Das Grazer Zeughaus und seine Schätze

  • Hallo ihr Lieben,

    Thomas hat ja im Beitrag

    Schlachtschwerter / Zweihänder / Biddenhänder. Wie, Wann & Wozu wurden sie eingesetzt? - Landsknechte und Reisläufer - Mittelalterforum.org

    ein paar Sachen zu Schlachtschwertern geschrieben. Dabei kam unter anderem auch meine Heimatstadt Judenburg und meine Landeshauptstadt Graz vor. Und wie es eben der Teufel so wollte, hab ich tatsächlich für den heutigen Tag mit meinem Junior einen Ausflug in das Landeszeughaus der Steiermark in Graz geplant. Ich war selber seit der vierten Klasse Volksschule nicht mehr da, dementsprechend war wieder das "Boaaah" Gefühl da.

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    (Quelle des linken Bildes aus dem Buch "Das Landeszeughaus in Graz", rechts von mir)

    Das Landeszeughaus in Graz, in seiner Art das größte Zeughaus der Welt, befindet sich im Zentrum von Graz, der Landeshauptstadt der Steiermark, einem Bundesland von Österreich. Es wurde in den Jahren 1642-1644 erbaut, rechts davon befindet sich das Landhaus, das 80 Jahre zuvor errichtet wurde.

    Die Anfänge reichten in die Zeit der ersten Türkenbedrohung zurück, die die Landstände dazu veranlasste, in Graz ein Waffendepot anzulegen. Zuerst noch waren diese Bestände der landesfürstlichen Burg, jedoch sammelte sich im Laufe der Jahre dermaßen viel "Zeug" an, dass eben den Bau des neuen Zeughauses erforderlich machte.

    Ein vergleichbares Zeughaus gibt es noch in Solothurn in der Schweiz.

    Ich habe heute Fotos angefertigt, die ich euch nicht vorenthalten möchte, des das Zeughaus birgt neben der Massenware (Harnische für den "gemeinen" Soldaten) bis hin zu Prunkharnischen. Das alles ist auf vier Stockwerken (5 mit dem Erdgeschoss) zu je 603 m² verteilt.

    Ich möchte schon vorweg die Qualität einzelner Fotos entschuldigen, sie wurden alle mit meinem Handy gemacht.

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    Hier diverse Steinschlossgewehre und Doppelhakenbüchsen

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    Spundbajonette aus dem Jahr 1704/1705

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    ein wunderschöner Bestand an verzierten Radschlosspistolen

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    Hier die "Massenware" für den "gemeinen" Fußsoldaten. Ein solcher Harnisch kostete in etwa 6 Gulden, was einem heutigen Wert von ca. € 2.400,00 entsprechen soll.

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    Wobei hier schon Maßanfertigungen zu finden sind

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    Riffelharnisch aus Innsbruck

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    Hier eines der Prunkstücke, ein Reiterharnisch vermutlich vom Insbrucker Plattner Konrad Seusenhofer, um 1510. Der Harnisch hat ein Gewicht von 52 kg. es gibt nur zwei derartige Pferdeharnische in ganz Österreich.
    Wert (laut Aussage Zeughaus) € 6.000.000, sofern man es überhaupt in Zahlen beziffern kann.

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