Herzlich willkommen! Mein lieber Scholli, du bist ja fleißig
Das klingt nach mehreren Kleider- und Rüstkammern
Das ist durchaus korrekt. Das Zimmer birst langsam. ![]()
Herzlich willkommen! Mein lieber Scholli, du bist ja fleißig
Das klingt nach mehreren Kleider- und Rüstkammern
Das ist durchaus korrekt. Das Zimmer birst langsam. ![]()
Ich habe letztes Jahr sowohl eine Hakenbüchse, als auch Stangenbüchse gebaut. Diese sind nicht schusstauglich mit schwarzpulver, sondern haben beide im Lauf eine Vorrichtung mit Feder, welche durch die Mündung zusammengedrückt wird. Verschossen werden Nerf Rival Bälle, also kleine Schaumstoffbälle. Ausgelöst wird das ganzer jeweils mit einem Knopf mit eingebauten Piston auf der Oberseite (wo normalerweise das Zündloch wäre). Auf den Knopf kann wie gesagt ein Zündhütchen/Spielzeugknaller aufgesetzt werden damit das ganze auch etwas Knallt. Gedacht ist es nicht nur für LARP (obwohl ich momentan keinen Charakter hab, für den diese Dinger geeignet wäre), sondern auch für die recht entspannte (weil nicht irgendwie gesetzlich eingeschränkte) Vorführung. Außerdem finden es die Leute super lustig auf den eigenen Ehepartner gefahrfrei schießen zu können.
Da ich kein Video hochladen kann hier der Link zu meiner Dropbox:
https://www.dropbox.com/scl/fi/skayuo2…6jzln8h8pi&dl=0
Gerne! Ja das hat mich ehrlich gesagt so gereizt dran. Es wirkt einfach wie wild zusammengestoppelt. ![]()
Ja ist alles selbst genäht. Die Hosen nennen sich Trews und gibt es bis heute. Da sind sie aber nicht eng, sondern mehr oder weniger ein normaler Hosenschnitt, daher sind dann die Karos auch nicht mehr im bias geschnitten. Wie du schon sagst, ist der schräge zuschnitt bei engen Hosen fast schon nötig. Die Bildquellen aus dem 16.Jh und später zeigen Trews mWn fast ausschließlich in schrägem Zuschnitt. Der Schnitt ändert sich auch im Laufe der Zeit. zB gibt es welche mit Fußlingen und ohne. Es gibt sie mit Hosenklappe und mit Knofleiste und sogar welche mit Tunnelzug und Band. Ich hab auch für meine spätes 16. Darstellung wo der (vom Mantel verdeckte) Schritteil aus Leinen ist (nach dem Killery Moorfund).
Die Jack war ein echt langes Projekt. ich glaube ich hab den ganzen Sommer dran immer wieder genäht. Jedes Plättchen hat 8 Einstiche. Ich glaube es waren 1200 Plättchen. Weil ich hab damals 1000 gekauft in dem naiven glauben auf Nummer sicher zugehen, aber es waren dann einfach weit nicht genug. Plättchen sind in dem Fall übrigens spezielle Karosseriescheiben. zum einen weil sie günstig zu haben waren, zum anderen weil sie recht genau die Dimensionen und Stärke von originalen hatten und zum dritten weil man sie auch nicht sieht. Ich glaube Gewicht hat sie etwa 7-8kg also etwa wie mein kurzarm Kettenhemd. Ich hab aber nie gewogen.
Hahaha danke! Ja ist erstmal für die Fotos, aber ich find das gehört grad bei der Darstellung einfach dazu. Die schauen
in den Gemälden auch meist richtig doof drein.
Eine bei uns ebenfalls kaum bekannte Darstellung sind die Border Reiver aus der Englisch-Schottischen Sumpfgrenzregion. Im Grunde sind es kriminelle, fast mafiöse Strukturen. Klans und Familiae die sich hauptsächlich mit Erpressung, Schutzgeld, Nutztierraub und teilweise auch Mord gegenseitig tyrannisierten. In einer Region die nicht nur wenig fruchtbar war, sondern die auch recht abgeschieden war von schottischen wie englischen Machtzentren. Immer wieder sind in diesem Gebiet Armeen durchmaschiert. Es war mehr oder weniger eine Wild West Region. Jedes Jahr findet im Gebiet von Newcastle auch das Reiver Festival statt. Die Darstellung hier zeigt einen doch schon wohlhabenderen Reiver. Die Rüstung ist ein so genannter Jack of plaite, ein Wamsschnitt in den zwei Lagen Metallplättchen eingenäht sind.
Nächste Nieschendarstellung, vor allem bei uns ein irischer Gallowglass und Kern. Erstere waren ein Elitekriegerstand vergleichbar mit Huskarlen, Leibgarde. Von Stand waren sie an sich nicht, aber die Familien die Gallowglass gestellt haben waren normalerweise bekannt und auch nicht sonderlich arm. An der Darstellung hat mich gereizt, dass sie bis ins 16. Jahrhundert fast unverändert aussahen, von der Ausrüstung abgesehen. Es gibt sogar eine Zeichnung von Dürer der sie wie so oft auch barfuß abbildet. Die auffälligste Kleidung ist die Léine, eine große Tunika mit Trompetenärmeln die meist gelb gefärbt (was nicht nur sehr teuer war, sondern wofür Irland auch sehr bekannt war) war. Ich find halt den Kontrast sehr spannend zwischen fast Hochmittelalterlich anmutender Mode, kombiniert mit Gambeson und Kettenhemd und dazu dann Morion, Sturmhaube etc und als Bewaffnung Armingschwert. Zweihandaxt und selten sogar Muskete.
(Bildquellen : eigene Bilder)
Nachdem die liebe Katharina de Lo gebeten hat einmal ein paar meiner Nieschendarstellungen zu machen fange ich mal mit was ganz simplen an:
Ich hatte vor etwa 3 Jahren eine Obsession mit Bruegel und hab mir in dem Rahmen ein historisches Cosplay gemacht, nämlich genau eine bestimmte Figur aus einer der Bauertanzbilder.
Erstmal herzlichen Dank für die liebe Aufnahme im Forum (und yay! endlich mal wieder ein Forum!).
Katharina de Lo das kann ich gern machen ![]()
Also für einen ärmellosen hält es sich in grenzen. Ich hab für meinen ein Polstermöbelleder verwendet. Von der Dicke, Geschmeidigkeit und Festigkeit ideal. Ich denke man kann es als eine Art Überkleidung sehen, die das Wams drunter einerseits schonen soll, aber auch fancy sein sollte. Lederkoller aus dem 17. Jh. aus dickem Hirschleder würde ich jetzt auch nicht als Rüstung bezeichnen. Ja hält einiges aus, dürfte auch recht gut vor Druckstellen und Scheuern unter der meist nicht angepassten Rüstung helfen, aber wie weit es auch Rüstung ist, trau ich mir nicht zu sagen. Gegen Beschuss, wenn die Rüstung das meiste bereits an Energie absorbiert hat und als allerletzte Linie falls die Rüstung reißt und die Kugel druchgeht, kann ich mir schon vorstellen, dass das ganz nett ist zu haben. Gegen Stiche und Schläge ist er definitiv wenig Schutz.
Aja und hier mal ein Foto von meinem Goller:
Hallo!
Also bevor ich mich hier mal durch die Themen wühle, wie gewünscht erstmal die Vorstellung
Ich bin der Armin (im Netz meist als Mimin unterwegs) und komme aus Österreich. Neben Reenactment betreibe ich auch verwandte Hobbies wie LARP, Cosplay und Tabletop.
Vor etwa 10 Jahren habe ich meinen Abschluss an der Uni Wien für Keltologie gemacht.
Darstellungstechnisch bin ich querbeet unterwegs, je nachdem was mich interessiert. Darunter sind folgende Darstellungen:
Also wie man sieht schon eine ganze Menge. Mein wissen über die einelnen Darstellungen ist zT recht gut, aber in anderen eher oberflächlich. Für Tipps und Verbesserungsvorschläge bin ich immer offen.