Beiträge von Ewaldt von Amulunc

    OT: Ja, das heißt es wohl. :smiling_face: War ein Deal in unserer Gruppe - und bereitet mir auch viel Freude. Vertiefe ich hier mal nicht, da OT.

    In dem Zusammenhang - und um wieder zum Thema Weben zu kommen: Jemand aus unserer Gruppe baut mir derzeit einen Gewichtswebstuhl. Bin schon sehr gespannt darauf.

    Ich habe heute meine ersten selbst gewebten Wadenwickel fertig bekommen. :smiling_face:
    Dabei hatte ich mich an den gekauften orientiert: 96 Kettfäden. Garn ist ein Strick-Wollgarn, dass auch als Kette guten Dienst geleistet hat.

    Den Ersten (s. Rolle auf dem Foto) hatte ich noch mit dem Gatterkammwebrahmen mit zwei Kämmen und zwei "Hilfs-Schäften" gewebt. Das war aber sehr langwierig und lästig. Mit dem neuen 8-Schaft-Tischwebstuhl ging der Zweite (liegend) rasant schnell von der Hand.

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    Quelle: eigenes Foto

    Interessantes Thema. In meinem Beutel sind eher die Dinge, die ich heute benötige. Zufälligerweise habe ich dazu kürzlich einen Betrag von Geschichtsfenster gesehen. Der Beitrag wurde vor einem halben Jahr veröffentlicht:

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    Quelle: youtube.com

    Vermutlich so, oder man hat mit Nachbarn getauscht, wenn man keine in der passenden Größe mehr zu liegen hatte. Ich gehe davon aus, dass es mehr Kinder gab als heute Familien mit dem Hobby Living History. :smiling_face:

    Davon abgesehen, wurde auch viel aus vorhandenen Stoffen/Stoffresten zusammengeschneidert - natürlich je nach Stand. Ich kann mir vorstellen, dass Beinlinge so am unteren Ende der "Verbrauchskette" standen, bevor der Stoff in die Verwertung (z. B. Papiermühle) wanderte.

    Ulf Hatte ich auch nicht so verstanden. Den Anreiz, auch andere Alternativen zu finden, lag auch mir am Herzen und bezog sich auf die Hinweise, dass weiter im Süden auch schön wäre.

    Recherchiert gerne weiter. Vorschläge sind willkommen. Ich erkundige mich parallel nochmal genauer, was in Sallgast möglich ist. Ich war selbst nicht vor Ort, habe nur als Kassenwart die Rechnung beglichen. :winking_face:

    Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag!

    Ich sehe das ganz ähnlich. Wie bei Deiner Einstellung zur Näharbeit, kann man auch bei der Färbung unterschiedlicher Meinung sein. Ob die Färbungen immer so gleichmäßig waren, wie heute die chemisch gefärbten Stoffe, vermag ich nicht abschließend einzuschätzen. Grundsätzlich sollte aber nicht unterschätzt werden, das die Handwerkerinnen und Handwerker der unterschiedlichen Gewerke Fähigkeiten entwickelten, die wir kaum erreichen können. Insbesondere dann nicht, wenn wir das Handwerk nur als Hobby betreiben und vielleicht auch noch mehrere dieser Arbeitsschritte vom Schaf bis zur fertigen Kleidung selber durchführen. Arbeitsteilung ist da wirklich sinnvoll. Ich sehe das in beeindruckender Weise bei denjenigen hier oder in diversen Blogs, die sich auf eine Handwerkskunst spezialisiert haben wie z. B. das Weben oder das Spinnen. Die Ergebnisse sind oft deutlich hochwertiger als die maschinell gefertigten Produkte. Bei gut erhaltenen Textilien treibt es mir mitunter Tränen in die Augen, wenn ich sehe, wie fein und gleichmäßig die Kleidungsstücke gearbeitet sind. Da denke ich z. B. an nadelgebundene Seidenhandschuhe eines Bischofs, der im Dom zu Speyer begraben wurde. Fantastisch! Wenn man nur mal Wollstoff betrachtet, so glaube ich, dass man nicht sehen muss, ob er von Hand oder maschinell gewebt wurde. Daher gehe ich bei Deinem "vorsichtigem nein" mit. Und meiner bescheidenen Erfahrung nach, wird im musealem Bereich auch mitunter "nur mit Wasser gekocht". Es scheint, dass das, was auf dem Papier steht, nicht immer das ist, was tatsächlich getragen wird.

    Sechs Wochen Arbeitszeit für ein Kleidungsstück könnte stimmen, wenn man davon ausgeht, dass alle Gewerke professionell ausgeführt werden. Wenn ich nur daran denke, wie lange das Kardieren oder Kämmen von Hand dauert, ist es meiner Meinung nach die Zeit, die man mindestens benötigt - eher mehr.

    Alles gute Fragen, Ulf .

    Den möglichen Zeitpunkt sehe ich auch eher ab Mitte Oktober. Dann stellt sich für mich nicht so sehr die Frage, ob es eine Möglichkeit für den Aufenthalt in einem Gebäude geben soll. Es kann noch schöne Tage geben, aber das sollte doch sichergestellt sein. Keine Zeitvorgaben für die Gewandung/Kleidung war erfahrungsgemäß sinnvoll, um möglichst niemanden auszuschließen. Jemanden unterwegs aufzugabeln oder vom nächsten Bahnhof abzuholen, stellte bei den Treffen, an denen ich teilnahm, kein Hindernis dar. Sollte machbar sein.

    Wie gesagt, der Ort war von mir lediglich ein Vorschlag, weil ich das Thema nicht "mit leeren Händen" aufmachen wollte. Etwas chwierig bei Sallgast ist für die Planung, dass nicht nach der Anzahl der Teilnehmenden berechnet wird, sondern ein Festbetrag erhoben wird. So kann der genaue TN-Preis erst nach der Anmeldung berechnet werden.

    Vielleicht gibt es noch andere, die etwas kennen und hier die Initiative für Vorschläge ergreifen möchten? Ich komme auch gerne in den Süden. Die Wanderheime in Franken waren auch immer cool. Muss keine Burg sein. :winking_face:

    Hallo in die Runde,

    gibt es schon Überlegungen zu einem Treffen diesen Herbst (September/Oktober)?

    Ein erster Vorschlag: Im HEMA-Verein hatten wir kürzlich Schloss Sallgast für ein Wochenende angemietet (im 12. Jh. als Wasserburg erbaut, wikipedia.de). Liegt bei Finsterwalde oder Senftenberg im schönen Brandenburg (Süd). Würde sich finanziell aber nur rechnen, wenn ca. 15 bis 20 Leute zusammen kommen, da eine Pauschale erhoben wird. Da könnte ich eine Anfrage machen. Aber sicher gibt es hier noch andere Ideen?!?

    Herzliche Grüße,
    Ewaldt

    Was das Spinnen angeht, schaue ich gerne die Videos von Chantimanou. Die finde ich sehr lehrreich. Ein Blog behandelt auch das Thema Rocken (oder Kunkel). Aber damit muss ich mich auch erst noch anfreunden.
    Die Spindel auf dem Bild ist eine Wechselspindel von pallia. Da oben aber weder Kerbe noch Haken ist, muss ich noch an meiner Technik arbeiten, dass mir die Spindel nicht immer abrauscht. Daher wird auch der Faden nicht so richtig gleichmäßig... nervig.

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    Danke, Silvia! Wenn ich etwas mache, gebe ich mir auch Mühe. Ich kann Dich beruhigen, die Unterlage ist mein Teppich hier vorm Schreibtisch. Also nix Handarbeit. :grinning_squinting_face:

    Ich sollte das wirklich weiter verfolgen. Aber als nächstes Web-Projekt ist ein broschierter Gürtel dran. Ich habe schon "angewebt", kann also los gehen.