Da ich für ein Projekt schwarzes Leder benötige aber keine Ahnung hatte wie man dieses schwarz bekommt (Auf gekaufte Lederfarbe wollte ich verzichten) Stellte sich mir die Frage:
"Wie kann man Leder mit einfachen Haushaltsmitteln färben " Hierbei wurde ein wenig Recherche betrieben und habe ich die Möglichkeit gefunden, dass man mit Essigessenz und Stahlwolle Leder schwarz färben kann.
Selbst habe ich es noch nie gemacht und aus diesem Grund habe ich mir gedacht, mach eine kleine Versuchsreihe und diese wurde wie folgt durchgeführt
Verwendet wurden:
3 mm starkes vegetatibel gegerbtes Leder
30 g Stahlwolle (aus dem Handwerkerbereich)
400 ml Essigessenz (Gibt es im Supermarkt in der Lebenesmittelabteilung)
1 Glas (Altes Marmeladenglas mit Deckel)
1 Pinsel ersatzweise Gefäß
warmes Wasser und Natron
etwas Zeit
Folgendes wurde versucht
Die Stahlwolle wurde in das Glas gegeben und mit der Essigessenz übergossen.
Das Glas mit Mischung wurde dann unverschlossen abgestellt.
Alle 2 Tage wurde dann das Glas geschüttelt.
Nach 7 Tagen wurde die Stahlwolle aus dem Glas genommen.
Danach wurde mit dem färben begonnen und dabei zwei Verfahren parallel durchgeführt.
1. Verfahren Färben mit dem Pinsel
Die Mischung aus dem Glas wurde in einen kleinen Becher geschüttet und einfach mit einem satt getränkten Pinsel auf die Lederoberseite aufgetragen, hierbei verfärbte sich das Leder erst braun, wurde danach immer dunkler und nach ca. 15 Minuten einziehen lassen hatte es einen schwarzen Ton.
Ergebnis Nr. 1 auf dem Bild. Nr. 2 wurde nach dem trocknen ein weiteres Mal eingepinselt. Das Leder wurde dadurch nicht schwärzer.
2. Verfahren Tauchverfahren
Das Leder wurde in den Becher mit der Mischung kurz ca. 1/2 Minute untergetaucht bis das Leder komplett mit der Mischung bedeckt war. Danach wurde das Leder der Schale entnommen
Leicht abgeschüttelt und auf eine Kunststofffolie (Alte Verpackungsfolie) gelegt. Dabei wurde das Leder erst braun, danach immer dunkler und nach 15 Minuten einziehen lassen hatte es einen schwarzen Ton.
Ergebnis: Nr. 3 auf dem Bild
Das Leder wurde dann zum Trocknen ca. 1 Std. abgelegt, danach mit einer Mischung aus warmen Wasser und Natron abgewaschen
Ergebnis: Nr. 4 auf dem Bild
Anschließend mit Wasser abgespült.
Ergebnis: Nr. 5 auf dem Bild
Danach wurde das Leder zum trocknen gelegt.
Nachdem das Leder trocken war, wurde die Oberfläche mit Lederfett eingefettet.
Ergebnis Nr. 6 auf dem Bild
Festgestellte Vor- und Nachteile der beiden Verfahren.
Pinselverfahren:
Vorteile:
Es ist nicht so viel Färbemischung anzusetzen.
Für größere Teile wird kein großes Gefäß benötigt.
Nachteile:
Es wird nur die Oberfläche schwarz, die eingepinselt wurde.
Wird das Leder dann zugeschnitten sind helle Ränder zu sehen.
Beim einfärben muss sehr gleichmäßig aufgetragen werden sonst wird die Oberfläche fleckig
Tauchverfahren
Vorteile:
Die Oberläche ist gleichmäßiger
Das Leder wird auf allen Seiten schwarz.
Nachteile:
Es wird bei größeren Teilen sehr viel Färbemittel benötigt.
Bei größeren Lederteilen wird auch ein passendes größeres Gefäß benötigt.
Fazit:
Ich habe dies jetzt nur an einem kleinen Streifen Leder getestet und das Ergebnis war für mich zufriedenstellend.
Beim nächsten Test werde ich ein größeres Stück Leder verwenden um zu sehen wie gleichmäßig die Oberläche dann gefärbt ist.
Ferner denke ich noch über einen Versuch mit Wasser und ein Stück Eiche als Färbeflotte nach.