Beiträge von Muntemester

    Die Firma E-Mail: galvanik@jentner.de macht das professionell. Ich würde dir zu einer Hartgoldplattierung raten, die hält länger wie nur galvanisch. Sie werden dich fragen wie dick du die Goldauflage haben willst. Nimm nicht die dünnste Schicht, eine darüber ist super. Die nächste Frage wird sein was für eine Legierung und welche Farbe sie haben soll. Du könntest dir also 750/-er Gold in Feingoldfarbe wünschen. Ih drück dir die Daumen.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Hallo Sally, Herlich willkommen. Wenn du diese Scheibenfibel kennst, weist du wo ich herkomme. :smiling_face:

    Hobbymäßig bin ich zwar im 15. Jhd. zuhause, aber Schmuckmäßig habe ich keine Epochengrenzen.

    ...hellblauer Stein sitzen (blauer Diamant). Dazu, zum blauen Diamant, würde ich aus nachfolgenden Gründen abraten: Soweit mir bekannt werden Diamanten zu deiner angegebenen zeit immer in schwarz gezeichnet/dargestellt. Zudem sind blaue Diamanten, wenn echt und nicht gefärbt, teuer. Geschliffen werden konnten die Diamanten noch nicht, also müßte ein Würfel oder Oktaeder dargestellt sein. soviel nur zu dem blauen Diamant.

    Edelsteine wurden zu deiner angegebenen Zeit noch nicht geschliffen. Gespalten ja, und natürliche Flächen angeschliffen, ja mehr aber nicht. Muggelich geschliffen, also wie ein abgelutschtes Klümken oder Bonbon wurden die Steine schon, im Polierfass. Gerne wurde aber aber Glasfluss verwendet. Sah genausogut aus, und war viel billiger.

    Hallo Olegsson,

    Deine angegebenen Veranstaltungen kenne ich nicht, darum kann ich dazu nichts sagen.

    Was ich möchte sind Veranstaltungen wo klar zu erkennen ist welche Zeit dargestellt wird. Bei mir wäre es also 15. Jahrhundert, oder auch 14. Jahrhundert. Das schließt freilich Veranstaltungen die mehrere Epochen abbilden wollen nicht aus.

    Der Kommerz sollte sich im Hintergrund oder etwas abseits des Geschehens halten. Das Publikum sollte in normaler Straßen Kleidung kommen und nicht in Fantasie-Mittelalter-Kleidung das Gesamtbild zerstören.

    Für mich persönlich hätte ich gerne den Luxus ein festes Dach über dem Display zu haben. Zum einen, weil regionale Münzer sicherlich nicht draußen im Zelt gemünzt haben. Zum anderen, und um ehrlich zu sein, ich habe auch kein wirklich vernünftiges Zelt. Aber ansonsten bin ich so glaube ich zumindest, pflegeleicht und genügsam.:smiling_face:

    Silvia, ich kann eine Anekdote von meinem Elfenbeinschnitzlehrer aus der zeichenakademie in Hanau zum Beten geben. Der gute Mann war 80. Ich fragte ihn: "Herr Ahmend wie schaffen sie es 3 Wassermänner, 6 Feen und 20 Engelchen auf eine Billardkugel zu schnitzen und dann noch ohne Brille?" Die Antwort: " Ach Junge, das bischen was ich noch schnitze kann ich fühlen, das hat man mit der Zeit in den Fingern." Übrigens waren alle Köpfe die er im hohen Alter noch schnitzte, Köpfe seiner Frau, seiner Kinder und Verwandten.

    Seit frühester Jugend habe ich mich mit deutschen Münzen beschäftigt. Allerdings begann die Sammlung erst mit dem Kaiserreich ab 1871. Irgendwann war mir das Sammeln nach Katalognummern und Prägestätten zu fad geworden. Abzusehen war ja auch, dass einige Münzen unerschwinglich sein würden, sodass ich die Sammlung nie voll bekommen hätte. Ich verkaufte meine Sammlung und stürzte mich auf eine Heimatsammlung. Heimat heißt für mich Soest und Soest hat eine lange Münzgeschichte.

    Diese beginnt mit Kaiser Otto II. Soest prägte also die Kölner Pfennige unter den Ottonen Kaisern nach. Ganz stumpf mit dem S COLONI A Schriftzug auf der einen Seite und ODDOREX oder ODDOIMP oder ODDOIVIPING je nach dem als Umschrift und darin das Kreuz mit den vier Kugeln auf der anderen Seite. Wie erkannte man das solche Münzen in Soest geprägt wurden? Das war nicht nötig aber die vierte Kugel im Kreuz bekam ein Anhängsel. Dies sieht ähnlich wie ein Getreidekorn aus, so meinte man in früheren Zeiten das es auf die Fruchtbare Soester Börde hindeuten würde.

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    (Quelle : eigenes Bild)

    Erzbischof Bruno von Köln der Bruder Kaiser Ottos I. überführte die Reliquien des Heiligen Patroclus nach Soest und förderte damit und mit Geld den Bau der Stiftskirche St. Patrokli in Soest. https://de.wikipedia.org/wiki/Patroclus_von_Troyes

    Damit war auch für Soest die Prägung der Münzen unter den Kölner Erzbischöfen gesichert. Viele Nachfolger von EB „Brun“ ließen in Soest prägen.

    Erst 1480 fing die eigenständige städtische Soester Prägung an, die 1749 endete.


    Nach gut vier Jahrzehnten Sammeltätigkeit hatte ich aber nun alle wichtigen Soester Münzen beisammen. Was macht man nun als Sammler ohne Sammelgebiet? Eine Frage die schon länger für mich im Raum stand lautete: „Wie wurden eigentlich die Münzen hergestellt“, meine Recherche begann. Vorhandene Fachliteratur half mir mit einigen Hinweisen zu Spezialartikeln und Aufsätzen. Das Münzenforum in dem ich mich rumtummele führte mich zu einigen Abbildungen die wohl jeder kennt der sich etwas mit der Materie beschäftigt. Es sind zu nennen die „Spiezer Bilderchronik mit der Schweizer Münzwerkstatt von 1485) https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013654/2009-11-24/

    oder von 1510 aus dem „Weißkunig der Besuch des Kaisers in der Münze“

    https://www.alamy.de/stockfoto-geld…e-28739861.html

    oder ganz bekannt auch das Glasfenster von Schaffhausen aus dem Jahr 1556.

    https://www.reddit.com/r/StainedGlass…scenes_of_coin/

    Das Internet half mit diesen Suchbegriffen weiter und führte mich zu zwei wirklich informativen Büchern:

    Helmut Caspar „In meiner Muntz schlag ich gericht“ Münztechnik auf historischen Bilddokumenten, numismatische Beiträge Sonderheft 1 Berlin 1974 Kulturbund der DDR zu nennen.

    https://www.zvab.com/buch-suchen/ti…/helmut-caspar/

    Henner R. Meding „Die Herstellung von Münzen“ von der Handarbeit im Mittelalter zu den modernen Fertigungsverfahren. Herausgeber: Gesellschaft für internationale Geldgeschichte, gemeinnützige Forschungsgesellschaft e.V. Frankfurt am Main. Das Vorwort wurde 2006 verfasst. https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/An…igungsverfahren

    Mein Beruf als Goldschmied ermöglichte mir Werkzeug und Material zu beschaffen die ich zur Herstellung der Münzen brauchte. Wie schon beschrieben ging es nur um die Darstellung einer kleinen regionalen Münzwerkstatt die nur durch Hammerschlag prägte und noch nicht maschinell ausgestattet sein sollte. Der Zeitraum ist bis zum Ende des 15. Jahrhunderts begrenzt. Für mich war dies nicht der größte Akt, viel schwieriger war es an die passende Garderobe zu kommen.


    Alle Schwierigkeiten waren dann 2009 überwunden so dass ich bei der ersten Darstellung „Der Soester Fehde“ als Münzer vor Publikum auftreten konnte. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    (Quelle eigenes Bild)

    Das Zelt na ja, das möge man mir verzeihen wurde der Einfachheit halber ein „Biegerzelt“. Gebraucht


    auf der Messe in St. Denis im 14. Jahrhundert, aber wohl nur als Schankzelt. Bei weiteren Darstellungen habe ich gerne überdachte Veranstaltungsorte wie Kreuzgänge und Museen den Vorzug gegeben.

    AEM3.jpg (450×445)

    (Quelle : el teatro: Teatro Medieval )

    Soweit meine Anfänge als Münzer des 15. Jahrhunderts.

    Hallo in die Runde,

    ich heiße Dirk Hülsemann und komme Soest i.W. Mittlerweile bin ich Rentner und habe im früheren Leben als Goldschmied mein Geschäft geführt.

    Von 2009 bis 2019 habe ich regelmäßig gute Veranstaltungen als „Muntemester“ (Münzmeister) bestritten. Nun bin ich im rentnerleben angekommen und suche qualitative Veranstaltungen um mein Handwerk vorzuführen. Neben dem Münzer stelle ich auch den Wechsler, den Edelmetall- und Edelsteinhändler und den Juwelier des 15. Jahrhunderts da. Ich hoffe hier im Forum Veranstaltungstipps zu erhalten. Wer mehr von mir wissen möchte, oder meiner Darstellung, fragt mich einfach.