Beiträge von Grimmbold

    Ob Werkzeug oder Waffe - damit über eine Veranstaltung laufen, evtl stolpern und Jemanden verletzen geht gar nicht. Es gibt immer wieder Kerle (sorry Frauen hab ich noch nie so gesehen) die glauben es seie cool damit in Menschenmengen rum zu laufen. Ist es nicht. Und wenn dann mal etwas passiert, müssen alle anderen unter noch schärferen Regeln leiden. Warum sollte Jemand mit einem Spaten über eine VA (Markt und Menschengetümmel) laufen ? Und wenn man Gründe dafür hat, dann trägt man das Ding do so, das sich niemand verletzen kann. Das ist jetzt echt Haarspalterei und albern.

    Letztes Jahr auf der Mindener Messe lief so ein Horst rum, selbst der Bitte des Veranstalters das Ding ins Auto bringen wurde nicht nachgegangen. :nauseated_face:

    Da reicht ein Danke nicht mehr aus! Danke Silvia, dass Du es aussprichst! Ich kann die "Hoot`ers"* nicht mehr sehen, die mit scharfen Waffen, Schwertern ohne Scheide, Zweihandwaffen und was weiß ich noch über Events schlappen, mit der Begründung "Ich pass doch auf...".

    * Erklärung "Hoot`ers"

    Im Film Black Hawk Down erklärt die Figur "Hoot", ein Delta Operator, einem Offizier, der ihn auf seine ungesicherte Waffe anspricht "Das ist meine Sicherung" und zeigt seinen Zeigefinger ala "Ich weiss schon was ich mache, hab meinen Finger unter Kontrolle!" - was eigentlich ein Unding ist. Daher hat sich der Begriff "Hoot" für eine Person, die Sicherheit mit Waffen sehr locker nimmt, verbreitet. In unserer Gruppe heißt es dann auch sinngemäß, "Das hast Du ja hoot gemacht!" wenn jemand patzt!

    >> Hat jemand mit Wollunterwäsche Hitze Erfahrung?
    Nur modern (Woolpower, Icebreaker), aber das sind Gewirke und keine Gewebe. Ich kann hier nur etwas empirisches dazu sagen: Selbst 1945, als in Deutschland schon Leder durch Presspappe ersetzt wurde und die Uniformen wortwörtlich aus Recyclinglumpen gemacht wurden, war Unterwäsche immer noch Leinen/Baumwolle/Nessel. Eine Wollbruche ist sowohl aus hygienischer als auch ergonomischer Sicht ein Alptraum, und wäre für mich die rote Linie, die ich nicht überschreiten werde! Und ich bin der Jockel, der sich mit 80 Jahre alten Rasierklingen malträtiert hat...

    Mittelalterlicher Texte / Quellen:
    „Wenn das monatliche Blut der Frauen im Leib gehalten wird, sollen sie ein warmes Sitzbad nehmen […] und ein Tuch aus Wolle oder Leinen in warmem Öl getränkt auf die Scham legen.“
    Trotula, De passionibus mulierum ante, in, et post partum (Mitte 12. Jh.)
    → Kontext: Beschreibt wenn die Blutung ausbleibt

    „Clouts for the women.“ kommen in manchen Inventaren vor. Archäologische Funde von Textilien in mittelalterlichen Latrinen in London (z. B. Museum of London Archaeology) beschreiben "Clouts"
    → Kontext: Clout war ein Wort, das unter anderem Binden für und zwischen die Beine, sowie Windeln beschrieb.

    Carl von Linné, Flora Lapponica (1737, Schweden)
    erwähnt Sphagnum für Wundverbände und Hygiene, aber nicht explizit für Menstruation.
    → Kontext: Einer der seltenen direkten Hinweise auf Moos als Einlage.
    Es deckt sich mit Beschreibungen der Bräuche der Sami- und Lapplandbevölkerung. Dieses langstielige Moos wächst in Deutschland auf Magersandarealen und ist mild anti-bakteriell und schmerzstillend*

    Ray Mears, Bushcraft Survival (2002)
    Ray Mears erwähnt Torfmoos (Sphagnum) mehrfach als hervorragendes Material für Verbände und Hygienezwecke, auch in Notsituationen. Er spricht zwar nicht explizit von Menstruationsbinden, erklärt aber:“Sphagnum moss is nature’s sponge. It absorbs liquid well and has antiseptic properties, making it invaluable for dressings and personal hygiene.”

    Lewis Dartnell, The Knowledge: How to Rebuild Our World After an Apocalypse (2014) Dartnell erklärt, wie man in einer postapokalyptischen Welt grundlegende Produkte herstellt, darunter auch Hygieneartikel. Zwar keine historische Quelle, aber er nennt unter anderem: “In historical times, natural materials like moss, grass, or cloth were used for sanitary purposes, which you could replicate.”

    Weitere mögliche Quellen:

    • Nicholas Culpeper, The English Physician, 1652 (enthält vage Hinweise zu Frauenkrankheiten und Anwendungen von Kräutertüchern)
    • Johannes Hartlieb Buch aller verbotenen Kunst Deutscher Arzt und Autor, tätig ca. 15. Jh. Textpassagen über Frauenleiden.
    • Östgötalagen Schwedisches mittelalterliches Gesetzbuch. Enthält Bestimmungen über menstruierende Frauen (Unreinheit, Kirchenverbot).
    * der Erfahrungsbericht Sphagnum Moos

    Wir waren auf einer Bergtour auf der Mitte angelangt, also längster Weg vorwärts und zurück und machten Mittag an einem Bach. Unter anderem kochten wir uns einen Eintopf. Als ich gerade zu essen anfangen wollte, kam eine Wespe, ich will aufstehen, stütze mich nach hinten ab - und greife direkt in das Flammenkreuz des Kochers, der 10 Sekunden vorher noch geglüht hatte. Ich hatte die Brandwunde dann gekühlt und mit Sphagnum Moos gepolstert, das ich immer wieder austauschte und nass machte. Die Brandwunde heilte ohne Blasenbildung binnen 3 Tagen ab.

    PS: Sag Bescheid, wenn Du fertig bist, dann fange ich mit meiner Bloodraven Darstellung an und wir treffen uns mal für...äh... Bilder machen und ... äh ... so weiter... ja... Du bringst dein Outfit mit, ich rote und goldene Sprühfarbe...

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    (Bildquelle/Autor: Ich)

    Ich fand das so großartig, dass ich das einfach teilen musste Thoralf Hiltjuson :

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    (Quelle / Copyright: https://www.youtube.com/@GrimdarkTavern)

    GrimdarkTavern ist auch auf Spotify und neben dem Spaß finde ich deren Shantys auch sehr gut!

    Habe ich im Urlaub gekauft:

    Autor & Verlag: Geschrieben und illustriert von Xavier Hussön, erschienen bei Au bord des Continents… Éditions am 23. Mai 2024

    Inhalt: Das Buch stellt 11 mittelalterliche Fabelwesen vor – darunter Drache, Phönix, Basilisk, Einhorn, Manticore, Hydre von Lerne und andere – jeweils mit einer erzählerischen Beschreibung, orientiert an mittelalterlichen Marginalien.Der Stil erinnert an illuminierte Handschriften des 13. Jahrhunderts, ist aber keine Replik oder Faksimile. Es ist bisher nur in Französisch erhältlich. Bisher keine englischen oder deutschen Übersetzungen gefunden.

    Ich finde total toll gemacht, wenngleich ich mich noch sehr durch den Text arbeiten muss. Mein erster Gedanke war ja, es als Buch für Warhammer Fantasy zu benutzen, die Bretonen sind ja Franzosen im Stil der Artuslegenden, da wäre das ein Hammer Handout. Aber s gefällt mir auch so. Und irgendwie erinnert es an das Intro zu "The Last Unicorn" - bin ja gespannt ob da auch ein sprechender Falter drin ist ("Uf der grienen Wiese, hob ich se gefrochd, obse mich noch Liebe, Jo hadd se gesochd!".

    Vielleicht ist es ja was für den einen oder anderen!

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    (Author: Xavier Hussön - Bilder: Xavier Hussön - Phptos aus dem Buch, als Fair Use Nutzung / Zitat: Walter Ruf /me)

    Ich oute mich jetz mal, das ich nur Bahnhof verstehe.... :thinking_face:

    Kurzfassung, so regelkonform wie irgend möglich: Auf einem Grossevent, von einem staatlichen Museum ausgerichtet, der die Befreiung von den Nazis feierte, schlugen 2 Franzosen in Nazi Klamotte auf. Darauf angesprochen legten sie noch eine Schippe darauf, dass sie eine Gruppe, die für 3-stellige Summen an Kriegsverbrechen verantwortlich war darstellen und fanden dies auch lustig. Das setzte bei mir einen Denkprozess in Gang, dass es wohl, auf die eine oder andere Weise, nicht möglich ist, negative Aspekte 100% gleichberechtigt darzustellen, weil es entweder keiner machen will (was 100% logisch ist) oder die es wollen, zu viel Gefallen dran finden.

    Ich habe mich, in meinem Beitrag vom 9. Februar 2025 dahingehend geäußert, dass ich auch negative Rollen in der Darstellung nicht verwerflich finde, wenn sie entsprechend kommentiert und dokumentiert sind. Vergangene Woche bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich sprachlos das Feld räumte.

    Hintergrund

    Jede Grobdarstellung hatte quasi eine "Insel", die so nah wie möglich der Originallocation der Darstellung lokalisiert wurde. Um das zu verdeutlichen, wäre quasi das Wikingerlager am breiten Flussufer, die bretonischen Bauern im Museumsdorf und die klerikalen Sachsen in der Klosteranlage untergebracht. Da das eigentliche Areal der VA riesig war, konnten auch mal Kilometer zwischen den Inseln liegen - und während der Besucherzeit war nicht vorgesehen, dass sich die Darstellungen mischen - also kein Wikinger sollte zu seinem Schwager im Kloster auf nen Becher Most schlendern. Jetzt ergibt es sich halt, dass auf solchen Events Muttersprachler auf begeisterte Hobbyisten treffen, der schwedische Wiki spricht Schwedisch, der französische Landadlige Französisch und im Idealfall parlieren alle Englisch, um sich zu verständigen. Nun spreche ich meine Darstellungssprache fließend und akzentfrei nach ein paar Tagen, meine Muttersprache und auch die Landessprache des Events "en petit peu".

    Ich sitze auf dem Veranstaltungsgelände, repariere grade meine Laterne und höre 2 meiner Lagerkollegen und feixen. Zwei Fremddarsteller, die meiner Muttersprache entsprechend gekleidet waren, schlappen über das Feld vor unserem Lager. Ich will mir einen (harmlosen) Scherz erlauben, und sie in der Rolle ansprechen und spreche Sie in ihrer Darstellungssprache an. Dabei ergab sich dann sinngemäß folgendes Gespräch:
    "Wie laufen Sie denn hier rum?" - "Sprechen Sie meine Muttersprache!" - "Nein, warum, sie tragen Kleidung meiner Muttersprache, warum sprechen sie sie nicht" - "Weil wir Bürger des Veranstaltungslandes sind! - Schon Mal von Gruppierung XYZ gehört?!" - "Aber, das waren fiese Verbrecher, Mörder und Brandschatzer!" - "Ja, genau, deswegen stellen wir die dar" - ich gehe, sie werden hinausgeworfen - die Security verstand Englisch.

    Im Detail, Triggerwarnung, nicht anklicken, wenn man sich leicht aufregt

    Ich habe 2 Darsteller in "Feldgrau" angesprochen, auf Deutsch "Wie stehen Sie hier herum, nehmense ma´ Haltung an, Hände aus den Taschen, Rücken gerade" - es waren Franzosen, die mir dann im Verlauf des Gesprächs mit einer Mischung aus Trotz und stolz erklärten, eine Darstellung einer franz. Gruppierung der gemeinsamen Vergangenheit zu machen, die für 2000 Morde/Verbrechen in Osteuropa verantwortlich war - und das lustig fanden!

    Ich musste danach an Silvias Thread hier und auch an Ihre Frage denken, und habe mir darüber eine (schlaflose) Nacht den Kopf zerbrochen. Manche Darstellungen bringen Elemente mit sich, die negativ sind, siehe die Ordensritter. Andere sind in der Regel unproblematisch (Handwerker, Bürger). Ich habe oben das Thema des Cherry Pickings, beziehungsweise das Herauslösen einzelner Einzeldarstellungen aus dem Gesamtbild angesprochen. Und bisher war meine Meinung auch, dass man, um es richtigzumachen, jeden Aspekt darstellen muss.

    Hier und heute muss ich sagen: Ich lag falsch! Wenn sich Personen Darstellungen annehmen, die solche Themen behandeln, und sich damit auseinandersetzen, hat man grob 2 Optionen:

    1. Sie tun es, weil sie sich damit identifizieren, wir sind uns einig, dass das nicht gut ist. Alle "gelebten Außenseiterdarstellungen", die ich bisher sah, Pestkranke, Scharfrichter, Bettler, Ketzer, leichte Damen, etc, waren immer entweder Karikaturen oder romantisierte oder völlig verstellte Darstellungen.
    2. Sie tun es, weil es wichtig ist. Aber das stellt eine massive Belastung für den Darsteller dar - und ich glaube kaum, dass jemand so etwas aktuell tut

    Daher muss ich der Quintessenz meiner Posts in diesem Thread widersprachen und klar sagen: Auch wenn es wünschenswert, ja sogar bitter nötig wäre, jede Façon der Geschichte abzubilden und darüber zu unterrichten, ist es nicht umsetzbar und Darstellern auch oft entweder nicht zumutbar.
    Mir wurde das, leider, erst durch die Realitätskeule letzte Woche klar. Aber auch nach fast 30 Jahren im Hobby muss ich in der Lage sein zu sagen, ICH LAG FALSCH!

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    Quelle : eigenes Bild

    Der Omnissiah möge mir meine Ketzerei vergeben… aber ich bin so neugierig, ob der Maschinengott Euch Lord Thoralf Hiltjuson wohlgesonnen war –
    ist Eure Rüstung vollendet, edler Astartes? Der Imperator beschütze Euch!“

    Das ist eine Kuksa. Guksi (nordsamisch), finnisch Kuksa, schwedisch Kåsa – so nennt man ein schöpfkellenähnliches Trink- oder Serviergefäß mit Handgriff, das vor allem aus dem samischen Handwerk (Duodji) stammt.

    Die Kuksa hat eine lange Tradition und ist seit Jahrhunderten Teil der samischen Kultur. Ursprünglich wurde sie aus einer Maserknolle der Birke geschnitzt – ein besonders robustes und langlebiges Holz. Jede Kuksa wurde von Hand gefertigt und war oft ein persönlicher Begleiter für unterwegs – ideal für Wasser, Kaffee oder Rentiermilch.

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    Urheberrechtshinweis für Bild

    Foto Anne-Lise Reinsfelt, Norsk Folkemuseum - Norsk Folkemuseum: image no. NF.1896-0790, via digitaltmuseum.no. CC BY-SA 3.0

    Die ältesten bekannten Formen stammen aus dem 17. Jahrhundert, vermutlich ist sie aber schon deutlich länger im Gebrauch. Heute ist die Kuksa nicht nur in Lappland beliebt, sondern auch bei Outdoor-Fans in ganz Skandinavien – geschätzt für ihre Einfachheit, Natürlichkeit und Funktionalität.

    Ich hatte mal gelesen, dass es in der Verwendung ähnliche Gefäße in den Alpen gibt, die sogenannten Berghaferl, aber da weiß ich leider wenig über die Geschichte.

    Dieser Youtuber hat ein schönes Video zur Herstellung gemacht:

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    Ich habe das erste Mal bei meinem Lieblings Outdoor-Autor, Raymond "Ray" Mears, eine Kuksa gesehen.

    Achtung: Meinung Bauchgefühl: In vielen Dokus, die Ray Mears über Skandinavien gemacht hat, geht er auf die traditionellen Techniken ein. Er ist also kein Bear Grylls, sondern ihm liegt viel daran, das Thema Outdoor und Survival aus der Sicht der Indigenen zu lernen und zu bewahren. Vieles was man bei den Dokus sah, auch die Handwerks Techniken der Sámi, waren Deckungsgleich mit Dingen, die wir aus dem hist. Hobby kennen. Vieles ist auch geeignet, Löcher zu schließen, die wir haben. Zeltböden, z.B.. Aus der Warte erscheint es mir nachvollziehbar, dass so ein Ausrüstungsstück vor allem bei nomadischen Kulturen auch im MA üblich war. Im LARP hat es auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung, im mitteleuropäischen Raum wäre ich skeptisch, auch weil unsere Birken hier ganz anders wachsen als in Nordeuropa. Wer schonmal versucht hat, hier Birkenrinde für Körbe zu ernten, weiß das :smiling_face:

    Servus, ich bin kein Mädel und wahrscheinlich zu alt für den Feuertanz, aber ich bin aus der Region. Es würde sich Anbieten wenn du auch mal in den Facebook Gruppen zu Roth, Nürnberg und Fürth guckst. So haben wir vor einigen Jahren eine Fahrgemeinschaft für den Feuertanz gebildet.

    Und kleiner Tipp, fals es dein erstes Mal ist, nehmt Sonnenschutz mit wie für die Sahara, auf dem Areal gibt es null Schatten.

    Wir waren damals mit unserem übelsten Gromi Outfit dort und bräuchten danach Hilfe weil die Kleidung quasi festgebacken war.