Lieber Daniel,
herzlich willkommen im Forum! Ich habe mir einige Deiner historischen Schriftwerke auf Deiner Webseite angeschaut und bin einfach nur beeindruckt. Ich habe ich im Laufe der Jahre viele moderne Versuche gesehen, historische Schriften nachzubilden. Dabei war ich stets überzeugt, dass man einer Schrift den modernen Ursprung immer ansieht, so wie ein Akzent in einer Fremdsprache unvermeidlich bleibt. Doch Deine Arbeiten haben mich eines Besseren belehrt. Die Authentizität und Präzision Deiner Schriftkunst sind schlichtweg außergewöhnlich.
Es ist eine große Bereicherung, Dich hier im Forum zu haben, und ich freue mich schon darauf, mehr von Dir und Deinen Werken zu erfahren.
Liebe Grüße
Fabian
Vielen Dank, Fabian! Das ehrt mich sehr. Ja, ich denke um glaubhafte Kopien zu bekommen, braucht es zwei Dinge, 1. das authentische Material von vorne bis hinten. Also begonnen bei den Messern, Blei- oder Messingstifte, Lineale, Unterlage, Gänsekiel, Tinte und Pergament. 2. das Beherrschen der Schrift. Ich habe vor gut 20 Jahren mit der mittelalterlichen Kalligraphie begonnen und behaupte noch heute dass ich noch nicht gut genug bin. Noch immer gelingt es mir nicht auf Anhieb, genau eine Minuskel aus dem 10. Jh zu treffen.
Exakte Kopien entstehen mit vorgängigem sehr langem Üben, und dann auch auf einem Leuchtpult. Dies damit der Duktus, die teils willkürlich anmutenden Abstände und die allgemeine Optik passen. Als Designer will ich immer alles schön gerade und sauber machen, aber so haben die das damals nicht gemacht, da hilft die direkte Vorlage sehr, dies zu imitieren. ![]()