Beiträge von Silvia Aisling

    Silvia Aisling hat einen neuen Termin erstellt:

    Silvia Aisling
    10. März 2026 um 19:36

    Zitat

    Die ARCHÄOTECHNICA ist eine einmal jährlich stattfindende Großveranstaltung mit wechselnden Themen auf dem Areal des Archäologischen Landesmuseums

    Dieses Jahr mit dem Thema 'Fasern, Kleider, Schmückendes - Mensch und Mode durch die Jahrtausende'

    Das ist eine sehr durchwachsene Veranstaltung. Du hast erstklassige WKI und WKII Darstellung. Ein gutes 11. Jahrhundert Lager und noch den einen oder anderen wirklich tollen Darsteller.

    Ganz viele normale Markt- und Lagergruppen (hauptsächlich im Frühmi angesiedelt)

    Und dann hast du das untere Ende.... vor zwei Jahren waren da welche mit dem Thema 'Altes Ägypten'. Es war echt gruselig.

    Und über andere Sachen breite ich den Mantel des Vergessens aus.

    Ich gehe da gerne als Besucher hin, weil ich doch den einen oder anderen Bekannten treffe und an den Marktständen gelegentlich auch schöne Sachen entdecke.

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    Quelle: lugatism.com (https://lugatism.com/2024/03/18/ext…ic-middle-ages/)

    Das hat mich gerade auch an einen Klappenrock erinnert. Soll eine Kindertunika aus Ägypten sein (8.-9. Jhd.)

    Google mal Reitermantel Ägypten / Persien. Das sind eher die Klappenröcke der Ägypter.
    Die Tunika hier ist ja noch nicht mal geschlitzt sondern nur verziert.
    Spannend ist dann ehr auch die Männertuniken, die mit brettchengewbten Borten verziert werden, teilweise Borten am Halsausschnitt haben, die bis runter zum Bauchnabel gehen.
    Aber das ist nun mal wieder eine andere Mode.

    Von den Mänteln wie Agandestrius oben in Post 3 gezeigt hat, gibt es 3 Stück 2 in Berlin und einen roten in Lyon (Sorry Thoralf wir hatten uns ja an anderer Stelle über das Thema unterhalten, da hatte ich Dir aus dem Gedächtnis falsche Museen genannt) Die 2 aus Berlin sind auf 443-637 und 428- 600, der aus Lyon auf 580 - 655 datiert. Alles Stücke sind aus Wolle. Der Artikel den ich vorliegen habe ist in Französisch verfasst, das Buch heißt "Methods of dating ancient textiles of the 1st milenium AD from Egypt and neighbouring countries"

    Die Mäntel aus Berlin kommen wohl aus Persien, werden als Reitermäntel bezeichnet und haben überlange Ärmel, die zum Tragen hochgeschoben werden müssen, praktisch sind sie nicht.
    Ich war vor einigen Jahren in Berlin und konnte eine Rekonstruktion anprobieren.

    Und ja, eine Cappa ist extrem praktisch - es gibt auch noch Schultertücher, die ich auch als ziemlich praktisch empfinde.

    Silvia Aisling hat einen neuen Termin erstellt:

    Silvia Aisling
    12. Oktober 2025 um 21:00

    Ich habe mein heißgeliebtes Scherchen aus dem Bonsai-Bedarf bekommen. Liegt wunderbar in der Hand, ist auch nach 20 Jahren immer noch scharf, was will ich mehr?

    Und ja, ich habe auch Scherchen von Händlern auf Mittelaltermärkten... die sind dagegen nicht halb so gut.

    Der Domschatz in Halberstadt hat ein einen neuen Bestandskatalog zu den Textilien im Domschatz veröffentlicht, der mich wahrscheinlich aus den Socken hauen wird.

    Barbara Pregla und Anja Preiß
    Die Textilien im Domschatz zu Halberstadt
    Bestandskatalog
    veröffentlicht von der Abegg Stiftung.
    5 Bde., 2.227 S., 1.242 Abb. und 283 Schnitt- und Musterzeichnungen, leinengebunden mit Schutzumschlag, 23,5 × 31,5 cm, 2025, ISBN 978-3-905014-83-9
    Die Publikation ist nur komplett zu erwerben und kostet bei der Abegg Stiftung 475 CHF. Man kann sie hier kaufen (P.S. nicht weiter scrollen, sonst wird die Wunschliste sehr lang)

    Ich muss noch ein bisschen sparen, bis ich mir das Buch leisten kann, aber ich denke, dass ich es mir nach Weihnachten kaufen werde.

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    Mein Mann hat hauptsächlich eingekauft. Diverse römische Keramik, zwei bronze Figuren von Replik, ein Pingsdorfer Schale. Ich habe einen schönen dünnen Wollstoff, Garn und ein hochmittelalterliches Vorratsgefäß gekauft.

    War leider zu wenig los, aber es hat spaß gemacht.

    Danke Silvia Aisling , da hast Du eine wunderbare Zusammenstellung geschaffen. Ich hatte gehofft, dass eine Diskussion über runde Webbrettchen entbrennen möge. Denn nichts ist undenkbar.
    Mir gibt die gerade Kante der quadratischen Brettchen eine Orientierung, dass alle Brettchen ihren 90°-Dreh (oder wieviel auch immer) geschafft haben, dass keiner mehr in einem unfertigen Drehpunkt herumhängt. Doch was besagt das schon? Vielleicht bin ich mit dieser trügerischen Gewohnheit völlig auf dem Holzweg? Denn die Stellung der Brettchen sagt ja noch nicht, ob "das Fach gewechselt wurde", da gerne mal Einzelfäden oben klebenbleiben, die nach unten gehören oder umgekehrt. Von da her kann ich mir schon vorstellen, dass es geht, nur nicht, dass es einen Vorteil bringt.
    Hast Du es einmal mit runden Brettchen probiert (egal mit wie vielen Löchern bespannt)? Runde Brettchen sind wieder so eine Frage, die nach praktischer Erfahrung rufen.

    Ich muss nicht alles ausprobieren, nur weil es das früher mal gemacht wurde. Auch nicht beim Brettchenweben. Und die Verwendung von runden Brettchen gehört für mich zu den Dingen, die ich als sehr schräg empfinde, aber nicht nachmachen muss/will. Das können gerne andere ausprobieren.

    Und was das harte Anschlagen angeht.... man braucht das bei Rekonstruktionen, besonders wenn man mehrfarbig broschiert. Wennig Spannunung und hammerhart anschlagen.

    Das ist ein Bild, wie es links im Original ist und rechts, bevor ich die Lektion gelernt hatte. Ohne Webschwert oder ähnliches geht das nicht. Ich habe inzwischen Webschiffchen aus Knochen.


    Für das Bild © Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst. Photo: S. Ungerechts.

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