Beiträge von Attares

    Ist eine Kugel aus Bronze evtl stabiler als eine Spitze? oder hat es was mit dem Gießen zu tun?

    Und bei einem stumpfen Trauma machen die Spitzen glaube ich nicht so den wesentlichen Unterschied.

    Wenn das ein Bronzeholguss ist, könnte man den nachträglich mit Blei verfüllt haben um in stabiler zu machen?

    War Blei günstiger als wenn man es im Vollguss gegossen hätte?

    War es so einfacher?

    Ich hab keine wirkliche Antwort....ich werfe gerade einfach mal Hypothesen in den Raum die mir gerade durch den Kopf gehen

    Redaktionelle Freiheiten und Faktenlage vertragen sich selten sonderlich gut.

    Entweder erzähle ich ein nette unterhaltsame Geschichte- was völlig ok ist , siehe Mittelaltermarkt, oder kleide mich in ein pädagogisches Gewand. Beides gleichzeitig geht nicht.

    Denn Dokus wie o.g. öffnen Schwurblern Tür und Tor.

    Sie machen wissenschaftliche Aussagen angreifbar.

    Ich beziehe mich hier auf die Aussage von André (Geschichtsfenster):

    Wir leben in einer Zeit von Fakenews und alternativen Wahrheiten. Den Anhängern dieser Weltanschauung macht man es sehr leicht ALLES in Frage zu stellen, wenn bei historischen FAKTEN derart zugunsten des Unterhaltungswertes geschlampt wird.

    Das hat auch nichts mit didaktischer Reduktion zu tun, um ein komplexes Thema für die breite Masse verständlich zu machen. Hier werden Dinge als Tatsachen verkauft die schlicht und einfach falsch sind.

    Ich sehe hier an dieser Stelle keine Diskussion.

    Denn entweder haben die Macher solcher Dokus einen didaktischen Anspruch, dann müssen sie sich auch an diesem messen lassen ODER sie wollen unterhalten. Dann dürfen sie aber nicht so tun als sei das gezeigt Konsens der Forschung.

    Fairerweise muss ich hier anmerken, dass 90% der Unterrichtsmaterialien (Mittelalter, Wikinger, etc) diverser Verlage für die Grundschule qualitativ ebenso mangelhaft sind und noch viel zu oft die typischen Bilder verkaufen.

    Ich möchte euch eine wundervollen Zufallsfund unserer Englandrundreise vor 3 Jahren vorstellen.

    St- Leonard's Church, die Kirche mit den Knochen.

    In dem wunderschönen Ort Hythe in Kent (GB), der Ort an sich ist schon einen Abstecher wert, liegt die wunderschöne Kirche aus dem 11. Jahrhundert.

    Was diese Kirche von beinahe jedem anderen vergleichbaren Gotteshaus unterscheidet, ist die Krypta.

    Sie beherbergt 2000 Schädel und 8000 Knochen. Die vermutlich aus dem Mittelalter stammenden Gebeine wurden im viktorianischen Zeitalter umgebettet.

    Der Eintritt war frei, eine Spende war aber gerne gesehen.

    Für uns war es damals ein Gelegenheitsfund, aber ein unvergesslicher Eindruck.

    Siehe dazu auch:

    https://www.slhk.org/theossuary.htm Stand: 15.1.23


    Zusätzliche Anmerkung;

    Auch Hythe selbst ist immer ein Zwischenstopp wert.

    Und das alte Berufe plötzlich wieder relevant werden sieht man ja bereits. z.B. am immer weiter aufkommenden Einsatz von Holzrückerpferden in der Forstwirtschaft.

    Blöd nur, wenn man eine alte Technik wieder aufleben lassen wil, aber keiner mehr da ist, der sie beherrscht.

    So wohl geschehen in Solingen. Dort stellte man m.W. vor einige Jahren fest, dass man zwar auch zukünftig die Technik des Blaupließens zu Fertigung hochwertiger Klingen benötigt, aber kaum noch einer da ist, der sie beherrscht. Da wurde man vor Ort wohl sehr hecktisch und hat die z.T. sehr reifen alten Meister und Gesellen herangezogen um an Wissen zu sichern, was noch da ist.

    Ob diese Geschichte so stimmt, weiß ich nicht genau. Würde mich aber nicht wundern.

    Auch wenn sie sich nicht wirklich auf die Epoche des Mittelalters bezieht, möchte ich an dieser Stelle eine bemerkenswerte Filmreihe vorstellen.

    Die Videoreihe des Bayrischen Rundfunks "Der Letzte seines Standes" präsentiert in 68 Episoden Einblicke in alte Handwerksberufe und alte Herstellungsverfahren.

    Dabei entstanden die einzelnen Filme zwischen 1991 und 2008.

    Die Filmreihe porträtiert, zum Teil jahrhundertealte Handwerksberufe, die wegen des industriellen Fortschritts vom Aussterben bedroht sind.

    In den einzelnen Episoden begleitet man alte Handwerksmeister bei der manuellen Fertigung eines Produkts.
    Dabei gibt dieser Auskunft seine Ausbildung, sein Arbeitsleben, aber auch über Rezepturen, Handgriffe, Materialien und Techniken der traditionellen Herstellungsweise seines Produktes.

    Leider finden sich weder in der Mediathek der ARD noch des BR sämtliche Episoden der Sendereihe.

    Lediglich auf der Internetseite des BR (Stand 14.1.23) finden sich drei Episoden.

    Auf YouTube hingegen findet sich eine große Anzahl Episoden der Filmreihe, der Titel der Reihe genügt als Schlagwort.

    Der Wikipediaartikel, welcher auch als Quelle dieses Beitrages diente, bietet eine vollständige Episodenliste und etliche weitere Informationen.


    Meine Persönliche Meinung:

    Diese Filmreihe ist ein absolutes Schmuckstück. Die einzelnen Episoden bieten wunderbare Einblicke in alte Handwerkstechniken, mit denen die meisten von uns sicher nur sehr selten in Kontakt kommen.

    Sicher, nicht alle Episoden behandeln Berufe, welche es schon in der Zeit des Mittelalters gab, aber für Mitglieder einer geschichtsinteressierten Community ist sie mit Sicherheit von großem Interesse.

    Nicht zuletzt, da man, bastelt man autodidaktisch für das Hobby so vor sich hin, den ein oder anderen Kniff entdeckt, der einen selbst weiter bringt.

    Ich präsentiere hier einen einschneidigen scharfen Nierendoch mit einem Griff aus Walnussholz, kleinem Parier und einer wunderschönen Platte aus Altsilber am Ende des Griffes. Das ganze in einer Scheide mit Holzkern, bezogen mit vegitabil gegerbtem Ziegenleder.

    Dieses Stück basiert auf diversen Vorlagen, zum Beispiel aus dem Ruhr Museum auf Zeche Zollverein in Essen.

    Hergestellt wurde dieses wunderschöne Stück von 'Hendrick1975', welcher es mir ihm Rahmen des traditionellen Weihnachtswichtelns 2021 schenkte.

    Hinsichtlich der Details lasse ich den Künstler dieses Werkes hier selbst zu Wort kommen:

    Nierendolch / Hodendolch

    Ort und Zeit: Deutschland, Ende 14. - Anfang 15. Jahrhundert

    Länge: 41 cm

    Klinge: 27 x 2,5 x 0,4 cm

    Griff: 14 cm

    Anspruch: fundnah / belegorientiert

    Ich finde es immer wieder unglaublich spannend, Themen weit ab der üblichen vertrauten Pfade anzugehen. Die Recherche für vollkommen Neues ist jedes Mal sehr faszinierend - wenngleich auch überaus zeitintensiv.

    Allerdings habe ich es jedesmal als Erweiterung des eigenen Horizonts und somit als persönlichen Gewinn empfunden.

    So auch hier - Deutscher Nierendolch 14./15. Jahrhundert. Vorher noch nie gesehen, noch nie gehört, null Plan von irgendwelchen Besonderheiten oder Details.

    Aber irre spannend.

    Das 14. und 15. Jahrhundert ist eine Blütezeit der sogenannten Nieren- bzw. Hodendolche.

    Ihren Namen haben sie von den beiden markanten Verdickungen am Griff, die je nach Region sehr dezent mit 'Herzförmig', höflich als 'Nierenförmig', oder deftig und direkt als 'Hoden', 'Klöten', bzw. 'bollocks' bezeichnet werden.

    Den (definitiv so gewollten) phallischen Charakter dieser Dolche sieht man auch an der zeitweiligen Tragweise - senkrecht und mittig vorne vor der Hose getragen.

    Mehr Phallussymbol geht eigentlich nicht.

    Bei den Klingen findet man in dieser Zeit noch eine große Anzahl an recht einfachen, einschneidigen Ausführungen mit dreieckigem Querschnitt. Diese Form macht einschneidige Dolche - anders als ihre zweischneidigen Pendants - auch zu praktischen Alltagswerkzeugen, da man hier beim Schneiden zur Verstärkung auf den Rücken der Klinge drücken kann. Bei zweischneidigen Dolchen wäre dies nicht möglich.

    Hier finden wir ein Unterscheidungsmerkmal zu den zweischneidigen Klingen, die eher zu kämpferischen Zwecken oder als Prestigeobjekt gedient haben dürften .

    Als Vorlage für meinen Dolch diente ein ähnliches Exemplar, welches im Ruhrlandmuseum in Essen zu finden ist und auf das 15. Jahrhundert datiert wird. Also quasi direkt bei mir vor der Haustür.

    Weitere vergleichbare Funde gibt es für das komplette 14. und 15. Jahrhundert über ganz Deutschland und Europa verteilt, ebenso zahlreiche ikonographische Darstellungen in Manuskripten, Bildern, Statuen, etc.

    Kurzum - die Quellenlage ist gar nicht mal so schlecht.

    Die Klinge ist aus 1.2067er Stahl geschmiedet, in Öl gehärtet, hat eine Dicke von knapp 4 mm, und ist mit 27 cm Länge genau im üblichen Bereich für solche Dolche.

    Die Klinge hat beim Härten dummerweise ein sehr unschönes Verhalten an den Tag gelegt. Sehr lang, sehr dünn, und sehr spitz hat sie sich beim Härten extrem verzogen. Sie ähnelte mehr einer Banane oder einem Säbel, statt einer schönen geraden Linie. Nun, insgesamt habe ich die Klinge viermal nachgeschmiedet und immer wieder neu gehärtet, bevor sie endlich ihre finale Form gefunden hat. Hierbei sind noch ein paar Schmiedespuren zurück geblieben, bei denen ich einfach keine Lust mehr hatte, sie komplett raus zu schleifen.

    Zwischen Klinge und Griff habe ich einen kleinen, leicht U-förmig gebogenen Parier gesetzt, und mit zwei handgeschmiedeten Nägeln fixiert. Diese Pariere sind recht häufig anzutreffen, und sollen die Hand des Trägers bei Auseinandersetzungen vor fremden Klingen schützen. Sie sind deutliches Zeichen für die zusätzliche Verwendung solcher Dolche in Zweikämpfen.

    Den Griff habe ich aus Walnussholz geschnitzt. Das schaut nach dem Ölen schön dunkel und edel aus, kontrastiert hervorragend mit dem glänzenden Stahl und Neusilber, und lässt sich für die Zeit und Region belegen.

    Im Original waren die Griffe im oberen Bereich vermutlich gedrechselt.

    Würde ein Profi heute wohl auch so machen, oder wenigstens die grobe Form mit der Bandsäge ausschneiden.

    Nun ja, ich hab weder eine Drehbank noch eine Bandsäge. Dafür Schnitzmesser, Stechbeitel, und Schmirgelpapier. Und ziemlich hartes Walnussholz. Wo echt viel Material runter musste.

    Machen wir es kurz: der Spaßfaktor hielt sich in sehr engen Grenzen ;)

    Am Schluss habe ich den Griff der Länge nach vorgebohrt, die Angel der Klinge bis kurz vor dem Glühen erhitzt, und dann den Griff aufgeschlagen.

    Um den Dolch optisch zusätzlich etwas aufzuwerten, habe ich am Ende des Griffs noch eine Platte aus Neusilber aufgesetzt, mit vier Bronzenägeln (als farblichen Kontrast) gesichert, und darüber ganz am Schluss die Angel vernietet.

    Verzierungen dieser Art aus Eisen, Bronze, Messing oder Silber sind recht typisch. Bei den Punzierungen habe ich mich für schlichte und klassische Dreiecks- und Kreisaugen-Formen entschieden.

    Bei der Scheide habe ich mich für ein Modell mit Holzkern zum Schutz der Klinge entschieden. Dabei bin ich den einfachen Weg gegangen, und habe die Scheide aus Kiefernleisten zusammengesetzt, verleimt, und im Anschluss in Form geschnitzt und geschliffen.

    Den Holzkern habe ich mit vegetabil gegerbtem Ziegenleder bezogen.

    Dieses habe ich um den Kern herum geschlagen, beide Lagen Leder entlang der Seite der Scheide fixiert, und mit der Ahle die Nahtlöcher vorgestochen.

    Danach die Scheide dann ohne den Holzkern per doppeltem Überwendlichstich (hin und versetzt zurück, so dass sich eine dekorative Kreuznaht ergibt) mit gewachstem Leinengarn vernäht.

    Diese Hülle habe ich dann leicht feucht stramm über den Holzkern gezogen, so dass die Naht nun mittig auf der Rückseite liegt.

    Nach dem Trocknen ist das Leder noch ein wenig geschrumpft, und hält nun auch ohne Verkleben bombenfest.

    Eine Metallspitze an der Scheide findet man bei den historischen Exemplaren auch immer wieder.

    Meine habe ich wieder aus Neusilber gefertigt.

    Dazu habe ich ein Blech um die Spitze des Holzkerns gebogen und getrieben, und rückseitig überlappend verbunden.

    Wie bei dem Abschlussblech am Griff habe ich als zusätzliche Verzierung relativ neutrale Elemente gewählt, die sich für diese Zeit gut belegen lassen. Mittig einen Doppelring aus Draht, und an der Öffnung ein Element aus einem verzwirnten Neusilber- und Bronzedraht (für dieses Detail habe ich keinen konkreten Beleg).

    Alles jeweils mit Silberlot hart verlötet.

    Die Spitze habe ich auf der Scheide aufgesetzt, durch Spitze und Holzkern ein Loch gebohrt, und beides mit einer Niete miteinander verbunden.

    Zeitaufwand: gut 60 Stunden

    (Liegt hauptsächlich daran, dass ich fast komplett ohne Maschinen arbeite - nur Bohrmaschine für Löcher, und Dremel mit Trennscheibe für die ein oder andere Metallbearbeitung).”

    Hendrick1975 im Dezember 2021


    Die beigefügten Bilder stammen auch von Hendick,

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.             Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.               Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.          

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Lediglich dieses Foto habe ich selbst aufgenommen.

    Excavation Time

    "Hier dreht sich alles um Archäologie! Von Museen, dem Studium, über Karriereaussichten, bis hin zu lustigen Facts. Ich freue mich, Euch die Archäologie näher zu bringen."

    Beschreibung des Kanals auf seiner Youtube Seite


    Der Kanal https://www.youtube.com/@excavationtime9806/featured

    Quelle: youtube Zugriff 13.1.23

    bietet vielfältig Einblicke in die Welt der Archäologie. Kurzweilig vorgetragen und breit gefächert auf verschiedene Forschungsbereiche und Epochen.

    Dabei kann man den Inhalten auch dann ohne Probleme folgen, wenn man von dem jeweiligen Thema nur geringe Kenntnisse hat.

    Meine persönliche Meinung:

    Ein abwechslungsreicher Kanal, dessen monatliche News wunderbar geeignet sind um kleine Blicke über den Tellerrand zu wagen, neue Einblicke zu gewinnen oder um einfach einen kurzen Überblick über aktuelle Forschungs(gengens)tände auf dem Laufenden zu halten.

    Ich möchte euch ein absoluten Glücksfund präsentieren


    Das Jagdbuch des Roy Modus

    Livre de Roy Modus et de Royne Racio von Henry de Ferrières

    Frankreich 1379

    Handschrift Fr. 12399

    Bibliotheque National in Paris

    Ich beziehe mich hier auf eine dt. Ausgabe aus dem Jahr 1975, Übersetzt von Max Haehn.

    Da es sich bei meinem Antiquariatsfund, um eine "unverkäufliche Ausgabe der Bauunternehmung Heitkamp" handelt, kann ich leider keinen ISBN Nummer angeben.


    Das Jagdbuch des Roy Modus ist ein bemerkenswertes Stück mittelalterlicher Literatur.

    Hier werden alle Aspekte der Jagt didaktisch abgehandelt, kleinschrittig vermittelt und mit zeitgenössischen Miniaturen wunderbar dargestellt.

    Auch wenn es damals, folgt man der Einleitung der mir vorliegenden Ausgabe (s.o.), dieses Werk seinerzeit außerhalb Frankreichs kaum Beachtung gefunden hat, halte ich es für Reenactor des Spätmittelalters für eine herausragenden Quelle.

    Es liefert, detaillierte Einblick in die Grundlagen der Jagd und das Wissen um sie.

    Dazu gehört auch das damalige Fachvokabular, welches Verwendung fand und anscheinend auch erwartet wurde.

    Hinzu kommen eine Vielzahl von Bildquellen, welche vielfältige Einblicke in Mode, Ausrüstung und Ausstattung ermöglichen.

    Meine persönliche Meinung:

    Ich halte dieses Buch aus mehreren Gründen für bemerkenswert:


    1.: Als Fachbuch der damaligen Zeit bietet es einen, m.A.n., fantastischen Einblick in das Denken der Menschen der damaligen Zeit.

    2.: Für mich als Darsteller stellen die Abbildungen eine wunderbare Bildquelle dar.

    3. Für eine adelige Darstellung halte ich es hingegen für wahnsinnig spannend, sollte man mal etwas in Richtung Jagdgesellschaft darstellen wollen oder dieses Element im Rahmen einer Belebung einbringen wollen.

    Eine digitale Version konnte ich leider noch nicht finden.

    Gibt man den Titel bei Google ein, bekommt man bei der Bildersuche Treffer, welche spätere Illustrationen zeigen. Bildbeispiele aus meiner Ausgabe möchte ich hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht einstellen.

    Da es sich bei meinem Antiquariatsfund, um eine "unverkäufliche Ausgabe der Bauunternehmung Heitkamp" handelt, kann ich leider keinen ISBN Nummer angeben.

    Diese Schätzchen habe ich 2017 im Nationalmuseum in Krakau entdeckt. Leider weiß ich nicht mehr sicher, an welchem Standort....

    Ich wollte euch diese Schmuckstücke aber nicht vorenthalten. Die Bilder sprechen aber für sich (Quelle: Nationalmuseum Krakau, eigene Aufnahme).

    Anhänge

    • 3578-7e5f552d4b1b8e03f2121eb3d90663a8.jpgTrippen.jpg170,1 KB · Aufrufe: 41

    Zitieren
    Melden

    Vor, mittlerweile 4 Jahren, haben wir der Hansestadt Lübeck einen Besuch abgestattet.

    Natürlich war der Besuch im Hansemuseum fest eingeplant, von dem ich hier berichten möchte.

    Doch zuvor noch eine kurze Anmerkung und Bitte:

    Wie bereits eingangs erwähnt, ist unser Besuch ein Weilchen her...sollte sich im Hansemuseum was wesentliches verändert haben, postet dies bitte und korrigiert meine, evtl. veralteten Informationen.

    Nun aber zu unserem Besuch:

    Zuerst mussten wir unsere Eintrittskarten individualisieren. Mit diesem netten kleinen Gimmick liefert einem die Karte an verschiedenen Stellen in der Ausstellung zusätzliche Informationen zu einer selbstgewählten Hansestadt und einem von 4 Teilbereichen des damaligen Lebens in den Hansestädten (in unserem Fall „Alltag“ und „Schönes und Feines“). Darüber hinaus kann man mit den Eintrittskarten an vielen Stellen des Rundgangs Informationen aktiv abrufen. Das Museum ist in mehrere Teilbereiche der Geschichte der Hanse aufgeteilt. Schauräume, welche einem einen sehr plastischen Einblick in die Geschichte der Hanse geben, wechseln sich mit „klassischen“ Museumsräumen ab, in welchen Originalfunde ausgestellt sind. Nachdem wir zunächst der Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Grund“ gegangen sind und uns in geologische Schichten der Entwicklung der Stadt Lübeck begaben, begann der Rundgang durch die Geschichte und Entwicklung der Hanse. Beginnend bei ihren Anfängen, bis hin zur Frage der Vereinbarkeit von Handel und Glaube. Die Eintrittskarten kommen in den Schauräumen zum Einsatz, aktivieren Bildwände, Animationen, Kopfhörerstationen und die Infotafeln für die selbstgewählten Hansestädte und Themenschwerpunkte (s.o.). Am Ende des Rundgangs waren wir ziemlich erledigt. Aber es hat sich wirklich gelohnt! Das Museum bietet einen vielseitigen Blick in die Zeit und Geschichte der Hanse. Greifbar, multimedial, umfassend und absolut nicht langweilig. Als Reenactor des späten 14. Jhr. hätte ich mir noch mehr Realien gewünscht, aber irgendwo muss man ja Abstriche machen....


    Hier noch der (damalige) Lageplan des Museums

    10197-Hansemuseumm-L-beck---Lageplan.png (1000×893)

    Oje......der schon wieder :winking_face_with_tongue:

    Leute, macht euch auf was gefasst. Der Typ ist wahnsinnig...

    ...nett

    ...kreativ

    ...taltentiert

    ...handwerklich begabt

    ....

    ....

    ....

    aber hauptsächlich, wahnsinnig.

    Sagt später nicht, ich hätte euch nicht gewarnt....


    @Hendrick.....schön das du da bist