Beiträge von Thomas W.

    Ich werde auch keine MA-Kleidung mitnehmen. Du wärst also nicht alleine.

    Was wäre mit einer Deiner Rüstungen?

    Wir sind vor und nach dem Treffen im Urlaub bzw. wir besuchen unsere Familien. Das Auto ist daher voll mit allem möglichen... Dazu kommt, dass meine Frau nicht im Hobby aktiv ist und auch in moderner Kleidung aufschlägt. Für mich passt das daher so ganz gut. 👍️

    Ein tolles Projekt! Und immer wieder spannend zusehen, dass solche Themen wie ein erhöhter Gesichtsschutz etc. auch vor dem Hochmittelalter bereits da waren und eine Rolle spielten und dann - wie etliche andere Dinge auch - wieder in Vergessenheit gerieten und "neu entdeckt" werden mussten.

    Thomas W. kannst du eventuell etwas zur Materialstärke realer historischer Helme sagen?

    Ja, könnte ich. Allerdings vor allem zu Helmen aus dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit.

    Das Dünne scheppert auch bestimmt viel schöner, wenn Thomas W. dir eins mit dem Schwert überzieht, um mich armen Tropf zu befreien. :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Keine Gewalt! 😅

    Ich selbst muss in Zivil oder mit MaMi zurechtkommen, weil ich für mich ausser Bruche und Hemd noch nichts korrektes habe.

    Ich werde auch keine MA-Kleidung mitnehmen. Du wärst also nicht alleine.

    Andreas wird für die nächsten Wochen bis zu den Herbstferien an den jeweils anderen Donnerstagen eine Einführung in den Freikampf für Interessierte geben. Trainiert wird hier mit Kontakt.

    Gestern hatten wir "Kontakt". 😆 Es war ein schönes Training, gemischt mit theoretischen Inputs und praktischen Anteilen. Gerade für die neuen Mitglieder, die noch ziemlich am Anfang stehen, hatte es grossen Mehrwert. Auf was kommt es bei einem Freikampf an? Wie bzw. mit welcher Ausrüstung schütze ich mich gegen Verletzungen? Was ist zwingend Pflicht und wo kann ich nach eigener Vorliebe zwischen Schutz & Beweglichkeit frei agieren? Wie fühlt es sich an eine Schwertklinge mit Schwung gegen den Kopf geschlagen oder gestochen zu bekommen... Und wie fühlt es sich an selbst jemanden mit einem Schwert zu hauen oder zu stechen... was ist noch zu zaghaft und ab wann wird es zu heftig? Diese und weitere Fragen/Erfahrungen wurden gestern geklärt/gemacht.

    Für die älteren Hasen war es teils etwas schwer auszuhalten, die Übungen langsam und mit der benötigten Rücksichtnahme durchzuführen, aber es war ein gutes Übungsfeld. 😅 Im letzten Drittel wurden dann "die Hunde von der Kette gelassen" und haben sich - wenn die Paarungen vom Können her passten - ordentlich eins eingeschenkt. ⚔️

    Neu war hier, dass jeweils eine dritte Person - egal ob alter Hase oder Neueinsteiger- als Beobachter fungierte und nach den Kämpfen an beide Kontrahenten eine Rückmeldung gab. Das hat mir persönlich besonders gut gefallen, denn dieser Punkt kam in der Vergangenheit tatsächlich oft zu kurz... also beides... Kritik wie auch Lob. Beides kann - treffend formuliert - motivierende Wunder bewirken. :thumbup:

    [...] ein Kriegsmesser "Rotmilan" von Landsknecht Emporium, habe ich jedoch leider noch nicht fotografisch festgehalten.

    Das habe ich gestern geändert. Dieses Messer (waffenkundlerisch als ein sogenanntes Kriegsmesser bezeichnet) ist ein ziemlicher Brummer! Meines Wissens nach war es lange Zeit (oder ist es auch noch) das einzige solche Messer mit Griffplatten aus Horn. Diese "Sonderausstattung" hatte der damalige Erstbesitzer so bei Landsknecht Emporium in Auftrag gegeben. Geschnitten habe ich damit noch nicht. Bei einer nächsten Gelegenheit werde ich dies aber gerne ändern.

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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    In meinem Sammelsurium an Wehren, langen Messern und Kriegsmessern befinden sich mittlerweile über 20 Exemplare [...]

    Ja, diese Art Blankwaffen hat mir es tatsächlich auch ziemlich angetan. Meinen letzten Neuzugang zu diesem Themenbereich, ein Kriegsmesser "Rotmilan" von Landsknecht Emporium, habe ich jedoch leider noch nicht fotografisch festgehalten. Daher hier mal noch ein gezoomten "Schnappschuss" in den betreffenden Ständer (mit dem Fokus auf die Messer), der aus dem März dieses Jahres stammt. Spannend, wie optisch vielfältig nicht nur die Nägel - sondern auch die gesamte Gehilzgestaltung - ausfallen konnten.


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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    Oha, Männergrippe. Gute Besserung! Bin ich zum Glück dieses Jahr bisher verschont geblieben. Hoffe es bleibt auch noch eine ganze Weile so.

    Besten Dank!

    Ich habe ja im August bei einem Verein mit Bloßfechten angefangen. Bin da wirklich noch ganz am Anfang und taste mich langsam vor. Deine Beschreibungen hier inspirieren mich aber. Vielen Dank dafür.

    Gerne! Es freut mich das zu hören.

    Ich bin gerade am Überlegen, ob ich mir so eine Art Dummy für Solodrills "bastle". Ich sehe häufig in Videos dazu, dass wohl gern so Fahrradreparaturständer verwendet werden, um ein Schwert zu halten, welches man dann als "Ersatz" für einen Partner nutzen kann. Hab da auch schon Ideen dazu, aber ich bräuchte ja erstmal ein 2. Schwert :smiling_face: .

    Eine Idee, mit der ich auch schon geliebäugelt habe... Mal schauen... Alternativ könnte man auch einen gekürzten Besenstiel oder eine Metallstange hernehmen. Aber gegen ein zweites Schwert spricht natürlich nie NIE!!! etwas. 😅

    Zum Verkauf kommt hier eine Schnitzplastik des Evangelist Johannes.

    Die Vorlage wurde um 1490-1492 von Tilman Riemenschneider aus Lindenholz in einer Grösse von 77cm gefertigt. Tilman baute zu dieser Zeit einen Altar für die Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Münnerstadt, zu dessen Ausgestaltung auch dieser Johannes gehörte. Der Münnerstädter Altar gehörte zu den frühesten Retabeln, die ohne Farbfassung ausgeliefert wurde. Jedoch schien die Abwesenheit von Polychromie schon nach kurzer Zeit als störend empfunden worden zu sein, sodass um 1504-1506 der Nürnberger Bildhauer Veit Stoss nachträglich damit beauftragt wurde, den Altar zu bemalen und zu vergolden. Um die Mitte des 17. Jhd. wurde der Altar wieder auseinandergenommen und umgestaltet.
    Heute ist dieser Evangelist im Bode-Museum in Berlin ausgestellt. Die originale Fassung ist nicht mehr erhalten.

    Die hier gezeigte Interpretation des Johannes ist ebenfalls 77cm hoch und wurde auch aus Lindenholz gefertigt. Sie trifft die Vorlage nicht zu 100%, man erkennt in der Gegenüberstellung allerdings deutlich die starke Anlehnung daran. Auch der gotische Stil wirkt meiner Meinung nach gut getroffen. Der Erhaltungszustand dieser rund 40-50 Jahre alten Schnitzplastik ist wirklich überzeugend. Auch seine Fassung, die einen hohen Blattgoldanteil aufweist, ist nahezu unbeschädigt erhalten geblieben. Durch die Grösse und ihre feine Umsetzung stellt diese Schnitzplastik eine kleine Kostbarkeit dar. Ein echtes Schmuckstück!

    Preis: 1250,- SFr oder Tausch/Teiltausch gegen vernünftig umgesetzte Blankwaffen oder Rüstteile.

    Nur Abholung oder Übergabe nach Absprache. Bei Interesse kann ich gerne weitere Fotos machen. Meldet euch bitte per PN.


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    (Bildquelle: eigenes Foto

    Zum Verkauf kommt hier eine geschnitzte Interpretation der sogenannten 'Elzacher Madonna'. Sie ist 52cm hoch, wurde dreiviertelrund geschnitzt und polychrom gefasst.

    Das Original, dass von einem unbekannten Meister um 1500 geschnitzt wurde, befindet sich heute im Augustinermuseum in Freiburg im Breisgau.

    Preis: 250,- SFr oder Tausch/Teiltausch gegen vernünftig umgesetzte Blankwaffen oder Rüstteile.

    Bei Fragen, Anmerkungen oder Bilderwünschen bitte per PN melden. Abholung oder Versand innerhalb der CH/EU (gegen Übernahme der Kosten) ist möglich.


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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    Zum Verkauf kommt hier eine Interpretation der sogenannten Stuppacher Madonna.

    Bei diesem Stück handelt es sich um eine aus Holz geschnitzte Interpretation der sogenannten Stuppacher Madonna. Das Original dieser sitzenden Madonna entstand von 1514-1516 und wurde von Matthias Grünewald gemalt. Dieses Marienbild zählt neben der Ausgestaltung des Isenheimer Altars - an dem er wohl zeitgleich arbeitete - zu Grünewalds Hauptwerken.

    Ihre Höhe beträgt 37cm. Unten am Saum des Kleides ist sie 37cm breit und 24cm tief. Durch eine gründliche Buchführung sind noch einige weitere Details zu diesem Kunstwerk bekannt. Der Schnitzer Hans Daisenhofer fertigte diese Plastik im Oktober 1991 in Oberammergau. Kurz darauf wurde sie vom Vater der Vorbesitzerin für den Preis von 1000,- DM erworben. Dieser lies die Madonna dann später noch durch einen Kardinal segnen. Durch einen optimalen Standplatz präsentiert sie sich heute noch nahezu in Neuzustand.

    Preis: 350,- SFr oder Tausch/Teiltausch gegen vernünftig umgesetzte Blankwaffen oder Rüstteile.

    Bei Fragen, Anmerkungen oder Bilderwünschen bitte per PN melden. Abholung oder Versand innerhalb der CH/EU (gegen Übernahme der Kosten) sind möglich.


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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    Zum Verkauf kommt hier eine Nachbildung einer Madonna im sogenannten weichen Stil.

    Dieses imposante Stück ist 70cm hoch, holzsichtig und dreiviertelrund geschnitzt. Über ihr Alter und das verwendete Holz kann ich keine verlässlichen Angaben machen. Die Madonna kommt einigen erhaltenen Originalen sehr nah, die allesamt ins späte 14./frühe 15. Jhd. datiert sind.

    Der sogenannte "weiche Stil"* um 1400 ist meiner Meinung nach besonders schöner. Dies sieht man auch bei dieser Madonna, die in diesem Stil zu den sogenannten "schönen Madonnen"** zählt.

    *Der weiche Stil ist eine Stilrichtung in der spätgotischen Malerei und Plastik um 1400. Typische Beispiele des weichen Stils sind Marienfiguren, die auch schöne Madonnen genannt werden. [...] Charakteristisch ist die Betonung des in runden, fließenden Mulden herabfallenden, zunehmend dreidimensional wirkenden Gewänder der Figuren und die breit auf dem Boden aufliegenden Stoffbahnen, deren Saumkanten in weichen fließenden Formen gestaltet sind. Ebenfalls charakteristisch sind der zarte, verträumte Ausdruck und die zierliche Gestalt, gepaart mit Detailschilderungen. Der weiche Stil war bereits um 1380 ausgebildet (siehe André Beauneveu) und ein Jahrzehnt später weit verbreitet. (Quelle: Wikipedia)

    **Schöne Madonnen entstanden fast während des gesamten 15. Jahrhunderts, doch gehören die späteren Werke, die so bezeichnet werden, nicht mehr zum weichen Stil, der um 1450 endet. Er wird durch neue realistische Einflüsse aus den Niederlanden verdrängt. Im Faltenstil ist dies am Übergang zum eckigen Stil mit hart umbrechenden Falten zu erkennen. (Quelle: Wikipedia)

    Preis: 399,- SFr oder Tausch/Teiltausch gegen vernünftig umgesetzte Blankwaffen oder Rüstteile.

    Bei Fragen, Anmerkungen, Bilderwünschen, etc. bitte per PN melden.

    Abholung/Übergabe nach Absprache oder Versand innerhalb der CH/EU (gegen Übernahme der Kosten) möglich.


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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    Zum Verkauf kommt hier eine Interpretation der sogenannten Altenmarkter Madonna, die im Original aus dem späten 14. Jhd. stammt. Dieses vollrund geschnitzte Stück ist rund 50 Jahre alt und stattliche 73cm hoch. Die Fassung ist noch gut erhalten und wirkt atemberaubend.

    Hier noch einige Infos zum Original:
    "Die Altenmarkter Madonna steht in der Pfarrkirche Unserer Lieben Frau Geburt in Altenmarkt im Pongau, einer Marktgemeinde im Land Salzburg in Österreich.
    Die gotische Skulptur mit einer Höhe von 88 cm aus Plänerkalkstein, die 1393 geschaffen wurde, ist ein Beispiel des sogenannten weichen Stils. Sie stammt von einem unbekannten böhmischen Künstler. Das nackte Kind hält in der linken Hand den Paradiesapfel, mit der rechten ergreift es den Mantelsaum der Mutter.
    Am 14. August 1393 fertigte der päpstliche Nuntius Ubaldinus da Torres auf dem Vyehrad in Prag einen Ablassbrief aus, der besagt, dass alle, die vor dem Gnadenbild beten, einen Ablass erhalten.
    Als Madonna vor der Tanne stand sie lange Zeit im Chor der Kirche und wurde 1638 auf einen eigenen Seitenaltar versetzt, den der Salzburger Bildhauer Hans Pernegger schuf.
    Die Altenmarkter Madonna wird jedes Jahr bei der Prozession zu Mariä Himmelfahrt am 15. August mitgeführt." (Quelle: Wikipedia)

    Preis: 650,- SFr oder Tausch/Teiltausch gegen vernünftig umgesetzte Blankwaffen oder Rüstteile.

    Nur Abholung oder Übergabe nach Absprache. Bei einem Versand würde vermutlich die Fassung beschädigt werden. Weitere Fotos kann ich gerne auf Anfrage noch machen. Bei Interesse meldet euch bitte per PN.


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    (Bildquelle: eigenes Foto)

    Nach der Sommerpause beginnt heute die neue Saison bei Ars Gladii. Im kommenden Jahr wird das Fechten im langen Schwert erneut eine Hauptrolle spielen. Hier wird Matthias jeden zweiten Donnerstag das Training leiten. Andreas wird für die nächsten Wochen bis zu den Herbstferien an den jeweils anderen Donnerstagen eine Einführung in den Freikampf für Interessierte geben. Trainiert wird hier mit Kontakt. Nach den Herbstferien steigt Elisabeth mit uns in das Rapierfechten ein. Darauf freue ich mich besonders, weil es absolut neu für mich ist. Da fällt mir ein, ich muss mal nachschauen, ob ich überhaupt ein fechttaugliches Rapier im Bestand habe... 🤔

    Nach den Semesterferien im Februar wird es wohl einen Block zur halben Stange geben, den ein Trainer aus einem der anderen Vorarlberger Vereine bei uns anbieten wird. Darauf freue ich mich ebenfalls sehr.

    An den Freitagen wird im Wechsel zum einen wieder ein freies Training angeboten, an dem man Fechten kann worauf und mit wem (nach Absprache) man gerade Lust hat. Die jeweils anderen Freitage findet ein angeleitetes Training mit Schwert & Buckler statt, dass Sara durchführen wird.

    Ich starte zum Beginn der Saison bereits mit Männergrippe und werde wohl erst in der kommenden Woche einteigen können. 🤯

    Zum Verkauf/Tausch kommt diese wunderschöne Madonna, im gotischen Stil umgesetzt. Sie ist aus Holz gefertigt, etwas über 45cm hoch und dunkel gebeizt. Ihre Anmutung ist sehr stimmig.

    Preis: 475,- SFr oder Tausch/Teiltausch gegen vernünftig umgesetzte Blankwaffen oder Rüstteile.

    Abholung oder Versand innerhalb der CH/EU gegen Übernahme der Kosten.

    Bei Interesse meldet euch bitte per PN.


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    (Bildquelle: eigenes Bild)

    Zum Verkauf/Tausch kommt hier eine gerüstete Schnitzplastik, die im spätgotischen Stil gefertigt ist. Es handelt sich hierbei um eine ca. 65cm hohe Interpretation des heiligen Florian, der im Original ursprünglich den Kefemarkter Altar zierte.

    Preis: 550,- SFr oder Tausch/Teiltausch gegen vernünftig umgesetzte Blankwaffen oder Rüstteile.

    Abholung oder Versand innerhalb der CH/EU gegen Übernahme der Kosten.

    Bei Interesse meldet euch bitte per PN

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    (Bildquelle: eigenes Bild)

    [...] im langen Schwert mit Andreas und Gabriel "low sparring" ohne Schutzausrüstung gefochten [...]

    Hier noch ein paar Fotos vom quasi nahezu „Blossfechten“, dass hier bis auf leicht gepolsterte Handschuhe ohne Schutzausrüstung durchgeführt wurde. Die Handschuhe sollen dabei helfen, die Finger bei Handtreffern nicht übermässig blau zu hauen. Handtreffer sind ein häufiges Thema. Zum einen, weil man ohne Schutzausrüstung nach meinem Verständnis oft eh weniger „auf den Körper“ schlägt /sticht und man eher versucht ins Band zu kommen und dort zu bleiben, um die Klinge des Gegenübers zu kontrollieren und dann versucht seine Klinge durch geschicktes Winden an den jeweils anderen Körper zu bringen oder direkt einzulaufen und ihn umzuwerfen oder zu boxen/treten/etc.

    Zum anderen, weil die Hände einfach ein taktisch hervorragendes Ziel sind. Ich greife mit oder Schutzausrüstung gerne die Hände an. Sie zu treffen trainiere ich regelmässig. Den in einem „echten“ Duell mit scharfen Blankwaffen, ohne nennenswerten Handschutz, wäre der Kampf in der Regel nach einem Handtreffer schon mit hoher Wahrscheinlichkeit entschieden und vorbei. *bittealleFingerwiedereinsammeln* Wer schonmal ein geschärftes Schwert in der Hand hatte, oder mal einen Schnitttest durchgeführt hat, kann sich vorstellen wie wenig Energie es benötigt, um gröbere Schnitt- oder Stichverletzungen zu verursachen.

    Die Fotos beginnen mit ein „Abtasten" in der Mensur des Zufechtens (es ist noch mindestens ein Schritt notwendig um den Gegner mit der Klinge zu erreichen). Gabriel steht in der Hut "Pflug", ich in der "Nebenhut", den Gegner nicht bedrohend. Ich hatte gehofft Gabriel so in einen Angriff seinerseits zu locken...

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. (Bildquelle: Ars Gladii)

    Da der alte Fuchs sich aber nicht aus der Reserve locken lies, entschied ich mich für einen Angriff und versuchte in die Mensur des „Kriegs“ (ab dann könnte man sich mit den Klingen treffen und weh tun) zu kommen. Gleichzeitig schaute ich wie er darauf reagiert. Mein Schwert nahm ich nun in die Hut des "Pfluges", um Gabriel direkt zu bedrohen. Aus dem Pflug kann man sehr viele weitere Aktionen (wie beispielsweise einen direkten Stich zum Kopf oder zur Brust) machen und so gut wie jeden Hau daraus weiterführen. Zudem deckt/schützt die eigene Klinge, die so vor einen gehalten wird, den eigenen Körper vor der gegnerischen Klinge weil man sie schnell versetzen könnte. Ich gehe in die Offensive (ins "Vor"). Mein plötzlicher Angriff drängt Gabriel zum handeln, vermutlich erschrak er hier etwas und riss sein Schwert nach oben. Die Möglichkeiten auf solch einen Angriff zu reagieren sind vielfältig... Mal trifft man eine zweckmässige Entscheidung, mal nicht.

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    Während Gabriel sich hier dafür entschied, meinen Angriff mit einem Konter von oben, mit einem Twerhau zu begegnen (der mir bei dem Abstand noch nicht wirklich gefährlich werden konnte), ging ich gleichzeitig aus dem Pflug mit einem Unterhau weiter nach vorn. Wir befinden uns nun im sogenannten "Krieg", bei dem die Klingen definitiv den Körper des Gegenübers treffen, wenn man nicht reagiert. Mein Ziel war es hier zu versuchen, an seine Hände/Arme zu kommen und gleichzeitig seine Klinge mit meinen Schwert zu blockieren/zu parieren. Ich ging hoch in den "Ochs" und traf Gabriel am Handgelenk, während seine Klinge an meiner Parierstange gestoppt wurde.

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    An dem Vormittag gab etliche solche Duelle, die mal für den einen und mal für den anderen ausgingen. Oft entscheidet der Bruchteil einer Sekunde über Erfolg und Niederlage. Die Intensität und die Schnelligkeit sind bei solchen Übungen etwas reduziert. Etwas Risiko bleibt jedoch immer. Ich mag diese Art zu fechten, weil sie ein hohes Maß an Vorsicht & Gefühl erfordert und das wilde "drauflosgehen" und die damit oft verbundenen Doppeltreffer minimiert.

    Beabsichtigst du eigentlich noch einen Fußknecht / Armbruster ode Büchsenschützen zusammenzustellen ( da wo ggfs Rüstungsteile fehlen, könnte man ja stattdessen entsprechende Kleidung einsetzen) ?

    [...] hatte aber in den letzten Jahren auch schon Halbharnische so montiert in der Sammlung stehen. Mir passende spätmittelalterliche Kleidung ist ja zum Glück vorhanden.

    So sah das beispielsweise aus.

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    (Bildquellen: eigene Fotos)