Beiträge von Dan K

    Schon echt cool!

    Auch ich musste googlen!

    Woher kommt die Motivation für eine so vergleichsweise außergewöhnliche Darstellung?

    In unserem Verein wollen wir ein Besonderes Augenmerk auf den Wirkungskreis in Jerusalem legen. Das schlägt sich erfreulicherweise auch z.T. auf unsere Küche beim Lagern aus. Als ich angefangen hatte im Hobby hieß es, eine Solche Darstellung würde man gerne im Verein haben. Ich war so motiviert wie gleichzeitig unwissend, und habe mich an das Projekt gemacht, da ich bereits Hobbymäßig Bogenschütze bin. Bis zu jener Darstellung wie auf dem Foto habe ich zwischenzeitlich 2 Bearbeitungsstände gehabt, bei denen ich mich am Ziel wähnte. Und auch immernoch habe ich einzelne Punkte die Verbesserungswürdig, zu Grob, Regional nicht genug eingegrenzt, oder mit dem falschen Material gefertig sind.

    Mein Versuch an einer Darstellung eines Turcopolen, in der 2. hälfte des 13JH.

    Hallo, ich bin Daniel, wohne im Raum Regensburg und bin durch meine Darstellungsgruppe, der Hospitaliter Ratisbona e.V. in das Hobby gerutscht. Bereits am Anfang hat sich der Gedanke bei mir manifestiert einen Turcopolen darzustellen, da ich bereits vorher als Bogenschütze aktiv war. Die Reise, zu dieser Darstellung, welche ich heute als Vorzeigbar empfinde hat lang gedauert und hatte viele Zwischenstationen.

    Nach vielen Recherchen zu politischen Zusammenhängen und Volksgruppen der Zeit, in welcher sich meine Darstellungsgruppe bewegt, konnte ich eine Region und kulturelle Prägung verorten zu welcher mein Turcopole gehört.

    Daher zur Kleidung:

    Die Oberste Bekleidungsschicht ist ein Kaftan nach Seljukenart. Die Seidenborte und das bedruckte Muster habe ich nach typischen Funden aus der 2. hälfte des 13.Jh gewählt. Ebenso den Sharbush-Hut/Mütze. Die Stiefel sind aus Leder , und lediglich mit einer einzigen Naht gefertigt. Vorbild dazu sind die „Fältchen-Stiefel“ (Pucker-Boots) der Mamluken. Diese sind mit einem Lederhand am Hosenbund nach Oben gehalten und mit einer runden Metallscheibe am Knie verstärkt. Die Hose ist ähnlich einem ägyptischen Fund mit einem bunt gewebten Leinenstoff in einer Art Pluderschnitt. Unter dem Kaftan trage ich einen Ringpanzer aus Flachringen mit halb genieteten und halb gestanzten Ringen in einem Durchmesser von 9mm. Nach typischen Funden aus z.B. Syrien habe ich noch einen aufstellbaren Kragen am Hals angesetzt, der mit eingeflochtenen Bändern stabil steht. Als Untergewand habe ich lediglich einen weite Tunika in Safrangelb. Zum Kopfschutz trage ich eine dicke Kappe aus mehreren Leinenschichten, welche im unteren Bereich, umlaufend mit einem Ringpanzergeflecht besetzt ist und einen Bayda (Eier)-Helm mit einer Öffnung oben, in welche ich Federn eines Bussard gesteckt habe. Beide Teile habe ich nach Fund aus dem heutigen Südrussland fertigen lassen. Da die ganze Darstellung eher für den Kampfeinsatz gedacht ist, habe ich auf einige Details weniger Wert gelegt, wie eben die Tunika und die Hose. Auch bei einigen Materialien habe ich Abstriche gemacht.


    Weiter mit der Bewaffnung:

    Meine Hauptwaffe stellt der Bogen dar. Das Modell welches ich habe, ist modern gefertigt, kommt jedoch der Bauart eines alttürkischen Bogens nach, mit dem Griffstück nach vorne. Dieser hängt in einer Bogentasche an meinem Gürtel. Gegenüber trage ich einen flachen Köcher, dessen Form und Motiv ich von einer Schale aus Ägypten, aus dem 13.Jh abgeschaut habe. Eine Keule mit Messingkopf und ein armenischer Säbel (in einer frei entworfenen Scheide) bilden meine Waffen für den Nahkampf. Den Schild, ein so genannter Kalkan, habe ich in Polen fertigen lassen und ist wohl mit modernen Acryl-Farben bemalt. Aber ich finde ihn sehr schön und trage ich gerne, wie einen Rucksack auf dem Rücken.

    Das war es dazu. Gerne freue ich mich über nette Kommentare und Tipps. Grüße, Daniel

    (Bildquelle: eigene Bilder)

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    Ich bin Daniel, bin 36 Jahre alt, und wohne im Regensburger Umland.

    Ich bin vor ca. 7 Jahren über das RCF-Fechten zum Hobby gekommen. Anfangs war meine Motivation tatsächlich rein sportlicher Natur, angestachelt durch das Mittelalter in der Popkultur, also Filme, Videospiele, Serien. Und was mich dann weiter darin hielt, war die Erkenntnis, dass das Mittelalter und das Leben der Menschen dieser Zeit mehr an unseren heutigen Sorgen und Empfindungen liegt als ich gedacht hätte.

    Ich freue mich hier auf neue Ideen und Denkanstöße, Tipps wie auch auf einen offenen, freundlichen Umgang.

    Meine 1. Darstellung ist ein Laie im Orden der Hospitaliter als der nachgestellte Sohn eines kleines Ministerialen. Meine 2. Darstellung habe ich ursprünglich als kämpfende Darstellung entwickelt und ist ein Turcopole im heiligen Land. Beide sind in der Mitte des 13.Jh angesetzt. Die Vorstellung meiner Turcopolen-Darstellung erfolgt umgehend.

    schöne Grüße, Daniel