Hallo in die Runde,
aufgrund meiner vielen Recherchen habe ich auch mal eine Hornmanufaktur in Dänemark aufgesucht und mir einiges von dem GF erklären lassen.
Dort wurden die Hörner für Geschirr und Schalen aus Watussi- und Zebu Rindern (Import aus Afrikanischen Ländern) hergestellt. Die Hörner wurden aufgeschnitten und in sehr warmen ca. 80° Grad warmen Öl (Pflanzenöl) kurz - ein von mir nicht definierbarer Zeitwert der sich aus deren Erfahrung bemisst- schonend aufgeweicht und dann verformt.
Wird das Öl zu heiß verbrennt das Hornmaterial. (So ging es mir einst daheim bei meinem Selbstversuch mit Hornmaterialverformung).
Dieses Hon wird dann unter Druck zu einer Platte verformt, wonach aus den Platten dann wieder die Form des Produktes geschnitten wird. dies flachen Ausschnitte weren erneut eingewiecht, kommen widerum in eine zweiteilte Form Positiv - Negativ erneut gepresst anschließend geschliffen, und gereinigt...
Tinkhörner das Horn wird vom Inneren Kochenteil getrennt, der Fleichige Teil wird "ausgekocht" und entfernt ausgeschabt, dann werden die Hören mit langstielig eingefassten Bürsten innen gereinigt, getrocknet und sowiet möglich beschliffen.
Letzter Schritt für das innere ist das ausgießen mit Lebensmitelechtem Lack - der Alkoholresitenz für imindestens 16% tigen Alkohol nachweisen muss.
Außen mit Schleifbändern polieren erst grob - dann mehrfach feineres Schleifband - reinigen fertig, erkennbar viele Arbeitsschritte..
"stammen vermutlich nicht aus Europa und sind vermutlich von anderen Tieren mit sehr großen Hörnern"
Simmt - Die meisten Hörner und Produkte daraus die uns angeboten werden stammen nicht aus Europa.
"von anderen Tieren mit Hörnern" Hörner gibt es dann u.a. auch von Tieren der Gattungen der Schaf, Ziege, Antilope - Gattungen die mir noch geläufig sind.
"Mit modernen Klebstoffen kann man vermutlich Hornplatten dauerhaft verbinden"
Dss ist nicht ausgeschlossen, jedoch mit wasserfestem Kleber verbunden - das kann ich nicht bestätigen. Es wurde mit großer wahrscheinlichkeit entsprechend große Hörner genutzt die aufgeschnitten wurden um die benötigte große Grundplatte herzustellen.
Wie viele Auerochsen es in den von uns dargestellten Epochen zur nutzung solcher Produktegegeben haben mag, dabin ich rauß. Zahlen kann ich icht bieten. Welche Rinder in Europa der Epoche sonst naoch lebten die eins in der offenen Haltung große Hörner trugen vermag ich auch nicht mitzuteilen.
Aber ggf. ist ja jemand darin kundigt und lässt uns teilhaben. Ich abe lediglich in verschiedenen Schriftten zu Fubnden aus Haitahu und dem Slavischen Hinweise darauf es wurden Kochen Rinder, Schafe, Ziegen .. vorgefunden nicht auf genaue Anzahl oder gar der größe der Hörner. Wohl finden sich mal Angaben wieveil Prozentanteil der Knochen von jenem Tier nachgewiesen werden konnten.
Mir sind jedenfalls aus der Zeit der Kelten die beachtlich großen Hörner aus dem Grab von Hochdorf bekannt.
Und heutzutage lassen sich nachzuchten von Ur-Rindern z.B.: im Freiland im Geländes des Neandertal bestaunen - diese Tiere als Nachzucht-Rückkreuzung im Neandertal tragen mächtige Hörner. - undsollen sehr nahe dem Ur Rind sein, das als letztes seiner Art um das 16Jh. gelebt haben soll.
(Neandertal bei Mettmann, im Rheinland, nahe Düsseldorf / NRW)
Für Produkte die in der Mitelalterszene anbeboten werden, habe zumindest ich außer Rinderhörnern auch Hörner von Wasserbüffeln, Hörner von Schafen, und Gemsen - Steinböcken ind Antilopen bei Ständen der Hornspezialisierten gesehen.
Wasserbüffel die an sich auch Tiere der Gattung Rinder sind und Hörner besitzen, werden auch für Würfel und Hornwaren genutzt.
Bei den Rinderhörnern da es den ausgestorbenen UR-Urzeitlichen Auerochsen nicht mehr gibt, werden gerne Watussi und Zebu Rindern genutzt. so wie des die Dänische Firma nutzt.
Hornexporte kommen teils aus Indien - doch sind Kühe dort einem Teil der Bevölkerung heilig, somit wird dort vieles der Hornprodukte aus Büffel - Wasserbüffelhorn hergestellt.
Andere Hörner für unsere Trinkhörner stammen aus Vietnam, China, oder Südamerika und kommen von dort berteits verkaufsfertig, so habe ich es auf einem Weihnachtmarkt an Exportschild der Umverpackung (Herkunft Vietnam) kurz zuvor eingeroffener Ware sehen können.
Richtig und das gilt eigentlich immer für die historische Darstellung - wenn ich nachweisbare Dinge nutzen möchte muss ich recherchieren. Gab es eine Schale aus Horn in meiner Epoche, gibt es keinen Nachweis liegt es an mir ob ich ein Produkt einsetze wei ich es als praktisch erachte...
Dann wen es eine Schale für die Epoche nachweislich gab, kann ich noch genau die entsprechen Form und größe eines Fundes erhalten, sofern ich es nicht selbst herstellen kann, dies ist die nächste Herausforderung die of eine Kompromiss erfordert.
Bei mir gibt es auch diese Kompromisse, die auch gelegentlich zu sehen sind, doch würde ich für diese Dinge nicht behaupten das war damals so...