Beiträge von Andre Aushamburg

    Ich denke dennoch, dass du dich vlt. langsam mit einigen historischen Formen befassen solltest, das sollte nur zu deinem Nutzen sein.

    Das mache ich. Ich habe mir die „Iron Documents“, „Sprechendes Metall“ und ein paar Bücher besorgt.

    Gibt es eigentlich „Iron Documents“ irgendwo als Komplett-PDF oder als Buch?

    Ich habe Text und Fotos nur getrennt gefunden und das macht es sehr anstrengend damit zu arbeiten.

    Deine Einschätzung was meine Zeit betrifft, ist richtig.

    Das mein Brustpanzer eigentlich zu tief sitzt, habe ich auch schon geahnt. Das ist der Vorschrift im SCA geschuldet, dass der Bauchraum durch eine feste Platte geschützt sein muss. Wenn ich ihn höher setze, ist unten zu vieles ungeschützt.

    Den Kettenkragen habe so lang gewählt, um den Bereich sicher abzudecken, der nicht durch die Platten geschützt ist. Mal gucken, ob ich den in der Länge so lasse.

    Ich habe noch ein langes Kettenhemd. Momentan überlege ich, ob ich das doch unter den Brustpanzer setze, dafür aber den dicken Textilpanzer durch eine dünnere Polsterung ersetze und weniger Beinzeug trage, weil das Kettenhemd den Oberschenkel mit abdeckt. Am Bein würden dann Diechlinge, Kniekacheln und Schienbeinschienen reichen. Das käme vom Gewicht her fast auf das selbe raus.

    Den Kettenkragen würde ich dann weglassen.

    Hallo zusammen,

    Gestern habe ich einige Zeit an der Rüstung gebastelt und einiges ausprobiert.

    Zuerst habe ich die Schultern am Textilpanzer angenestelt. Das hat aber unheimlich auf den Schulterknochen gedrückt. Da hätte ich noch eine Polsterung drunter setzen müssen, um das so zu lassen.

    Dann habe ich die Idee von jboerner aufgegriffen und die Schultern an den Riemen des Brustpanzers festgenestelt.

    Das hat dann dazu geführt, dass ich mich damit gut bewegen kann und nichts mehr verrutscht.

    Allerdings waren die Schultern so lang, dass sie gegen die Ellenbogenkacheln gestoßen sind und bei einigen Armbewegungen blockiert haben. Das konnte ich beheben, in dem ich die Schultern gekürzt habe.

    Um die Lücke zwischen Schultern und Hals zu schließen, habe ich einen Kettenkragen unter die Platten gesetzt (als Ersatz für ein Kettenhemd weil ich kein komplettes Kettenhemd tragen möchte).

    Ich habe etwas überlegt, ob ich hier überhaupt Fotos zeige von meiner grobmittelalterlichen Billigrüstung. Viele haben hier Rüstungen in einer Qualität und Fachwissen, an das ich nicht annähernd heranreiche.

    Ich habe mich dann aber doch dafür entschieden, weil ich finde, das Fotos ein Forum beleben und zu einer anfänglichen gestellten Frage eine Rückmeldung dazu gehört, um das Thema abzuschließen.

    Abschließend möchte ich mich für euren Input und eure Hilfe bedanken.

    Fotos:

    Schultern ursprüngliche Länge:

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    Schultern gekürzt und am Lederriemen angenestelt:

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    Viele Grüße

    André

    Ich habe übrigens eine Abbildung gefunden, die jemanden zeigt, der nur Schultern und Ellenbogenkacheln trägt:

    https://manuscriptminiatures.com/4478/12002

    Allerdings ist es nur eine Abbildung die etwas ähnliches zeigt wie ich es habe. Die meisten Abbildungen zeigen komplettes Armzeug oder die Rüstung von Torso und Armen ist unter Stoff verborgen.

    Es könnte so was demnach vielleicht gegeben haben, aber ich würde es jetzt selbst als nicht so wahrscheinlich einschätzen.

    Ich wollte euch nur meinen Fund nicht vorenthalten.

    jboerner Danke für deine ausführliche Antwort.

    Ich habe jetzt Löcher am oberen Rand in die Platte gebohrt und sie am Textilpanzer festgenestelt. Das ist schon mal deutlich besser.

    Es blockierte aber immer noch irgendwie in der Bewegung am Ellenbogen. Die Schulterplatten schienen zu lang zu sein. Sie reichten bis zur Ellenbogenkachel.

    Das konnte ich beheben, indem ich zwei von drei der Blechlamellen entfernt habe.

    Fotos schicke ich später.

    Was ich nicht ganz verstehe, ist dein Problem damit, die Schultern am Rüstwams (bei mir: Textilpanzer) festzunesteln. Ok, ist nicht belegt bzw. spekulativ. Aber von der Funktion her ist es doch gleich, ob ich sie am Kettenhemd festnestel oder am Textilpanzer an der gleichen Stelle.

    Was die Form meiner Schulterplatten betrifft, hast du ein paar Gegenbeispiele die historisch sind?

    Gruß André

    Lieber Hendrik,

    Nein. Ich habe nicht nur die Schultern.

    Aktuell sieht meine Rüstung so aus:

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    Die Rüstung ist wahrscheinlich nicht sehr authentisch.

    Ich kämpfe meistens bei mir im Garten oder bei einem meiner Trainingspartner. Deswegen trage ich dann auch meistens moderne Schuhe.

    Die Schulterpartie ist halt der Bereich, der momentan am schwächsten gepanzert ist.

    Ich überlege auch immer mal, was ich machen könnte damit das ganze authentischer aussieht, das ist aber momentan eher zweitrangig.

    Gruß André

    Guten Abend,

    Ich habe mir Plattenschultern gekauft, weil ich mein Schultergelenk besser schützen möchte.

    Jetzt verzweifle ich gerade an der Befestigung.

    Ich habe die Riemen, die mitgeliefert wurden am Gambeson angenäht.

    Das sieht dann so aus:

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    Aber das ist irgendwie völlig untauglich.

    Wenn ich die Platten am Riemen weit nach innen ziehe, sitzen sie ganz gut, aber die Bewegungsfreiheit des Arms nach oben ist extrem eingeschränkt.

    Wenn ich die Riemen länger lasse, habe ich mehr Bewegungsfreiheit nach oben, aber die Platten rutschen nach hinten.

    Also habe ich mir die Frage gestellt, wie es damals gemacht wurde. Das mit den Riemen ist für mich nicht glaubhaft. Vielleicht Nestelbänder?

    Eine Befestigung die A ist, müsste auch die beste sein.

    Ich hoffe darauf, dass jemand von euch da mehr weiß und mir Tipps geben kann.

    Gruß André

    Hallo zusammen,

    Zu Eisenhüten habe ich auch mal nach Infos gesucht. Es kann sein, dass ein paar meiner gesammelten Links aus dem alten Forum stammen.

    In Norwegen soll es im 13. Jahrhundert einen Ritter namens Björn Finnson gegeben haben, von dem eine Grabplatte erhalten ist, die ihn mit einem Eisenhut zeigt.

    Diese Info habe ich hier im letzten Viertel des Seite gefunden:

    http://www.brandenburg1260.de/ruestungen.html

    Na-ja wenn die perfekte Lösung gefunden ist, warum ändern ?

    Wie fühlt sich das an wenn man eins auf den Helm bekommt ? Wie laut ist das innen ?

    Ich kämpfe seit diesem Jahr wieder recht aktiv im SCA (mit Rattanwaffen).

    Weil ich leider noch nicht so gut bin, habe ich sehr aktuelle Erfahrungen damit, etwas auf den Helm zu bekommen. 😉

    Unsere Schläge zählen nur dann als Treffer, wenn sie wuchtig genug sind um mit scharfen Waffen eine Verletzung zu verursachen.

    Außer meinem Selbstwertgefühl schadet so ein Treffer am Helm aber überhaupt nicht.

    Laut ist es nicht, weil die Polsterung auch den Schall dämpft. Zumindest bei einem Schwert, merkt man auch sonst kaum etwas. Ich vermute, dass das zum einen an den unterschiedlichen Gewichten liegt. Das Schwert wiegt ca 1kg, davon trifft aber nur ein Teil der Masse, der Helm wiegt mehr als 4kg.

    Außerdem trifft das Schwert nur auf einer kleinen Fläche während der Helm am Kopf großflächig aufliegt.

    Ich habe früher auch Vollkontakt mit Metallschwertern gemacht. Ich hatte einen Topfhelm aus 2mm Stahl, der mittig auf der Schädelplatte eine deutliche Delle hatte. Auch diesen Treffer habe ich nicht als unangenehm empfunden.

    Zu Treffern mit Wuchtwaffen die auch richtig Masse haben, kann ich nichts sagen.

    Gruß André

    Hast du mal bei Naturtuche.de geguckt?

    Da kaufe ich ganz gerne. Die sind zwar etwas teurer, aber dafür weiß ich, dass die Qualität stimmt.

    Ich habe noch grauen Wollstoff übrig. Das ist aber eher hellgrau. Ich wollte daraus einen Wappenrock für eine Graumäntlerdarstellung machen.

    Wenn du möchtest, kann ich mal gucken wie viele Meter das sind und dir ein Foto wegen der Farbe schicken.

    Gruß André

    So, der erste Handschuh ist fertig.

    Ich bin mehr als zufrieden! 😊

    Seht selbst:

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    Ich habe mich jetzt für die Kettenvariante entschieden und vernietete Kettenstücke bestellt.

    Wenn es einen Arbeitsvorschritt gibt, schicke ich Fotos.

    Ich finde es ein bisschen schade, dass die Plattenpanzerung an den Fingern daran scheitert, dass ich diese Plättchen nirgends kaufen kann. Solche Plättchen auf Leder aufnieten oder aufnähen wäre überhaupt kein Problem.

    Ich bin mir gerade sehr unsicher, wie ich weitermache.

    Ich finde meine Blechstücke viel zu grob.

    Das ist der aktuelle Stand:

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    Ich denke momentan über folgende Möglichkeiten nach:

    A) Ich setze das Blech unter das Leder in Anlehnung an die Fundstücke aus Visby.

    B) Ich nehme statt Platten Kette als Panzerung.

    C) Vielleicht finde ich einen Plattner, der bereit mir diese Metallplatten zur Panzerung der Finger fertig zu liefern. Das dürfte ja für einen Profi nicht so viel Aufwand sein.

    Was meint ihr?

    Gruß André

    Die Finger sind hier jedoch auch gepanzert. Wenn auch "nur" mit Ringgeflecht. Für solch eine Art Fingerschutz gibt es nicht nur für Italien Belege. Im deutschsprachigen Raum gab es das beispielsweise auch.

    Ja. Ich erinnere mich, dass du bei Talk aus der Wachstube etwas ähnliches gezeigt hast. Da waren jeweils zwei Finger unter Kettengeflecht zusammengefasst.

    Metallplatten 1,6mm ausschneiden und zum Test platzieren:

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    Nachdem ich hier viele Infos zu Plattenhandschuhen bekommen habe, habe ich festgestellt, dass mir die fertigen nicht zusagen und die auf Maß gefertigten zu teuer sind. Das Geld möchte ich im Moment einfach nicht ausgeben.

    Ich werde mir jetzt auf der Basis von fingerlosen Uhrenglashandschuhen, Handschuhe bauen indem ich Leder anniete, auf das ich Metallplatten aufniete.

    Mein Anspruch ist dabei allerdings nicht etwas zu bauen, das historisch korrekt ist. Davon weiche ich bewusst ab, weil ich zum Beispiel wegen der besseren Schutzwirkung Fäustlinge machen möchte, für Uhrenglashandschuhe aus dem 14. Jahrhundert aber Fingerhandschuhe passender wären. Auch fehlt mir wahrscheinlich teilweise noch das Wissen um historisch korrekte Handschuhe zu machen.

    Vielleicht sind meine Erfahrungen aber trotzdem für andere nützlich, deswegen werde ich den Bau hier dokumentieren.

    Konstruktive Kritik was man anders machen können damit es historisch korrekt ist, könnt ihr aber gerne äußern. Vielleicht baue ich ja nicht zum letzten Mal Plattenhandschuhe. 😉

    Gruß André