Beiträge von alraun_weible

    Die Idee, ein Zuordnungs-Spiel zu machen mit modernen Gegenständen und ihren mittelalterlichen Pendants finde ich eigentlich recht nett - eine moderne und eine mittelalterliche Schere zB,, ein Kienspan vs. Taschenlampe, ein Feuerschläger gegen ein modernes Feuerzeug...

    Oh das ist genial!!!

    Mit Bildern oder Gegenständen? Was würdest du besser finden.

    Oder ich hab das Mittelalter auf den Tisch und die Kinder/Erwachsenen können die Karten mit den modernen Sachen dann den Gegenständen zuordnen?

    Hallo ihr Lieben,

    Im Dezember bin ich im Rahmen eines kleinen Mittelalter Weihnachtsmarktes wieder mit meinem Display über Alltagsgegenstände unterwegs.

    Letztes Jahr musste ich dort herausfinden, dass ein Display in einem Museum, eine ganz andere Hausnummer ist, als auf einem Weihnachtsmarkt. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Ich hatte etwas Probleme, die Leute 1. Zu überzeugen, dass ich nichts verkaufe (trotz Schild) 2. Die Leute ans Display zu locken und 3. Die Leute zu überzeugen auch was zu fragen.


    Nun hatte ich hin und her überlegt, wie ich das spannender gestalten könnte.

    Ich dachte mir, dass ein Ratespiel sicherlich cool sein könnte. Nur wie ziehe ich das auf?


    1 Idee: Finde den Fehler: ich packen einen unscheinbaren Falschen Gegenstand auf den Tisch. Aber was könnte das sein? Weil es muss ja etwas knifflig, aber nicht zu schwer sein. Man muss ja davon ausgehen, dass der Besucher keine Ahnung vom Mittelalter hat.


    2 Idee: Ordne richtig zu: ich hatte überlegt dass man eine Art Setztkasten bauen könne und die Leute müssen dann die Teile zu den Wörtern stellen. Also Salz zu Salz...

    Safran, Saflorblüten, Kienspäne, langer Pfeffer...

    Ja aber da fällt mir irgendwie auch nicht so wirklich viel ein. Und eigentlich wollte ich es nicht nur auf Lebensmittel beziehen.


    3 Idee: Idee 2 nur mit Bildern.


    4 Idee: den Grundschnitt für ein einfaches Kleid hinlegen und dann sollen die Leute es wie einen Setzkasten zusamme legen? Hatte ich bei einer anderen Darstellerin gesehen, wollte das aber eigentlich nicht einfach so übernehmen. Weil das finde ich arg plump, einfach nur was zu kopieren.


    Es macht mir fertig...weil irgendwie immer wieder komme ich nicht weiter. Ich hatte noch überlegt "Stell eine Frage und bekomme ein BonBon" ja aber dann kommen Spezialisten und wollen für 100 Fragen 100 BonBons. Und dann auch noch die Kunst, dieses Ratespiel so hinzubekommen, dass sich keiner auf den Schlips getreten fühlt.


    Habt ihr vielleicht Ideen? Oder könnt mir helfen meine Ideen auszubauen?

    Tatsächlich wurde mir das so am Anfang eingeredet. Und das es eine Frechheit wäre, wenn ich mehr als 1.5cm nehmen würde. Eher noch schmaler.


    Und ja ne...ich bin groß und dick...ich möchte historisch korrekt aussehen, aber mich dabei wohlfühlen :grinning_squinting_face:


    Deshalb hab ich es nur mal angesprochen.

    Ich denke eine geringfügige Abweichung von der Norm sollte einem da nicht zu viel Kopfschmerzen machen. Für Männer sind breitere Gürtel sowieso völlig OK, das gibt das Bildmaterial (Handschriften, Skulpturen etc.) mMn absolut her, und auch für Frauen sehe ich in einem halben cm mehr jetzt kein Problem. So extrem normiert war die Mode dann nun auch wieder nicht...

    Darf ich nochmal was zu der Breite des Gürtels sagen?


    Es ist absolut richtig, dass dieser max. 1.5cm breit sein sollte. Das ist authentisch und nach Fund.

    Ich halte nicht trotzdem nicht daran. Warum?


    Mein Mann und ich tragen Gürtel die 2cm breit sind. Klingt nicht viel, aber man sieht den Unterschied trotzdem bei uns. Wir sind relativ große Menschen. Ich 178cm, mein Mann 188cm. Ich bin dazu noch recht stämmig für eine Frau. Und diese ultra schmalen Gürtel sehen an uns absolut bescheuert aus. Deshalb finde ich persönlich es vollkommen okay wenn man auch zu minimal breiteren Gürtel greift wenn es dem optischen Gesamtbild nützt.

    Bei mir ist das leider nie so toll geworden :thinking_face:


    Ich gieße es auch auf einer nassen Lederhaut aus. Schneide es rechteckig zu und drehe es dann.


    Leider wird bei mir das Wachs entweder irre dünn oder dick und "wurstig" so schön gleichmäßig hat das noch nie geklappt.


    Wie genau machst du es?

    Thoralf Hiltjuson das ist ein validier Punkt. Als normales Kleid habe ich eine braune Cotte. Tatsächlich auch in Überlänge, weil ich das so argumentiere. Man versucht jeden Millimeter an Luxus mit zu nehmen den man kann. Und ich Gürte es dann immer hoch.


    Den Arbeitssurcot hätte ich nur knöchellang gemacht.

    Bzgl. Des sich leisten. Man könnte ja auch argumentieren. Dass man ein abgetragenes Kleidungsstück Geschenk bekommen hat.

    Hallo ihr Lieben,

    Ich möchte einen Surcot nähen.

    Einen den ich für "dreckige" arbeiten nutzen kann. Die lila geblümte Kittelschürze des Mittelalter sozusagen. Meine Darstellungs Zeit ist ca 1220. Ich stelle eine Kätnerin aus dem Leipziger Umland dar.

    Nur das Problem ist, ich finde nur Surcot Darstellungen im höheren Adeligen Kontext.

    Ich kenne aber Darsteller, auch aus meiner Zeit. Die Surcots als Kittelschütze nutzen.

    Was ist eure Meinung dazu? Und wie lang sollte dieser Surcot sein.


    Aber wie kam es dazu?

    Ich habe ein paar Wollreste erstanden, die in zwei Gelbtönen gefärbt wurden. Offenbar, sollten die 2 größten Stücke ein Kleid werden. Aber die Keile dazu fehlen. Beim helleren Stoff..Kein Plan


    Nun habe ich Brust- und Rückenteil die in einer deutlichen Überlänge vorliegen, da die Vorbesitzterin gute 10cm größer war als ich. Mit den Resten vom hellgelben Stoff könnte ich die Keile machen und auch noch dranstückeln, wenn ich die Überlänge reduziere.


    Macht mein Plan Sinn?

    Das klingt sehr logisch! Jetzt ist nur noch der Punkt mit dem Abgeben an die Armen ungeklärt... Da hab ich echt keine Ahnung zu...

    Dazu hat er sich in den Videos meines Wissens nach nie geäußert. Ich meine mich zu erinnern, dass er meinte es wäre speziell für diesen Zweck gebackenes Brot (vlt eher Zwieback Konsistenz?). Ich würde ohne es belegen zu können eher vermuten, dass es nicht verteilt wurde. Bei ein paar Scheiben macht das auch für die Armen keinen großen Unterschied. Wenn du die Weitergabe von aussortierten Ressourcen thematisieren möchtest eignen sich Textilien vermutlich besser als Beispiel.

    Also das ist jetzt meine eigene Überlegung und es gibt keine Quelle dafür:


    Das mit dem Zwiebackbrot als Teller kenne ich auch von Andrej. Naja jetzt könnte man schon meinen, dass bei so einem großen Festessen viele "essbare Teller" zusammen kommen.

    Vielleicht hat man diese Teller auch später eher den Schweinen vorgeworfen, als selbst zu essen oder diese zu verschenken.


    Wie du schon sagst, der Symbolische Akt, der Weitergabe der Kleidung ist belegt und viel repräsentativer, als so n siffigen Brotteller erst zu nem Armen zu schleppen.