Wie sieht es mit Anreise zu Veranstaltungen aus? Kann ich mein scharfes Messer/Axt mitnehmen, wenn zugriffsgesichert im Rucksack (ggf. mit Schloss gesichert) transportiert?
Ansonsten heißt es für mich wohl nur noch ohne Werkzeuge zu Veranstaltungen.
Wie sieht es mit Anreise zu Veranstaltungen aus? Kann ich mein scharfes Messer/Axt mitnehmen, wenn zugriffsgesichert im Rucksack (ggf. mit Schloss gesichert) transportiert?
Ansonsten heißt es für mich wohl nur noch ohne Werkzeuge zu Veranstaltungen.
Ich habe tatsächlich beide Garne und denn verlinkten Stoff zuhause. Die Garndicke des 48/2 entspricht eher dem der Webfäden.
Für meinen 350 g/1,5m Stoff bevorzuge ich aber das 20/2, denn das ist deutlich stabiler.
Sagen wir mal so: die Polizei kennt ihre Pappenheimer
Das widerrum spricht ja gegen flächige Taschenkontrollen. Im Artikel klingt das nämlich so.
"Racial Profiling", "Strukturiertem Rassismus"
Pauschalisierungren dieser Art finde ich schwierig. Die Polizei hat wie du sagst sicher genug Gründe gewisse Personen stärker zu kontrollieren. Gleichzeitig gibt es genug Situationen in denen sie Menschen Unrecht tut. Beides kann gleichzeitig wahr sein.
Im Artikel steht, dass massenhaft Taschen kontrolliert werden. Ist das tatsächlich der Fall? Das ist mir als weißem Mensch noch nie passiert und ich bin immer davon ausgegangen, dass man die Sachen schon sichtbar tragen muss, dass die Polizei aktiv wird.
Historisch belegt sind meines Wissens nach Stangen (Teppich von Bayeux) und Wagen (Bayeux und Kreuzfahrerbibel). Beides für deinen Zweck eher ungeeignet.
Herzlich willkommen. Schön dich von jetzt an auch dabei zu haben. ![]()
Wer hat denn die Empfehlung ausgesprochen?
Ich bekenne mich schuldig....
Auf die Gefahr hin unterschiedlichen Definitionen von Ärmelkugeln aufgesessen zu sein: Der älteste mir bekannte Nachweis ist die Ledbren Tunika aus der Spätantike (https://www.academia.edu/4372500/Out_of…t_millennium_AD). Auch verschiedene nordeuropäische FrüMi Fragmente deuten Ärmelkugeln und z.B. beim Haitabu und Berni Arm liegen die Nähte auf der Rückseite. Das Thema scheint mir häufig sehr viel komplexer als die üblichen Faustregeln der Szene dazu.
Für ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem hat es bei uns noch nicht gereicht. Dafür erfreuen wir uns schon seit Tagen an den wunderschön blühenden Ackerbohnen von Silvia. Vielen Dank nochmal dafür.
Quelle: Eigenes Bild
Neben den Bohnen wachsen bei uns die üblichen Küchenkräuter, Himbeeren, Erdbeeren und Mangold. Eine Wildblumenwiese vom örtlichen Naturgarten Verein, zwei Varianten Lavendel und seit neustem sogar ein Feigenbaum.
Ich habe auch begonnen gezielt nach Pflanzen aus dem capitulare de vilis zu suchen, wobei ich bisher nur die Eberraute als neue Pflanze erwerben konnte.
So, es ist Mitte Juni und die Keimblätter meiner Pflanzen sind schon am Vergilben. Zeit für meine erste Ernte. Aus den neun Pflanzen habe ich heute Morgen 282 g Blätter mit Stängel geerntet. Dabei haben ich die innersten Triebe der Pflanzen stehen gelassen, in der Annahme, dass das ein zweites Austreiben ermöglicht/begünstigt.
Da ich bei der Ernteaktion einen Befall der Pflanzen mit kleinen Eiern festgestellt habe, wurden die Blätter im Spülbecken mit einem Tropfen Spülmittel gewaschen und mit einer Salatschleuder abgetropft. Der Anleitung von Fabian Peise auf Zunfterbe.de folgend habe ich die Blätter dann mit einer Bastelschere in kleinere Stücke geschnitten und dabei die dicksten Stängel entfernt. Bei der Sortierung habe ich mich schwer getan, weil ich natürlich auf keinen Fall Farbstoff verlieren möchte. Dazu aber später mehr. Kleingeschnitten hatte mein Waid nur noch das Volumen einer Salatschüssel. In einem Eimer habe ich das Pflanzenmaterial nach und nach mit einem faustgroßen Stein zerstampft und zerrieben. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass zunächst stampfende Bewegungen am besten die Zellstrukturen brechen, aber später zusätzlich reibende Bewegungen (wie bei einem Mühlstein) benötigt werden um das Material wirklich fein zu bekommen und den Zellsaft auszudrücken. Sobald der Brei formbar war, habe ich die Masse mit den Händen in zwei c.a. tennisballgroße Kugeln geformt, ausgedrückt und dann jeweils in ein Küchentuch eingeschlagen. Das Küchentuch wird dann verdreht, um noch mehr Flüssigkeit aus den Kugeln zu drücken. Laut des Blogartikels wurde in der Vergangenheit für diesen Schritt ein Brett anstelle des Tuches verwendet. Das Tuch hat allerdings sehr gut funktioniert. Die ausgedrückten Kugeln habe ich in dem Tuch etwa acht bis neun Stunden an einem schattigen Platz auf dem Balkon stehen lassen und noch drei Mal ausgedrückt. Dabei habe ich die Kugeln jedes Mal wieder in einen trockenen Bereich des Tuches versetzt. Aktuell trocknen die Kugeln auf einem mit einem Küchentuch abgedecktem umgedrehtem Sieb (mit glatten Boden). Durch das Ausdrücken haben sie einiges an Größe eingebüßt. Beim Formen der Kugeln habe ich gemerkt, dass ich die dicken Stängel stärker aussortieren oder besser zerreiben solltr, denn formstabile Stängel "bröseln" von der Oberfläche der feuchten Kugeln.
Ich hoffe das trocknen funktioniert gut, sodass ich die Kugeln später tatsächlich verwenden kann. Nehmen wir die 1 % Farbstoffgehalt von oben an, habe ich im Bestfall 2,5g Farbstoff gewonnen.
Da der Waid anscheinend kalkhaltige Böden bevorzugt werde ich (wie auch schon zuvor) einen EL geschredderte Eierschalen in die Pflanztöpfe geben. Zusammen mit unserem kalkhaltigen Wasser hoffe ich so auf eine gute Ausbeute.
Bildquellen: Eigene Bilder
Einfach die (getrockneten) grünen Hüllen auskochen, feste Bestandteile danach raus sieben, und in diesen Sud für eine gute Stunde den Stoff rein.
Wie viel bräuchte ich denn da für ca 500 - 600 g Stoff?
Material selber sammeln wird denke ich schwierig. Zumindest habe ich bei mir in der näheren Umgebung noch keinen Wallnussbaum gesehen.
Naturbraunen Woll-Stoff, gibts z.B. bei Naturtuche
Den wollte ich eigentlich auch nehmen aber der ist mit 350 g/lfm (1,5 m breite / 230 g/m2) angeblich zu dick für den Sommer.
Hallo,
Ich hätte gerne einen braunen Wollstoff (am liebsten naturbraun) und bin am Punkt angekommen, gegebenenfalls selber zu färben. Was wäre da eurer Erfahrung nach die einfachste Möglichkeit? Pflanzlich wäre vermutlich am ehesten Wallnuss geeignet (Gibt es Quellen für das Frankenreich im 08./09. Jhd?). Bei Garnen habe ich aber auch schon von Säurefarben gelesen. Es muss nicht historisch korrekt sein, da ich eigentlich einen naturbraunen Stoff nachahmen möchte.
Ist es überhaupt realistisch beim ersten Versuch eine gleichmäßige Farbe zu erhalten?
Ich würde ca. 2,3 x 1,5 m färben
Danke schonmal für eure Tipps.
Die Pflänzchen werden etwa kuchentellergroß im Durchmesser wenn sie genug Platz haben. Du kannst sie mit einer Gabel vorsichtig raus machen und weiter auseinander setzen in dem großen Topf, dann ist die Ausbeute größer
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Das ist eine sehr gute Idee! Habe ich direkt mal umgesetzt. Jetzt haben die Pflanzen noch etwa 12 cm Abstand zueinander.
Ziemlich genau ein Monat nach Aussaat in Töpfen auf dem Balkon sehen die Pflänzchen so aus:
Ich hatte in jeden Topf 3 - 4 Samen gepflanzt, falls es nicht alle schaffen. Bisher sieht es allerdings so aus, als könnte ich meine Produktion auf das 3-fache erweitern... Mal schauen ob ich irgendwo Platz finde...
Wir haben mit Waidextrakt gefärbt, u.a. von Krämer-Pigmente. Ich bin mir mit der genauen Menge nicht mehr sicher, aber ich glaube wir haben mit 250 (oder 350) gr. Waid gefärbt. Für 21 Meter Stoff, in unterschiedlichen Stärken/Gewichten. Mein Trägerkleid ist nach 9 Farbzügen dunkelblau, dieses haben wir auch zuerst gefärbt. Den Rechteckmantel haben wir ziemlich zum Schluss gefärbt, er ist nur hellblau. Ich vermute, die Küpe hätte noch etwas qualitativ hochwertiger sein können.
Danke für die Info. Laut dieser Quelle: https://pflanzen.fnr.de/industriepflan…zen/faerberwaid enthalten die trockenen Waidblätter ca. 1 % Indican und Isatan-B. Demnach bräuchte man für 250–350 g Waidextrakt 25–35 kg Trockenmasse. In anderen Worten, Fabian Peise formuliert es mit seinen Schubkarren vermutlich noch optimistisch. Nun bräuchte ich natürlich lange nicht so viel. Ich käme wahrscheinlich mit 2,3 m klar und will sowieso nur eine helle Färbung. Dennoch brauche ich wohl mehrere kg Trockenmasse.
Ich versuche, mich mal mit drei Pflanzen in Töpfen auf unserem Balkon zu versorgen und dokumentiere dabei, wie hoch die Ausbeute am Ende ausfällt. Wahrscheinlich wird es lange nicht reichen, aber dann habe ich zumindest mal die Erfahrung gemacht, wie viel Fläche und Arbeit in so einer Pflanzenfärbung stecken.
Ich wollte lediglich Mut machen, es trotzdem auszuprobieren. Auch wenn vielleicht dann nur ein helles Blau rauskommt - Versuch macht schließlich klug!
Ich weiß das sehr zu schätzen. Ich werde es versuchen. Wenn möchte ich ohnehin ein hellblau.
guckst Du hier: meine Seite. Der Link aus Erfurt beschreibt das Verfahren nur sehr verkürzt. Ich habe die Themen "mit Waid färben" und "den Farbstoff gewinnen" extra in separate Artikel gepackt, weil es unterschiedliche Arbeiten sind.
Genau was ich brauche, danke. Auch wenn die Aussage, dass man Schubkarrenweise Blätter braucht meine Färbepläne wohl zunichte macht. ![]()
Ich habe hier ein Websteite, die das frühere Vorgehen beschreibt:
https://www.erfurt-lese.de/streifzuege/ge…-und-um-erfurt/
Ich selbst habe Waid frisch verwendet, unter Zuhilfenahme von etwas Salz. Der Farbton auf Seide war ein Eisblau.
Welche Stoffart möchtest Du denn mit dem Waid einfärben?
Sehr spannend. Von den Waidballen habe ich auch schon mehrfach gelesen. Scheint, als wäre eine Trocknung zur Lagerung möglich. Ich würde gerne einen Wollstoff färben, wobei das Färben nebensächlich ist. Erstmal geht es mir drum den Anbau zu lernen.
Ich habe mich mit dem Thema noch nie beschäftigt, aber vom rein visuellen Eindruck würde ich das auch als Gürteltasche interpretieren.
Manche Hersteller geben das Gewicht in 'g/lfm' an, manche in 'g/qm'.
Das ist vollkommen korrekt und ein wichtiger Hinweis. Katharina de Lo und die meisten anderen gehen bei lfm von 1,5 m Breite aus. Mir ist auch unklar, warum man nicht bei den SI-Einheiten bleibt, aber mittlerweile habe ich es mir auch angewöhnt. Im konkreten Fall geht es um den 198 g/lfm (124 cm breite) Stoff. Auf 150 cm hoch gerechnet entspricht das ca. den eingangs erwähnten 240 g/lfm.
Hallo,
Ich bin im Begriff, meine ersten Waidpflanzen auszusäen, und nachdem ich gelesen hab, dass man mehrfach im Jahr die Blätter erntet, frage ich mich, wie ich das Ganze haltbar machen kann, bis ich genug zusammen habe. Kann ich die Blätter einfach trocknen und später wieder einweichen oder überlebt das Pigment das nicht? Ich habe im Internet zahlreiche Anleitungen gefunden, die aber meist eine volle Umsetzung zu Inidigo machen, was ich nicht zwangsläufig will.
Und wie viel g frische Waidblätter brauche ich für eine hellblaue Tunika (sagen wir 3 m Stoff)?