Augen zu und durch_ganz ehrlich im Karneval angefangen alle Klischees bedienend... und im Zeitalter ohne Internet und PC kamen dann erst 3 Bücher aus der Buchhandlung hinzu um in Richtung LH zu gelangen.
OHHH nahezu alles was dem Klischee entspricht und genutzt wurde war falsch - also was kann man selbst und was lässt man fremd herstellen z.B.: schneidern.
Dann kam ein Bericht im WDR über Gruppen die sich in Köln treffen, nun Köln als die Karnevalshochburg bekannt, schlimmer als bei meiner Ausrüstung vor 40 Jahren konnte es nicht ausschauen dachte ich. Nun einige Toppten das doch noch.
Aber wie überall gab es auch dort viele Leute mit einem Mehr an Wissen, die dies auch gerne weitergeben mochten.
So entwickelten sich Kontakte, man erfuhr von Mittelalterfesten auf Burgen und der ein und andere teilte mit welche Musseen sie/er bereits besucht hat.
Um dort hin zu kommen, gab es Telefon damals noch mit Schnur. Die Auskunft um Telefonnummern zu bekommen und die Öffnungszeiten zu erfragen. Nun zum hinfahren dafür gab es damals Straßenkarten auf Papier.
Und man fragte wo der ein oder andere der schon ein Zelt aufbaute, einen gelegentlich mit hinzukommmen ließ. Natürlich gehört es dann dazu das man auch mit anpackt. MIt Anfang 20 war das mit dem Anpacken kein Problem.
So wurden bald Termine zum mitlagern daraus. Nun möchte man ja auch ein eigenes Zelt besitzen, also auf Grundlage des bescheidenen Wissens ein Zelt konstruiert und die Plane beim Sattler nähen gelassen.
Doch man benötigt auch Lagerequipment, mit den Bechern der Burgenfeste konnte ich mich ebenso wie mit Omas Trödelkanne oder dem Zinnkrug und Urlaubsbembel nicht anfreunden.
So wurde damals noch mühsam nach Bezugsquellen gesucht für Dinge die ich damals nicht selbst herstellen konnte und ich ließ um meine benötigten Sachen zu finanzieren meist 3-5 Stücke mehr herstellen um diese im Deckenverkauf anzubieten. Als Vorbild nutzte ich die Abbildungen aus der stetig zunehmenden Bücheranzahl. Internet war immer noch nicht...
Andere Lagernden sahen dann diese Dinge und fragten kannst du auch dies und jenes besorgen... daraus entwickelte sich nach langer Zeit, ein Handel im Offiziell angemeldeten Nebengewerbe. Und da es dann noch einen Hauptberuf gibt, bleibt auch bisher nur Zeit für wenige Marktteilnahmen und ich habe auch weiterhin keine Internetpräsenz obwohl der Handel schon sehr viele Produkte und Sparten umfasst.
MIt den Jahren kamen dann immer weitere Kontakte erst National und später International hinzu. Bekannte oder auch Kunden empfahlen einen weiter, Museen wurden zu Kunden und Mitarbeiter der Museen zu guten Bekannten.
Nun mit dem Internet findet sich heutzutage fast alles..
Zelte werden gleich mal von verschiednen Firmen angeboten und komplett mit den Gestänge wenn man das möchte. Das Forum ist eine sehr große Hillfe um den Einstieg zu finden, Fehler zu vermeiden und eine gute Basis aufzubauen.
Gute Plätze um historisch gut gemachtes zu finden sind die Museumsfeste aber auch auf Mittelaltermärkten sind hervorragende Handwerker und Waren zu finden. Die Reenactmentmesse in Minden NRW ist bald und ein Platz an dem oft hervorragende Qualität angeboten wird. Die Dort Anbeitenden geben gerne und auch historisch nachweisbare Informationen an den Kunden weiter.
Großhändler gibt es im Internet - doch sollte man zuvor wissen was man benötigt. Es wird vieles angeboten das dann nicht zur gewählten Darstellung passt - einige Händler verkaufen alles quer durch alle Epochen leider manches falsch deklariert. Es gibt Händler die einen gut beraten und es gibt dort auch die anderen...daher Recherche zuerst verhindert den Fehlkauf.
Außer den Empfehlungen von Märkten hier im Forum findest du hier die Hilfe zu fast allem um Fehler vor dem Kauf zu vermeiden.
Bezüglich um Märkte zur Teilnahme zu finden gibt es auch im Internet verschiedene Mittelaltermarktkalender (Veranstalteradressen sind dort im Kalender meist als Link anwählbar).
Wer noch nie gelagert oder mit dem Ziel mal zu lagern ein Mittelalerfest oder Museumsfest aufmerksam betrachtet hat, dem sei empfohlen sich wenn die Geduld ausreicht erst den Markt seiner Wahl als Besucher anzuschauen um festzustellen ob man dort im folgenden Jahr lagern möchte.
Dann sieht man, gefällt einem der Markt, kann man mit den dort lagernden Darstellenden mit seinem eigenen Equipment mithalten, oder ist selbst gar historisch nachweisbar besser ausgestattet.
Du benötigst also passend zur Zeitlichen Darstelleung - ein Zelt, eine Schlafstelle historisch oder mit Decken und Tüchern tagsüber abdeckbar etwas Moderneres z.B.: ein Feldbett, Lagerequipment.. Teller, Becher und was du sonst noch so bei den Teilnehmern gesehen hast. Was darauf schließen lässt, dass dies jeder selbst besitzt und benötigt... gut ist es auch etwas zum Werkeln zu haben. Dafür die (bestenfalls zur dargestellten Epoche) passenden Materialien und Werkzeuge.
Wenn du dann noch dort lagern willst, frage bei den Gruppen die für deine Epoche passend sind ob du mit ihnen lagern darfst.
Nicht jeder möchte einem Verein beitreten, natürlich kann man sich auch ohne Verein zum Markt bei Veranstalltern anmelden. Frage vor Ort nach dem Veranstallter um zu erfahren ob für Dich dort im nächsen Jahr oder Zeitnah auf einem seiner nächsten Märkte Platz ist.
Die fragen dann neben dem Platzbedarf natürlich auch was stellt Diejenige /Derjenige dar, es wird z.B.: nach Fotos des Zeltes und Ausstattung gefragt....
Und dann bist du bestenfalls mittendrinn...