Beiträge von Grimmbold

    Thematisch alles außer Kunst und Militär der Moderne

    Und grade wollte ich das Deutsche Panzer Museum in Munster vorschlagen :smiling_face:

    Ich hatte sofort https://www.saurierpark.de/besucherinformationen/lage-anfahrt im Kopf, aber das ist leider zu weit weg :frowning_face:
    Das AFM Oerlinghausen würde sich ja anbieten, aber ich fürchte, das kennt ihr schon?

    Goslar wäre eine Idee:
    --> Weltkulturerbe Rammelsberg. Ein riesiges Bergbaumuseum https://rammelsberg.ticketfritz.de/
    --> Zinnfiguren-Museum https://www.zinnfigurenmuseum-goslar.de/

    Wir wollten dieses Jahr mal nach Bremerhaven:
    --> + 1 für das Deutsches Auswandererhaus. https://dah-bremerhaven.de/

    Als in dem Bereich völlig unbeleckter, sprich absoluter Dödel, habe ich da zwei Fragen @Thomas: Verstehe ich das Richtig, HEMA ist zwar sportlich-kompetiv, aber immer unter der Berücksichtigung der historischen Fechttechniken, sprich man möchte den "Waffengang" schon gewinnen / für sich entscheiden, aber im Gegensatz zu Buhurt, Codex Müll...äh...Belli und Co, gilt nicht "Der Zweck heiligt die Mittel" (ala "Tippi Tappi Rücken Kratzen" bei Codex Belli), sondern man bleibt ihm Rahmen dessen, was aus den Fechtschulen überliefert ist. Habe ich das so richtig verstanden?

    Gibt es, neben den technischen Anleitungen (ich kenne I33, Liechtenauer und Thalhoffer?) auch eine Art sportlichen Kodex, wie man ihn heute kennt? Also, dass ihr einen im Rahmen der HEMA habt, ist mir klar, aber wie war es bei den Vorbildern?

    Und die zweite Frage, ich lese öfters Begriffe, die darauf hinweisen, dass es auch "im Mittelalter" dedizierte fecht / Sportwaffen gab. Aber Disziplinen wie die Sichel oder das Bohrschwert (gehört Harnischfechten auch zu HEMA?), sind ja eher "scharfe" Waffen. Ich kenne es nur aus meiner, begrenzten, Wiki Erfahrung mit Waffen, ein Stumpfes Schwert hat ja per se mehr Masse als ein Scharfes (in der Wiki Szene wurde das z.b. bei manchen Schwertmachern, wie Paul Binns, durch überbreite Hohlkehlen gekontert). Aber manche Schwertformen im HMA und SMA haben einen anderen Klingenquerschnitt, wie geht ihr da mit der Gewichtsdifferenz um?

    Und letzte Frage, mag blöd klingen, aber kämpft / fechtet ihr eher "Sortenrein" - also Sichel vs Sichel, Stab vs Stab, Langes Schwert vs Langes Schwert (ich bin mit den Begriffen nicht so firm, bin schon Froh nicht auf Rollenspielbegriffe wie Langschwert zurückzugreifen) - oder gibt es auch Sichel vs Schwert, Langes Messer vs Stab, etc?

    Und danke für das vorstellen, ich finde das wahnsinnig spannend!

    Meddl Bettina! :smiling_face:
    Schön dass Du da bist, das sind hier alles nette Leute, der perfekte Mix aus Genie und Wahnsinn. Ich bin selbst nur noch auf Sparflamme im Mittelalter aktiv(!) aber würde die Leute und die Gespräche zu sehr vermissen, um weg zu bleiben - ich denke, das sagt viel über das Klima hier aus.

    In welche Richtung gehst Du denn beim Metal? Bei mir ist es Querbeet, von Manowar über Blind Guardian, Sabaton, Iced Earth, Freedom Call bis Equilibrium!

    Du wirst hier mit Sicherheit für jede deiner Interessen etwas finden! Die Viktorianische Zeit fasziniert mich, auch von der Kleidung her, sehr, nur fürchte ich, dass ich in den Anzügen eher dämlich aussehe. Da ich schon 3-4 Darstellungen in verschiedenen Zeiten habe, für die "Geraffel" hier rumliegt (800 Franke, 900 Schwede, 1100 Normanne, 1863 USA/CSA, US Fotograf 1944 und Rhodesien 1976), ist das auch eine Platzfrage - wie Du ja selbst festgestellt hast :).

    Aber keine Angst, man kann in das Hobby, sei es eher Fantasy/LARP oder auch historische Darstellung relativ einfach und auch relativ preiswert einsteigen (der grösste Kostenfaktor sind meist Schuhe), wenn man sich die Zeit nimmt und sich schlau macht, was man machen will und was man braucht. Ich habe keine Erfahrungen mit der Schweizer Mittelalter Szene an sich, aber generell ist die MA Szene sehr aufgeschlossen und hilfsbereit, lass Dich nicht von Horrorstorys über böse Authentikpäbste, elitäre Grüppchenbildung und so weiter verschrecken.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass jede dieser Horrorstorys 2 Seiten hat. Wie man in den Wald schreit, und so... Ich wollte irgendwann um 1997 rum mit Liverollenspiel anfangen, im August ´98 war ich mit meiner Frau auf dem ersten Mittelaltermarkt, in Nürnberg. Völlig geflasht habe ich mir ein grauenhaftes Baumwollhemd gekauft, unsere erste Klamotte sah aus wie Prinzessin Fiona und ihr Herold, der sich als Robin Hood verkleidet hat. Dann kamen wir auf die Idee, statt LARP Mittelalter zu machen. Wikinger sollten es sein. Gegen das, wie ich damals in Tempus vivit! (damals das größte und umfangreichste Mittelalter und Reenactmentforum im dt. sprachigen Raum, leider letztes Jahr offline gegangen) aufschlug, war die Serie "Vikings" eine hochkarätige Dokumentation.

    Und trotz der miserablen Klamotte und dem übersteigerten Selbstbewusstsein meinerseits, hat mich das Forum und die Szene aufgenommen, unterstützt und vor vielen Fehlkäufen bewahrt. Und hier im Forum ist es nicht anders! Viel Spass und eine tolle Zeit!

    Hallo zusammen,

    ich bin ratlos, ich suche dieses Werkzeug:

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    Es ist eine Art Multitool, für Petroleum, Gas und Benzinlampen, ich bekomme die genauen Maße noch. Gibt es jemand, der das fräsen oder lasern kann?
    Ich kann auch versuchen ein 3d gedrucktes Modell zu bekommen. Ich würde hier nicht fragen, wenn ich nicht alle möglichen und unmöglichen Quellen dafür abgegrast hätte.


    Ich habe in großen Teilen die Ausstattung und die Kleidung in der Serien
    Melchior der Apotheker
    gefeiert.
    Am Auffälligsten bei den Statisten.

    Hi Claudia Zimmermann , den hab ich wahrgenommen, aber unter "ein neuer Medicus" abgehakt, ist der wirklich sehenswert?

    Ein Film, der mir noch eingefallen ist, ist "Glory" - er basiert auf dem Buch "One Gallant Rush" von 1965, das wiederum basiert auf den Briefen, die Robert Gould Shawn, ein Sklaverei Gegner, seiner Mutter geschrieben hat.

    Shawn führte die 54th Massachusetts Volunteer Infantry (die 54. Massachusetts Freiwilligeninfanterie), deren Mannschaftsdienstgrade ausschließlich aus Afroamerikanern bestand. Der Film ist auf vielen Ebenen sehenswert, sei es die Ausstattung, die Nähe zu Shaw's Briefen, dem großartigen Soundtrack oder dem Kniff, dass Szenen mit den Gedanken Shaw's aus dem Off, 1:1 aus den Briefen, kommentiert werden.

    Aber was den Film rausreißt und zu einer Perle macht, ist das Intro:

    Der Film beginnt mit der Titel-Musik, gesungen von einem Tabernakel Chor, und Einstellungen von einem gewaltigen Feldlager der Union. Alltagsszenen, Soldaten spielen Baseball, Post wird verteilt, andernorts werden hektisch Einachskutschen mit Kanonen und Munition herangeführt, dazu total Aufnahmen und Wideshots, die den gewaltigen Maßstab zeigen.

    Dann schwenkt die Kamera auf eine Kompanie Infanterie, man sieht kurz einen der Nebencharaktere, dann den Hauptprotagonisten, Robert Gould Shawn. Die Stimme aus dem Off setzt ein, und man hört Texte aus seinem Briefen, wie er seine Mutter beruhigt, sich für die Taschenbuchausgabe eines Werkes von Emerson bedankt, daraus zitiert, dass er von kleineren Niederlagen gehört hat, dass sie er befördert wurde und sie es seltsam fände, dass er nun Leute kommandiert, die teilweiße Alter als er sind.

    Die ganze Sequenz springt das Bild von goldrissen Lager Aufnahmen zu Nahaufnahmen von Shawn, wie er marschiert, oder bei Kerzenlicht Briefe schreibt. Er schließt mit einem Bericht darüber, dass sie immer mehr befreiten Sklaven begegnen, und seiner Überzeugung, dass mit des Herrn Hilfe, diese bald gleichberechtigt und gleichgestellt sein werden.

    Soweit übliches 90er Jahre Historienkino mit epischen, gewaltigen Sets, richtig? Nein!

    Edward Zwick Griff zu einem bemerkenswerten Kniff: da er nicht das Budget und die Zeit für weitere Massenszenen hatte, aber den Film mit den Vorbereitungen der Schlacht von Anti-Team beginnen. Daher drehte er die wenigen Einstellungen mit Shawn so, dass sie zu den anderen Szenen passen (man sieht es der "the roads are choked with the Disposessed" Szene an, dass sie woanders gedreht wurde).

    Und die restlichen Szenen sind beim 125 Jährigen Memorial Reenactment der Schlacht von Gettysburg gedreht worden und zeigen keine gestellten Szenen oder Einstellungen, sondern einfach Momentaufnahmen aus dem Alltag der Reenactor des riesigen Events.

    Das fand ich damals bemerkenswert, bei jedem Mal anschauen, fallen mir neue Details auf, die man so in gestellten Szenen nicht gehabt hätte, was für eine unglaublich Dichte, glaubhafte, Atmosphäre sorgt.

    (Und man merkt es der Wall of Text an, ich liebe diesen Film und das Buch - beim nächsten Post reiße ich mich wieder zusammen!)

    Ich erlaube mir Leichenschändung, ich war gestern positiv überrascht, habe mit meiner Frau "Der Gegenangriff" auf Netflix geschaut - und wider Erwarten nichts zu meckern gehabt. Ich habe einen normalen Action Film ohne Anspruch erwartet (und bekommen). Aber bis auf eine übliche Eigenschaft von Filmen (jeder Protagonist MUSS Alleinstellungsmerkmale haben, damit die Zuschauer den Unterschied sehen und die Personen auseinander halten) gab es nichts zu meckern.

    Verhalten, Lingo, Ausstattung, etc war OK. Erfreulich wenig Harte Männer Pathos obendrauf.

    In dem Kontext, was waren denn so eure Highlights im letzten Jahr, was historische Perlen in Medien anging?

    Ich kann mich noch erinnern, dass in einem Fantasy Film ein großes Stück des Teppichs von Bayeux an der Wand hing.

    Und ich hab mich wie ein kleines Kind gefreut, in je zwei Szenen unter 10 Sekunden, in der 9. Folge "Masters of the Air" meine Heimatstadt Nürnberg a) zu sehen und b) wiederzuerkennen. Sprich die Szenenbilder waren so gut, dass man wirklich eruieren könnte, so die Szene spielt.

    Last but not least, im Independent Film "Chaos Rising" (legal und kostenlos auf YouTube) habe ich eine Darstellung eines Ritters gesehen, wie ich ihn mir aus den Werken Walthers von der Vogelweide vorstellen würde.

    Was waren eure Highlights und Geheimtipps?