Also ich habe es generell mit meiner Darstellung da sehr einfach.
Ein Wundarzt ist da zum Glück sehr wandelbar was seine Erscheinung angeht, und das sogar historisch belegt. Wundärzte waren generell ja mit und in jeder Bevölkerungsschicht beschäftigt. Natürlich war die Entlohnung eines reisenden Wundarztes der "niedere" Bevölkerungsschichten behandelt hat geringer (auch bei größerer Masse) als bei einem Wundarzt der in fester Anstellung an adeligem Hof war. Das spiegelt sich dann eben auch in Klamotte, Accesoirs oder Hausstand wieder.
Dementsprechend kann ich als Darsteller aber auch von einfacher (Reise-)Kleidung bis hin zu einem sehr guten Sonntagskleid alles anhaben ohne meine eigentliche Darstellung ändern zu müssen. Das kann ein Schuster z.B. nicht so gut. Natürlich muss es in sich immer stimmig bleiben. Der Gürtel mit der Eisenschnalle geht nicht auf die gefütterte Dreifachgefärbte Cotte, soweit so selbstverständlich. Es kommt aber daher auch oft vor das ich auf einer Veranstaltung oder sogar an einem Tag mal mein Auftreten wechsele.
Generell habe ich meine Darstellung zwar auf einem guten Handwerksmeister ausgerichtet (weil nix anderes ist ein Wundarzt am Ende) aber ich habe jeweils nach oben und unten noch Luft um mich anzupassen. Ich liebe halt auch gerne mal nen bissl Bling-Bling aber möchte deswegen kein Adel darstellen. Aber ich mache eben auch gern mal den Feuerknecht und/oder stehe in der Küche.
Also ich denke das sowohl "hohe" als auch "niedere" Darstellungen ihren Reiz haben und auch beide ihre Recherchearbeit in den kleinen Details zeigen.