Beiträge von Olegsson

    Hallo Martin willkommen im Forum,

    viel Freude hier und regen Austausch.

    Das mit dem Erklärbär kenne ich auch seit etwa 30 Jahren...

    nun ist eben ein Teil des Hobby wenn man ein offen zugängiges Zelt aufbaut.

    Bei mir ist es wie unschwer zu erkennen ist die FMA Darstellung der Wikingerepoche.

    Thoralf,

    nun bei den Eisenklingen war es im Übergang von Bronze zu Eisenzeit ggf. noch Glückliche Fügung wenn die Eisenklinge härter war und die Bronze dagegen unterlag, bei HRC 64 in Bronze ist das anders zu sehen. Damit hatte und hat auch eine heutige Klinge zuerst einen schweren Stand um zu bestehen.

    Da ich meine Objekte hier nur zur Hand nehme aber nicht gegeneinander anwenden möchte bleiben es spekulative Mutmaßungen und diese Repliken hier sind vermutlich anderer Güte als damals, als man darauf angewiesen war diese einzusetzen und nicht nur Lookalikes haben möchte. Ob man sie nun "einfach" Kauft oder wie ich damals 2006 mit meinem Bronzegießer die Legierung lediglich Kupfer und Zinn (Zinngeschirrreste von Reinzinn die ggf. doch noch unbekannte Beimichungen im Material hatten) wählte und gemeinsam auf dem Markt dieses eine Schwert goss.

    Des weiteren danke dir und allen weiteren für weitere Recherchen.. bin gespannt auf eingehende Hinweise.

    Ich kann mich nur an Hendrik anschließen was das schärfen von Bronzegegenständen sowie Waffen angeht.

    Die richtige Legierung von Kupfer und Zinn ggf. noch weiterer Zusätze als auch das anschließende Härten der Schlagkante durch Hämmern also verdichten des Metallgefüge ist entscheidend.

    Bei Bronzenadeln geschieht dies oft mit einem Hartholz- oder Beinhammer.

    Die Nadel wird dann biegesteif- hart und lässt sich ausschleifen.

    Beim Schwert mag aufgrund der Masse und einst aus ermangelung des Eisenhammers - eventuell eine Steinwalze oder ein Bronzehammer zum Einsatz gekommen sein.

    Meine Bronzeschwerter 2 davon "Brecher" sind stumpf, aber gewollt stumpf, den ich habe keinen Bedarf das sie scharf sein sollen.

    Die Legierung eines dieser mit meinem Bronzeigießer "experimental" 2006 auf einem Markt im Feldversuch, mit einschmelzen von ca. 3 kg zuvor selbst im gewünschten Verhältniss gemischt und gegossenem Schwert taugt mutmaßlich zum scharf schleifen aber es bleibt bei mir stumpf. Die Kante müsste auch erst weiter gehärtet gehämmert oder gewalzt werden - kein Bedarf also wofür die Zeit aufwenden.

    Von den Bronzedolchen ist einer angeschärft - zum schneiden noch nicht ausreichend scharf ... wohingegen ein Bronze-Wiegemesser das vor Jahrzehnten von einem Metallurgen (Prof.) der Uni Duisburg gegossen wurde, sehr gut durch die Oberfächenbehandlung gehärtet und geschärft wurde.

    Ein ähnlich scharfes Schwert sollte zumindest zu Beginn seines Einsatz eine Waffe gewesen sein, die weiche Ziele schneidet. Lange nicht bei allen Bronzeschwertern passt der Begriff Brecher. Das Eisenwert ist jedoch bei gleichen abmessungen deutlich leichter, damit der Nutzer schneller und die Handhabung weniger ermüdend.

    Bei dem Gewicht des Brecher ist es eher eine Hiebwaffe.

    Den "Wollhelm" kann das Bronzeschwert vermutlich solange es Schartenfrei ist auch zerschneiden, aber ein mit Scharten versehenes Bronzeschwert würde mutmaßlich darin gestoppt und wird wie von dir geschrieben wohl eher den Schädelknochen brechen.

    Ein Eisen- Stahlschwert ist im Neuzustand dem scharfen Bronzeschwert nicht unbedingt mit Schärfe überlegen jedoch sehr viel leichter und bleibt mutmaßlich sehr viel länger scharf. Beim Vergleich Bronzeschwert gegenüber dem Eisenschwert kann ich nur vermuten das die Bronze beim auftreffen der Scheiden unterliegt.

    Bei Eisenschwertern ist auch die Legierung und Härtung zur Langlebigkeit entscheidend. Wie bekannt sein dürfte, geschieht die Härtung von Eisenwaffen nicht durch hämmern der Kanten.

    Zu Anfang der Eisenschwerter war gute Qualität wohl ein glücklicher Zufall, doch recht bald durch die bewusste Michung des Eisen mit Zusätzen zumindest das möglichst beste Roheisen zu nutzen, dem Wissen der besten Verhüttungstechnik, der Nachbehandlung des Verhüttungsergebniss sowie dem Härten und Schärfen die Überlegenheit brachte. Das Eisenschwert ist dünner, leichter und besser zu schärfen.

    Es käme auf den Versuch an einen solchen "Wollhelm" einem scharfen Bronzeschwert zuzuführen.

    Hi, Thorwald,

    versuche doch mal mit dem Fischer - Jörg Nadler aus Holm in Schleswig Kontakt zu erhalten.

    Er ist Beruflich vermutlich starkt eingebunden und wird seine Zeit sehr einteilen müssen, deine Fragen sollten Zielgerichtet sein damit es ihm nicht allzuviel Zeit nimmt und die Chance Information zu erhalten steigt, aber eventuell kannst du von ihm etwas erfahren.

    Er gehört so möchte ich hier in den Ring einwerfen, unbestritten zu den bestinformierten Darstellern der Fischerei über viele Epochen hinweg

    und ist auch als Fischer in Holm/Schleswig tätig sowie auf vielen Archäologischen Events Zuhause.

    Z.B.: war er oft beim Museumsfest in Meppen, im Museum Oerlinghausen oder letztes Jahr auch Teilnehmend bei der Reenactmentmesse in Minden.

    Gruß Olegsson

    Hallo Mittelalterfan,

    willkommen in diesem Forum.

    eine Gruppe kan ich dich nicht beiten - ich bin maximal mit meiner Frau gemeinsam unterwegs.

    Aber wie schon mehrfach hier geschreiben, du must schon etwas mehr Information zur Hilfestellung deiner Suche geben.

    Frühmittelalter - Merowinger- Alamanne-Karolinger- Wikinger-Slave???

    Spätmittelalter, Ordensritter oder wo soll die Reise hingehen.


    Mit dem Hinweis knappe-herne dadarf ich mutmaßen das es nciht das Frühe Mittelalter sein soll...

    Vielleicht ist es besser du schaust dich hier erst mal im Forum in den Rubriken um und suchst dann eine Gruppe auf einer der MIttelalterevents im Ruhrgebiet oder am Niederrhein z.B. Ostern in Goch...

    zur Pfingsten in Schloß Broich in Mülheim Ruhr

    oder eine Woche nach Pfingsten in Dortmund Mengede.

    Märkte gibt es schließlich viele die du hier empfohlen findest oder im Internet im Mittelalterkalendarium nach Postleitzahl sortiert findest und auswählen kannst.

    Gruß aus Oberhausen

    Hallo Prischelbaer,

    es gibt die Plattform E-Gun eine Auktionsplattform - dort wird allerdings seltener ein Luntenschloss angeboten.

    Derzeit ist dort ein einzelnes Luntenschloss eingestellt ohne den Rest.

    Auktionshäuser z.B.: Hermann Hitoria hat gelegentlich auch etwas in deren Auktionen.

    Hallo Oecher,

    schön das du hier hingefunden hast und dich auch bezug zu den "verstaubten Fundstücken von Papa" meldest.

    Mach es einfach wie zuvor von Silvia beschrieben.

    Ggf. findest du, sofern du die Schwerter bei dem Umzug nicht mitnehmen kannst einen Abnehmer.

    Wenn es Schwerter sind darfts du sie jedenfalls auch weiterhin besitzen, sind diese Schwerter scharf sind diese nicht geeignet, um mal eben unbedarft damit einen Mittelaltermarkt zu besuchen. Und genau genommen sind diese daheim gegen den Einfachen Zugriff zu befestigen oder wenn es noch sicherer sein soll wegzuschließen, ein einfacher Schrank oder eine Truhe reicht, ein Tresor ist dafür nach derzeitigen geltenden Gesetzen in Deutschland nicht nötig...

    Desweiteren so sie gehofft hast du auch weiterhin freude hier im Forum und mit dem Mittelalter als Hobby,

    Gruß aus dem Ruhrgebiet

    Ja Hendrik stimmt, als Hörner für den Schleifstein mit Wasser darin, vornehmlich bei der Feldarbeit als man noch mit der Sense arbeitete und diese scharf halten musste, kenne ich die Variante Horn am Gürtel auch, seit mindestens dem frühen 19 Jh. oder gar füher würde ich diesen Gebrauch vermuten ohne nach dem Beginnn dieser nutzung recherschiert zu ahben. Sodenn findet man diese heute eher in den Freilichtmuseen als Relikt aus noch ncht so sehr vergangenen Zeit ausgestellt- jdoch nicht als Markt-trinkgefäß.

    Hallo Hendrick,

    ja es sind mutmaßlich Prunkhörner,

    bis auf wenige Hörner aus z.B.: Birka wo noch Hornmaterial vorhanden ist, finden sich meist die Schmuckvollen Beschläge der Mundränder, mittig angebrachter "Medalions" mir fällt keine anderer Begriff dazu ein für ein nahezu in der Mitte befestigtes Schmuckteil oder auch die Hornenden Verzierungen Hornspitzenaufsätze.

    Ich finde in der Masse der mir auf Papier vorliegenden Publikationen, leider ebenfalls nicht die Ausarbeitung eines verstorbenen Bekannten, der einst bis zu 37 Hörner belegbar von der Antike bis zur Wikngerzeit aufgelistet hatte - so waren auch die aus Birka mit aufgenommen.

    Über alle Epochen in denen Trinhörner aus Horn mutmaßlich zum Einsatz kamen sind das verschwindend geringe Zahlen.

    Dann gibt es noch die Hörner aus Glas aus der Römischen Zeit, habe dies auch hier - aber ebenfalls sind es sehr wenige.

    Das nun die Gromi´s dafür behaupten das wäre damals üblich gewesen mit dem "Gürtelgehänge-Unsin" bekommen wir zu Lebzeiten wohl nicht mehr bei den Märktläufern heraus.

    Praktisch sind diese Hörner für unterwewgs wenn man den daraus trinken mag, aber wir können keinen Beleg für diese huetige allgegenwärtigkeit der Nutzung. für jene vergangenen Zeiten belegen.

    Die Keltischen Hörner aus dem Grab von Hochdorf waren mutmaßlich ebenfalls Prunkhörner - die Nachbildungen der Hörner im Museum-Hochdorf sind auch sehr protzig und vermutlich nicht für alle Tage gedacxht... wenn man mutmaßen möchte wurden diese ggf. bei Empängen mit Trinkbarem gereicht - vielleicht war es auch nur eine Zierde an der Wand.

    Dies kann uns keiner mehr erzählen, wir sind auf die Aussagen der Archäologen angewiesen die die Funde bergen.

    Hallo in die Runde,

    aufgrund meiner vielen Recherchen habe ich auch mal eine Hornmanufaktur in Dänemark aufgesucht und mir einiges von dem GF erklären lassen.

    Dort wurden die Hörner für Geschirr und Schalen aus Watussi- und Zebu Rindern (Import aus Afrikanischen Ländern) hergestellt. Die Hörner wurden aufgeschnitten und in sehr warmen ca. 80° Grad warmen Öl (Pflanzenöl) kurz - ein von mir nicht definierbarer Zeitwert der sich aus deren Erfahrung bemisst- schonend aufgeweicht und dann verformt.

    Wird das Öl zu heiß verbrennt das Hornmaterial. (So ging es mir einst daheim bei meinem Selbstversuch mit Hornmaterialverformung).

    Dieses Hon wird dann unter Druck zu einer Platte verformt, wonach aus den Platten dann wieder die Form des Produktes geschnitten wird. dies flachen Ausschnitte weren erneut eingewiecht, kommen widerum in eine zweiteilte Form Positiv - Negativ erneut gepresst anschließend geschliffen, und gereinigt...

    Tinkhörner das Horn wird vom Inneren Kochenteil getrennt, der Fleichige Teil wird "ausgekocht" und entfernt ausgeschabt, dann werden die Hören mit langstielig eingefassten Bürsten innen gereinigt, getrocknet und sowiet möglich beschliffen.

    Letzter Schritt für das innere ist das ausgießen mit Lebensmitelechtem Lack - der Alkoholresitenz für imindestens 16% tigen Alkohol nachweisen muss.

    Außen mit Schleifbändern polieren erst grob - dann mehrfach feineres Schleifband - reinigen fertig, erkennbar viele Arbeitsschritte..

    "stammen vermutlich nicht aus Europa und sind vermutlich von anderen Tieren mit sehr großen Hörnern"

    Simmt - Die meisten Hörner und Produkte daraus die uns angeboten werden stammen nicht aus Europa.

    "von anderen Tieren mit Hörnern" Hörner gibt es dann u.a. auch von Tieren der Gattungen der Schaf, Ziege, Antilope - Gattungen die mir noch geläufig sind.

    "Mit modernen Klebstoffen kann man vermutlich Hornplatten dauerhaft verbinden"

    Dss ist nicht ausgeschlossen, jedoch mit wasserfestem Kleber verbunden - das kann ich nicht bestätigen. Es wurde mit großer wahrscheinlichkeit entsprechend große Hörner genutzt die aufgeschnitten wurden um die benötigte große Grundplatte herzustellen.

    Wie viele Auerochsen es in den von uns dargestellten Epochen zur nutzung solcher Produktegegeben haben mag, dabin ich rauß. Zahlen kann ich icht bieten. Welche Rinder in Europa der Epoche sonst naoch lebten die eins in der offenen Haltung große Hörner trugen vermag ich auch nicht mitzuteilen.

    Aber ggf. ist ja jemand darin kundigt und lässt uns teilhaben. Ich abe lediglich in verschiedenen Schriftten zu Fubnden aus Haitahu und dem Slavischen Hinweise darauf es wurden Kochen Rinder, Schafe, Ziegen .. vorgefunden nicht auf genaue Anzahl oder gar der größe der Hörner. Wohl finden sich mal Angaben wieveil Prozentanteil der Knochen von jenem Tier nachgewiesen werden konnten.

    Mir sind jedenfalls aus der Zeit der Kelten die beachtlich großen Hörner aus dem Grab von Hochdorf bekannt.

    Und heutzutage lassen sich nachzuchten von Ur-Rindern z.B.: im Freiland im Geländes des Neandertal bestaunen - diese Tiere als Nachzucht-Rückkreuzung im Neandertal tragen mächtige Hörner. - undsollen sehr nahe dem Ur Rind sein, das als letztes seiner Art um das 16Jh. gelebt haben soll.

    (Neandertal bei Mettmann, im Rheinland, nahe Düsseldorf / NRW)

    Für Produkte die in der Mitelalterszene anbeboten werden, habe zumindest ich außer Rinderhörnern auch Hörner von Wasserbüffeln, Hörner von Schafen, und Gemsen - Steinböcken ind Antilopen bei Ständen der Hornspezialisierten gesehen.

    Wasserbüffel die an sich auch Tiere der Gattung Rinder sind und Hörner besitzen, werden auch für Würfel und Hornwaren genutzt.

    Bei den Rinderhörnern da es den ausgestorbenen UR-Urzeitlichen Auerochsen nicht mehr gibt, werden gerne Watussi und Zebu Rindern genutzt. so wie des die Dänische Firma nutzt.

    Hornexporte kommen teils aus Indien - doch sind Kühe dort einem Teil der Bevölkerung heilig, somit wird dort vieles der Hornprodukte aus Büffel - Wasserbüffelhorn hergestellt.

    Andere Hörner für unsere Trinkhörner stammen aus Vietnam, China, oder Südamerika und kommen von dort berteits verkaufsfertig, so habe ich es auf einem Weihnachtmarkt an Exportschild der Umverpackung (Herkunft Vietnam) kurz zuvor eingeroffener Ware sehen können.

    Richtig und das gilt eigentlich immer für die historische Darstellung - wenn ich nachweisbare Dinge nutzen möchte muss ich recherchieren. Gab es eine Schale aus Horn in meiner Epoche, gibt es keinen Nachweis liegt es an mir ob ich ein Produkt einsetze wei ich es als praktisch erachte...

    Dann wen es eine Schale für die Epoche nachweislich gab, kann ich noch genau die entsprechen Form und größe eines Fundes erhalten, sofern ich es nicht selbst herstellen kann, dies ist die nächste Herausforderung die of eine Kompromiss erfordert.

    Bei mir gibt es auch diese Kompromisse, die auch gelegentlich zu sehen sind, doch würde ich für diese Dinge nicht behaupten das war damals so...